MEINUNG


Zu einem besonders krassen Auswuchs unseres Sozialstaats


Liebe Leserin, lieber Leser,

am 31. August 2016 berichtete die Rhein-Zeitung von einer muslimischen syrischen Großfamilie, bestehend aus dem Familienvater mit 4 Ehefrauen und 23 Kindern, die als Flüchtlinge über die Türkei nach Deutschland eingereist sind und in der Verbandsgemeinde Montabaur im Westerwald aufgenommen wurden. Für das deutsche Sozialsystem bedeutet diese Großfamilie, deren Integration offenbar schwierig und konfliktbeladen ist, eine große finanzielle Herausforderung, denn die Bedarfsgemeinschaft des Sozialrechts kennt solche Harems-Modelle nicht.

Zum Thema Finanzierung der arabischen Großfamilie wurde am 3. Oktober 2016 nachfolgender Beitrag auf der Website des Deutschen Arbeitgeberverbandes e.V. veröffentlicht:
Aus Montabaur wurde jüngst der Fall eines Syrers bekannt, dem mit 4 Frauen und 23 Kindern eine Familienzusammenführung zuteil wurde. Unabhängig davon, wie man Tatbestände moralisch bewertet, ist es nie falsch, die nüchternen Zahlen zu kennen. Es ist jedem unbenommen nach Kenntnis zu befinden, es sei gut angelegtes Geld. Ich habe der Bewertung zum einen die Regelungen zur Sozialhilfe zu Grunde gelegt und zum anderen aus der Liste der 20 am niedrigsten bezahlten Berufe in Deutschland den Platz 20 "Handwerker" als Vergleichsmaßstab herangezogen…. Interessant übrigens ist, dass man in Syrien eine so große Familie haben kann, ohne dass der Staat irgend etwas dazugibt - während man in Deutschland mit dem Modell 4 Frauen und 23 Kinder 30.030 EUR monatlich (im Jahr 360.360 EUR) Geld- und Sachleistungen leistungslos erhalten kann.

Für diesen Betrag arbeiten bei einem durchschnittlichen Bruttolohn von 2.461 EUR immerhin 12,2 Handwerksgesellen. Auf den Nettolohn bezogen, der 1.596 EUR bei einem Handwerksgesellen in Steuerklasse 1 beträgt - denn die 30.030 EUR sind ja ein Nettobetrag -, arbeiten 18,8 Handwerksgesellen. Noch eine andere Betrachtung: Bei 314,33 EUR Lohnsteuer zahlen 95,5 Handwerksgesellen ihre gesamte Lohnsteuer nur für die Kosten dieser syrischen Großfamilie.

Wieviel Arbeitszeit steckt in diesen Beträgen? Den Nettolohn gibt es für 146 Arbeitsstunden monatlich (Berechnung: 1.596 EUR plus 314,33 EUR Lohnsteuer = 1.910,33 EUR, ergeben für 220 Arbeitstage p.a. : 12 = 18,33 Arbeitstage/mtl. à 8 Std. = 146 Arbeitsstunden/mtl). Für die Lohnsteuer werden (146 : 1.910,33 x 314,33 =) 24 Stunden mtl. = 3 Arbeitstage gearbeitet. Die 95,5 Handwerksgesellen "schenken" der syrischen Großfamilie Monat für Monat den Gegenwert von 2.292 Arbeitsstunden bzw. 286 Arbeitstagen.

Dazu kommt, dass die 95,5 unbekannten Spender morgens aufstehen, zu ihrer Arbeitsstelle fahren, die Stechuhr bedienen, sich ihre bei Wind, Regen, Kälte, Hitze erbrachten Leistungen beurteilen lassen müssen, die abends von der Arbeit zurückkommen, ihre eigenen Familien unterhalten, ihren Lohn zur Hälfte gekürzt erhalten und aus dem Rest nebenbei etwas für die kleinen Freuden des Lebens mühsam zusammensparen.

Wie mit einer Lupe legt der Fall die Fehlsteuerungen des deutschen Sozialstaats, der zu einem Wohlfahrtsstaat verkommen ist, offen. Er zeigt die organisierte Verantwortungslosigkeit, den Verstoß gegen das Leistungsprinzip (Privatisierung des Gewinns und Sozialisierung der Kosten). Und er zeigt durch eben dieses Brennglas, dass sich maßlos fortzupflanzen 18,8-fach besser lohnen kann, als zu arbeiten.

Es kann meines Erachtens nicht richtig sein, dass jemand voraussetzungslos Verhältnisse schaffen kann, die von anderen erzwungen und ungefragt zu finanzieren sind. Es hat niemand das Recht, auf Kosten anderer seine Lebensgestaltung zu betreiben. Das Vorgenannte ist kein Plädoyer für die Abschaffung von Hilfe – es ist aber Wissengrundlage, um entscheiden zu können, welche Form von Lebensentwürfen wir künftig finanzieren wollen und finanzieren können.
Die Frage muss erlaubt sein, ob Steuerzahler wirklich derartige Auswüchse, die hierzulande illegal sind, finanzieren müssen. Dies betrifft nicht nur die Vielweiberehe, sondern auch die mittlerweile 1.475 Kinderehen in Deutschland. Völlig paradox wird es, wenn Terrorverdächtige, Gefährder und Hassprediger Stütze vom Staat bekommen.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr
   Peter Kauth
   Redaktion Steuerrat24

(verfasst am 27.10.2016)


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