STEUERÄNDERUNGEN 2017

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Auf dieser Seite sehen Sie wichtige Steueränderungen und Neuregelungen für das Jahr 2017. Hier erfahren Sie frühzeitig, was geplant ist, können entsprechend reagieren und Steuervorteile sichern oder Steuernachteile vermeiden. Eine nützliche Hilfe auch beim Erstellen der Steuererklärung.

Hier erfahren Sie übersichtlich und kompakt, welche Neuregelungen und Änderungen in den Bereichen Steuern und Sozialversicherung im Jahre 2017 auf Sie zukommen. Neue Themen werden fortlaufend aufgenommen.
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Bisher gibt es nur wenige Elektro- und Elektrohybridfahrzeuge. Als größte Probleme gelten eine relativ geringe Reichweite der Autos, hohe Anschaffungskosten und eine unzureichende Ladestation-Infrastruktur. Nun will die Bundesregierung Elektroautos im Straßenverkehr stärker fördern.
Inhalt:
-   Steuervergünstigungen für Ladestationen und Ladestrom
-   Steuervergünstigung für Betriebs-Pkw und Firmenwagen
-   Kfz-Steuervergünstigung für Elektrofahrzeuge
-   Kaufprämie für Elektrofahrzeuge
-   Privilegien im Straßenverkehr für Elektrofahrzeuge
-   Geldwerter Vorteil bei Überlassung von Elektro-Fahrrädern
Viele Rentner, insbesondere Frührentner, möchten im Rentenalter noch teilweise arbeiten. Ab 2017 sollen die Möglichkeiten, eine Teilzeitarbeit durch eine Teilrente zu ergänzen, verbessert werden. Dies und mehr ermöglicht das "Gesetz zur Flexibilisierung des Übergangs vom Erwerbsleben in den Ruhestand und zur Stärkung von Prävention und Rehabilitation im Erwerbsleben (Flexirentengesetz)", das sich derzeit in den parlamentarischen Beratungen befindet.
Inhalt:
-   Vorgezogene Altersrente: Neue Zuverdienstgrenzen
-   Vorgezogene Altersrente: Rentenversicherungspflicht bei Weiterarbeit
-   Vorgezogene Altersrente: Zahlung zum Ausgleich von Rentenabschlägen
-   Regelaltersrente: Vorteile bei weiterer Berufstätigkeit
-   Erwerbsminderungsrente: Schließen einer Sicherungslücke
-   Vorgezogene Altersrente: Keine Zwangsverrentung für Hartz IV-Bezieher
Auch im Jahre 2017 wird es wieder zahlreiche steuerliche Änderungen und Neuregelungen geben. Hier sehen Sie wichtige Regelungen aus verschiedenen Gesetzesvorhaben.
Inhalt:
-   Steuerentlastung: Erhöhung des Grundfreibetrages
-   Familienförderung: Erhöhung von Kindergeld und Kinderfreibetrag
-   Familienförderung: Erhöhung des Kinderzuschlags für Geringverdiener
-   Familienförderung: Erhöhung des Unterhaltsvorschusses für Kinder
-   Unterhalt bedürftiger Personen: Erhöhung des Unterhaltshöchstbetrages
-   Heimunterbringung: Erhöhung der anzurechnenden Haushaltsersparnis
-   Unterhaltsrecht: Höherer Unterhalt für Trennungskinder
-   Krankenversicherung: Höhere Freigrenzen für Familienversicherung
-   Pflegeversicherung: Erhöhung des Beitragssatzes
-   Pflegebedürftigkeit: Neue Pflegegrade und verbesserte Leistungen
-   Pflegebedürftige: Welche Pflegegrade der Hilflosigkeit entsprechen
-   Elektrofahrzeuge: Neue Steuervergünstigungen
-   Spenden und Mitgliedsbeiträge: Nur noch Belegvorhaltepflicht
-   Behinderten-Pauschbetrag: Vereinfachung beim Nachweis
-   Insolvenzgeldumlage: Weitere Senkung der Umlage U3
-   Lohnsteueranmeldung: Anhebung der Grenze für Vierteljahresmeldung
-   Selbstständige: Erhöhung der Grenze für Kleinbetragsrechnungen
-   Selbstständige: Verzicht auf Aufbewahrungspflicht für Lieferscheine
-   Einkommensteuererklärung: Verlängerung der Abgabefristen
-   Einkommensteuererklärung: Verspätungszuschlag bei verspäteter Abgabe
-   Änderung des Steuerbescheids: Erhöhung der Bagatellgrenze
-   Verbindliche Auskunft: Keine doppelte Gebühr mehr für gleiche Auskunft
-   Gesetzesbereinigung: Aufhebung der Paragraphen 10h und 10i EStG
-   Bürokratieabbau: Einzug von elektronischen Verfahren in der Verwaltung
