STEUERÄNDERUNGEN 2016

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Auf dieser Seite sehen Sie wichtige Steueränderungen und Neuregelungen für das Jahr 2016. Hier erfahren Sie frühzeitig, was geplant ist, können entsprechend reagieren und Steuervorteile sichern oder Steuernachteile vermeiden. Eine nützliche Hilfe auch beim Erstellen der Steuererklärung.

Hier erfahren Sie übersichtlich und kompakt, welche Neuregelungen und Änderungen in den Bereichen Steuern und Sozialversicherung im Jahre 2016 auf Sie zukommen. Neue Themen werden fortlaufend aufgenommen.
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Bisher gibt es nur wenige Elektro- und Elektrohybridfahrzeuge. Als größte Probleme gelten eine relativ geringe Reichweite der Autos, hohe Anschaffungskosten und eine unzureichende Ladestation-Infrastruktur. Nun will die Bundesregierung Elektroautos im Straßenverkehr stärker fördern.
Inhalt:
-   Steuervergünstigungen für Ladestationen und Ladestrom
-   Steuervergünstigung für Betriebs-Pkw und Firmenwagen
-   Kfz-Steuervergünstigung für Elektrofahrzeuge
-   Kaufprämie für Elektrofahrzeuge
-   Privilegien im Straßenverkehr für Elektrofahrzeuge
-   Geldwerter Vorteil bei Überlassung von Elektro-Fahrrädern
Nach wie vor suchen Flüchtlinge in Deutschland Schutz vor Krieg und Vertreibung. Nach wie vor helfen Tausende engagierte Bürger, Unternehmen, Initiativen und Organisationen den ankommenden Flüchtlingen mit persönlichem und finanziellem Engagement, um deren Betreuung und Versorgung sicherzustellen. Zur Förderung und Unterstützung dieses gesamtgesellschaftlichen Engagements bei der Hilfe für Flüchtlinge hatte das Bundesministerium der Finanzen vereinfachte Steuerregelungen erlassen. Sie gelten in der Zeit vom 1.8.2015 bis 31.12.2016 und werden verlängert bis zum 31.12.2018.
Inhalt:
-   Vereinfachter Spendennachweis
-   Spendensammlungen durch Einzelpersonen
-   Spendenaktionen von gemeinnützigen Vereinen
-   Eigene Spenden von gemeinnützigen Vereinen
-   Spende von Arbeitslohn
-   Zuwendungen durch Selbstständige und Unternehmer
-   Direkte Unterstützung von Flüchtlingen
-   Aufnahme von Personen aus Kriegs- und Katastrophengebieten
-   Unterhalt an Bürgerkriegsflüchtlinge
-   Sportvereine: Beitragsfreie Aufnahme von Flüchtlingen unschädlich
-   Bundesfreiwilligendienst: Auch Einsatz für Flüchtlingshilfe möglich
-   Minijob und Aushilfsjob: Was dürfen Asylsuchende, Flüchtlinge, Geduldete?
-   Beschäftigung von Flüchtlingen
-   Leistungen gemeinnütziger Organisationen für Flüchtlingshilfe
-   Überlassung von Unterkünften an Flüchtlinge
-   Vermietung und Verpachtung von Gebäuden zur Unterbringung
-   Arbeitsmarktprogramm für 100 000 Arbeitsgelegenheiten
-   Freibetrag für nebenberufliche Betreuung und Integration von Flüchtlingen
-   Freibetrag für Einnahmen aus ehrenamtlicher Tätigkeit bei Flüchtlingen
-   Arbeitsgelegenheiten nach dem Integrationsgesetz
-   Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge als Pflegekinder
