MEINUNG


Zur Ver(sch)wendung von Steuergeldern


Liebe Leserin, lieber Leser,

im kommenden Jahr 2007 zieht der Staat den Bürgern mit der Erhöhung der Mehrwert- und Versicherungsteuer schätzungsweise rund 25 Milliarden Euro mehr aus der Tasche. Und weil außerdem die Entfernungspauschale für die ersten 20 Kilometer gestrichen wird, der Sparerfreibetrag halbiert wird, die Abfindungsfreibeträge abgeschafft werden und das Arbeitszimmer nicht mehr anerkannt wird, müssen die Bürger weitere 4 Milliarden Euro zusätzlich an Steuern abliefern. Unter der zunehmenden Steuerlast ächzen und stöhnen die Menschen - und Frust kommt hoch.

Frust kommt deshalb hoch, weil die zusätzliche Steuerbelastung in Höhe von 29 Milliarden Euro gar nicht nötig wäre, wenn die öffentliche Hand verantwortungsbewusster mit dem "Geld anderer Leute" umginge. Sage und schreibe 30 Milliarden Euro Steuergelder wurden im vergangenen Jahr sinn- und nutzlos verplempert. Wie in den Jahren zuvor hat der Bund der Steuerzahler in seinem neuen Schwarzbuch "Die öffentliche Verschwendung" wieder eindrucksvoll 103 Beispiele dokumentiert, wo diese Summe - und vermutlich noch mehr - vergeudet wurde. Dabei handelt es sich um Fehlplanungen, Gedankenlosigkeit, kostspielige Anschaffungen, überflüssige Investitionen, sinnlose Reisen - überhaupt um leichtfertigen Umgang mit Steuergeld nach dem Motto "Es ist ja nicht mein Geld".

Gerade in den beiden letzten Monaten des Jahres sitzt die öffentliche Hand besonders locker, um das Geld aus dem Fenster zu werfen. Denn in den Behörden grassiert das Dezemberfieber: Sind zum Jahresende die Budgets noch nicht aufgebraucht, sucht man krampfhaft nach Möglichkeiten, das Geld auszugeben. Denn sonst verfallen die Gelder, und außerdem gibt's im nächsten Jahr weniger. Also weg damit!

Das sind nun drei Feststellungen, die jeden Steuerzahler erzürnen müssen. Deshalb appellieren wir an Politiker und Verantwortliche in der öffentlichen Verwaltung, die über die Ver(sch)wendung von Steuergeld zu entscheiden haben: Seien Sie sparsam und setzen Sie das Steuergeld sinnvoll ein, denn es wurde von den Menschen hart erarbeitet!

Mit freundlichen Grüßen
Ihr
   Peter Kauth
   Redaktion Steuerrat24

(verfasst am 30.10.2006)


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