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Die Besteuerung von Investmentanlagen ist nicht einfach, sondern mittlerweile derart kompliziert und verwaltungsaufwendig, dass sie - so das Eingeständnis des Gesetzgebers - kaum mehr praktikabel ist. Deshalb sollen die Steuerregeln künftig deutlich einfacher werden. Das "Gesetz zur Reform der Investmentbesteuerung" (Investmentsteuerreformgesetz – InvStRefG) vom 19.7.2016 tritt am 1.1.2018 in Kraft. Für Anleger von Publikumsfonds kann es im Einzelfall zu steuerlichen Mehrbelastungen kommen.
Inhalt:
-   Neue Steuerregeln für Publikum-Investmentfonds
-   Wie die Besteuerung beim Anleger erfolgt
-   Übergangsregelungen für Alt-Investmentanteile
-   Teilfreistellung bei fondsgebundenen Lebensversicherungen
-   Ausschluss der Steuervermeidung mittels Bond-Stripping
-   Ausschluss der Steuervermeidung mittels Cum/Cum-Geschäften
-   Vermeidung der Pauschalbesteuerung bei intransparenten Auslandsfonds
-   Weniger Ärger mit thesaurierenden Auslandsfonds
Nach wie vor suchen Flüchtlinge in Deutschland Schutz vor Krieg und Vertreibung. Nach wie vor helfen Tausende engagierte Bürger, Unternehmen, Initiativen und Organisationen den ankommenden Flüchtlingen mit persönlichem und finanziellem Engagement, um deren Betreuung und Versorgung sicherzustellen. Zur Förderung und Unterstützung dieses gesamtgesellschaftlichen Engagements bei der Hilfe für Flüchtlinge hatte das Bundesministerium der Finanzen vereinfachte Steuerregelungen erlassen. Sie gelten in der Zeit vom 1.8.2015 bis 31.12.2016 und werden verlängert bis zum 31.12.2018.
Inhalt:
-   Vereinfachter Spendennachweis
-   Spendensammlungen durch Einzelpersonen
-   Spendenaktionen von gemeinnützigen Vereinen
-   Eigene Spenden von gemeinnützigen Vereinen
-   Spende von Arbeitslohn
-   Zuwendungen durch Selbstständige und Unternehmer
-   Direkte Unterstützung von Flüchtlingen
-   Aufnahme von Personen aus Kriegs- und Katastrophengebieten
-   Unterhalt an Bürgerkriegsflüchtlinge
-   Sportvereine: Beitragsfreie Aufnahme von Flüchtlingen unschädlich
-   Bundesfreiwilligendienst: Auch Einsatz für Flüchtlingshilfe möglich
-   Minijob und Aushilfsjob: Was dürfen Asylsuchende, Flüchtlinge, Geduldete?
-   Beschäftigung von Flüchtlingen
-   Leistungen gemeinnütziger Organisationen für Flüchtlingshilfe
-   Überlassung von Unterkünften an Flüchtlinge
-   Vermietung und Verpachtung von Gebäuden zur Unterbringung
-   Arbeitsmarktprogramm für 100 000 Arbeitsgelegenheiten
-   Freibetrag für nebenberufliche Betreuung und Integration von Flüchtlingen
-   Freibetrag für Einnahmen aus ehrenamtlicher Tätigkeit bei Flüchtlingen
-   Arbeitsgelegenheiten nach dem Integrationsgesetz
Ab dem 1.1.2017 gelten für zahlreiche Länder geänderte Verpflegungs- und Übernachtungspauschbeträge bei Auswärtstätigkeiten und doppelter Haushaltsführung im Ausland. Die landesspezifischen Übernachtungspauschbeträge können zwar nicht mehr als Werbungskosten abgesetzt werden, doch der Arbeitgeber kann diese Sätze weiterhin steuerfrei erstatten.
Bei einem Umzug aus beruflichen Gründen sind die Umzugskosten als Werbungskosten absetzbar oder können vom Arbeitgeber steuerfrei erstattet werden. Für Umzüge ab dem 1.2.2017 kann eine höhere Umzugskostenpauschale und ein höherer Höchstbetrag für Unterrichtskosten als Werbungskosten abgesetzt oder vom Arbeitgeber steuerfrei erstattet werden.
Entsprechend dem steuerlichen Grundfreibetrag wird im Jahre 2017 auch der Unterhaltshöchstbetrag von 8.652 EUR auf 8.820 EUR angehoben. Eine weitere Erhöhung erfolgt zum 1.1.2018 auf 9.000 EUR.
Für Kinder und unterhaltsbedürftige Personen, die dauernd im Ausland leben, werden verschiedene Steuervergünstigungen und die abzugsfähigen Unterhaltshöchstbeträge entsprechend den Verhältnissen des Wohnsitzstaates gekürzt. Je nach Lebensstandard im Wohnsitzstaat erfolgt eine Kürzung um ein, zwei oder drei Viertel. Für das Jahr 2017 gibt es eine neue Ländergruppeneinteilung.
In der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung sind Familienangehörige beitragsfrei mitversichert, wenn ihr Gesamteinkommen regelmäßig im Monat ein Siebtel der monatlichen Bezugsgröße nicht überschreitet. Da die Bezugsgröße zum 1.1.2017 angehoben wird, erhöht sich die Einkommensgrenze von bisher 415 Euro auf 425 Euro in West und Ost.