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Verheerende Regenmassen haben im Mai/Juni 2016 vielerorts in Deutschland zu schweren Überschwemmungen, blockierten Straßen und zerstörten Häusern in den Unwettergebeiten geführt. Zahlreiche Orte sind verwüstet, unzählige Menschen stehen vor dem Nichts, haben Hab und Gut verloren, sehen nur noch die Trümmer ihrer Existenz. Die Beseitigung der Schäden führt zu erheblichen finanziellen Belastungen. Den Geschädigten und auch den Unterstützern will der Fiskus durch verschiedene steuerliche Erleichterungen helfen.
Inhalt:
-   Wiederbeschaffung von Hausrat und Kleidung
-   Schäden am selbst genutzten Haus
-   Schäden an vermieteten Wohnimmobilien
-   Schäden bei Selbstständigen und Unternehmern
-   Spenden: Vereinfachter Zuwendungsnachweis
-   Spendensammlungen durch Einzelpersonen
-   Spendenaktionen von gemeinnützigen Vereinen
-   Benefizveranstaltungen
-   Unterstützung des Arbeitgebers an betroffene Arbeitnehmer
-   Spende von Arbeitslohn
-   Zuwendungen durch Selbstständige und Unternehmer
-   Direkte Unterstützung eines Geschädigten
-   Steuerliche Behandlung der Spenden beim Empfänger
Wie in jedem Jahr sind auch für das Jahr 2016 wieder steuerliche Änderungen und Neuregelungen zu erwarten. Die familienbezogenen Verbesserungen gelten teilweise schon für das Jahr 2015. Hier sehen Sie wichtige Regelungen aus verschiedenen Gesetzesvorhaben.
Inhalt:
-   Steuerentlastung: Erhöhung des Grundfreibetrages
-   Familienförderung: Erhöhung von Kindergeld und Kinderfreibetrag
-   Familienförderung: Erhöhung des Kinderzuschlags für Geringverdiener
-   Familienförderung: Erhöhung des Entlastungsbetrages für Alleinerziehende
-   Familienförderung: Erhöhung des Unterhaltsvorschusses für Kinder
-   Unterhalt bedürftiger Personen: Erhöhung des Unterhaltshöchstbetrages
-   Heimunterbringung: Erhöhung der anzurechnenden Haushaltsersparnis
-   Unterhaltsrecht: Höherer Unterhalt für Trennungskinder
-   Steuererklärung: Keine Pflichtveranlagung bei geringem Arbeitslohn
-   Lohnsteuerabzug: Zweijährige Gültigkeit des Faktors beim Faktorverfahren
-   Kurzfristige Beschäftigung: Höhere Verdienstgrenze bei Pauschalierung
-   Abgeltungsteuer: Bei Kirchensteuer nur noch einmaliger Hinweis
-   Abgeltungsteuer: Steuerabzug der Banken nach Vorgaben des Fiskus
-   Buchführungspflicht: Erhöhung der Umsatz- und Gewinngrenze
-   Investitionsabzugsbetrag: Abschaffung der Funktionsbenennung
-   Realsplitting: Abzug nur noch mit Identifikationsnummer möglich
-   Erbschaftsteuer: Anzeige mit Angabe der Identifikationsnummer
-   Erbschaftsteuer: Leichtere Steuerbefreiung bei ausländischen Empfängern
-   Sachbezüge: Keine Einschränkung der Sachbezugsfreigrenze
-   Krankenversicherung: Beiträge für Kinder ohne Einschränkung absetzbar
-   Kindergeld: Ende für Familienkassen des öffentlichen Dienstes
-   Freiwilliger Wehrdienst: Erhöhung des Wehrsoldes
-   Wehrdienstleistende: Neuregelung der Unterhaltssicherung
Am 29. Oktober 2014 haben in Berlin 52 Staaten ein Abkommen über den automatischen Austausch von Kontodaten unterzeichnet. Ab 2017 übersenden die teilnehmenden Länder Kontrollmitteilungen über Kapitalerträge an die Heimatländer der ausländischen Anleger. Betroffen sind bereits Konten, die Ende 2015 bestehen. Damit ist das Bankgeheimnis endgültig abgeschafft.