Zum 1.1.2017 verändern sich wieder - wie jedes Jahr - die Beitragsbemessungsgrenzen in der gesetzlichen Renten- und Arbeitslosenversicherung sowie in der Kranken- und Pflegeversicherung. Hier sehen Sie die neuen Werte für das Jahr 2017.
Wer im Jahr 2017 in Ruhestand tritt und erstmals Rente, Betriebsrente oder Pension bezieht, kann leider seinen Steuerordner noch nicht beiseite stellen, sondern muss sich nun mit den speziellen Regeln der neuen Rentenbesteuerung beschäftigen. Wir machen es Ihnen einfach, indem wir Ihnen hier die für Sie konkret maßgebenden Regelungen und Steuerbeträge aufzeigen.
Geschiedene Väter und Väter nichtehelicher Kinder müssen Unterhalt an ihre Kinder zahlen, mit denen sie nicht in einem Haushalt zusammenleben. Ein wichtiger Maßstab bei der Bemessung des Unterhalts ist die sog. Düsseldorfer Tabelle. Hier sehen Sie die neuen Werte der Düsseldorfer Tabelle für 2017.
Bereits 2015 wurde mit dem Ersten Pflegestärkungsgesetz die Unterstützung für Pflegebedürftige und ihre Angehörigen ausgeweitet, insbesondere für Demenzerkrankte. Mit dem Zweiten Pflegestärkungsgesetz folgen ab 2017 weitere Verbesserungen. Die Leistungen sollen mit einem neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff modernisiert werden. Allerdings steigen auch die Beiträge zur gesetzlichen Pflegeversicherung.
Inhalt:
-   Neuer Begriff der Pflegebedürftigkeit
-   Verbesserte Leistungen für Pflegebedürftige
-   Verbesserte Absicherung für Pflegepersonen
-   Erhöhung des Beitragssatzes
Bei Arbeitnehmern mit niedrigem Einkommen und in kleineren Unternehmen ist das zweite Standbein der Altersvorsorge - die betriebliche Altersversorgung - nur schwach ausgeprägt. Durch verschiedene Maßnahmen soll nun diese betriebliche Altersvorsorge ab 2018 attraktiver und einfacher werden. Mittels höherer Förderung und Wegfall von Rentengarantien sollen mehr Arbeitnehmer von Betriebsrenten profitieren. Grundlage ist das "Gesetz zur Stärkung der betrieblichen Altersversorgung und zur Änderung anderer Gesetze (Betriebsrenentenstärkungsgesetz)" sowie weiterer Änderungsgesetze, die sich derzeit in den parlamentarischen Beratungen befinden.
Inhalt:
-   Betriebsrente: Neue Möglichkeit der reinen Beitragszusage
-   Betriebsrente: Neuer Zusatzbeitrag des Arbeitgebers
-   Betriebsrente: Erhöhung des Förderhöchstbetrages
-   Betriebsrente: Verbesserte Vervielfältigungsregelung für Abfindungen
-   Betriebsrente: Neue Möglichkeit zur steuerbegünstigten Nachzahlung
-   Betriebsrente: Neuer Förderbetrag für Geringverdiener
-   Betriebsrente: Reduzierung der Krankenversicherungsbeiträge?
-   Betriebliche Riester-Rente: Beitragsfreiheit in der Krankenversicherung
-   Riester-Rente: Erhöhung der Altersvorsorgezulage
-   Riester-Rente: Steuervergünstigung für Abfindung einer Kleinbetragsrente
-   Riester-Rente: Begrenzung der Frist für Rückforderung der Zulage
-   Wohn-Riester: Unschädliche Unterbrechung der Eigennutzung
-   Grundsicherung: Neuer Einkommensfreibetrag für Betriebsrenten
-   Erwerbsminderungsrente: Verlängerung der Zurechnungszeit
-   Gesetzliche Rente: Angleichung der Rentenwerte Ost und West
Eine neue EU-Richtlinie will Mobilitätshindernisse für Arbeitnehmer abbauen, die sich aus Regelungen zur betrieblichen Altersversorgung ergeben können. Begünstigt sind sowohl Beschäftigte, die innerhalb der EU-Staaten zu- oder abwandern, als auch Beschäftigte, die innerhalb Deutschlands den Arbeitgeber wechseln.
Inhalt:
-   Verkürzung der Unverfallbarkeitsfristen bei Betriebsrenten
-   Dynamisierung unverfallbarer Anwartschaften
-   Abfindung von Kleinstanwartschaften
-   Verbesserung der Informationspflichten
-   Änderung der Anpassungsregelungen




AKTUELL



EIN SPRUCH

"Nichts auf der Welt ist so gerecht verteilt wie der Verstand, denn jedermann ist überzeugt, dass er genug davon habe."
(René Descartes, 1596-1650)
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"Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit. Aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher."
(Albert Einstein, 1879-1955)
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