Die Förderung nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz muss nach längerem Stillstand an die allgemeine Entwicklung angepasst werden. Hierzu werden die Bedarfssätze und die Einkommensfreibeträge um 7 Prozent angehoben. Das entsprechende Gesetz hat der Bundestag am 14.11.2014 verabschiedet, doch in Kraft treten die Verbesserungen erst im August 2016.
Inhalt:
-   Erhöhung der Bedarfssätze
-   Erhöhung des Kinderbetreuungszuschlags
-   Erhöhung der Einkommensfreibeträge beim Auszubildenden
-   Erhöhung der Einkommensfreibeträge bei Eltern und Ehegatten
-   Erhöhung des Vermögensfreibetrages
-   Erhöhung der Einkommensfreibetrages bei Rückzahlung
Ab dem 1.1.2016 gelten für zahlreiche Länder geänderte Verpflegungs- und Übernachtungspauschbeträge bei Auswärtstätigkeiten und doppelter Haushaltsführung im Ausland. Die landesspezifischen Übernachtungspauschbeträge können zwar nicht mehr als Werbungskosten abgesetzt werden, doch der Arbeitgeber kann diese Sätze weiterhin steuerfrei erstatten (10.12.2015)
Bei einem Umzug aus beruflichen Gründen sind die Umzugskosten als Werbungskosten absetzbar oder können vom Arbeitgeber steuerfrei erstattet werden. Für Umzüge ab dem 1.3.2016 kann eine höhere Umzugskostenpauschale und ein höherer Höchstbetrag für Unterrichtskosten als Werbungskosten abgesetzt oder vom Arbeitgeber steuerfrei erstattet werden.
In der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung sind Familienangehörige beitragsfrei mitversichert, wenn ihr Gesamteinkommen regelmäßig im Monat ein Siebtel der monatlichen Bezugsgröße nicht überschreitet. Da die Bezugsgröße zum 1.1.2016 angehoben wird, erhöht sich die Einkommensgrenze von bisher 405 Euro auf 415 Euro in West und Ost.
Zum 1.1.2016 verändern sich wieder - wie jedes Jahr - die Beitragsbemessungsgrenzen in der gesetzlichen Renten- und Arbeitslosenversicherung sowie in der Kranken- und Pflegeversicherung. Hier sehen Sie die neuen Werte für das Jahr 2016.
Wer im Jahr 2016 in Ruhestand getreten ist und erstmals Rente, Betriebsrente oder Pension bezieht, kann leider seinen Steuerordner noch nicht beiseite stellen, sondern muss sich nun mit den speziellen Regeln der neuen Rentenbesteuerung beschäftigen. Wir machen es Ihnen einfach, indem wir Ihnen hier die für Sie konkret maßgebenden Regelungen und Steuerbeträge aufzeigen.
Geschiedene Väter und Väter nichtehelicher Kinder müssen Unterhalt an ihre Kinder zahlen, mit denen sie nicht in einem Haushalt zusammenleben. Ein wichtiger Maßstab bei der Bemessung des Unterhalts ist die sog. Düsseldorfer Tabelle. Ab 2016 bemisst sich der Kindesunterhalt nicht mehr am steuerlichen Kinderfreibetrag, sondern direkt am Existenzminimum des Kindes. Hier sehen Sie die neuen Werte der Düsseldorfer Tabelle für 2016.




AKTUELL



EIN SPRUCH

"Denen habe ich's gegeben", sagte der Steuerzahler, als er das Finanzamt verließ.
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"Eine Regierung muss sparsam sein, weil das Geld, das sie erhält, aus dem Blut und Schweiß ihres Volkes stammt. Es ist gerecht, dass jeder Einzelne dazu beiträgt, die Ausgaben des Staates tragen zu helfen. Aber es ist nicht gerecht, dass er die Hälfte seines jährlichen Einkommens mit dem Staate teilen muss."
(Friedrich II. der Große)
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