RENTEN: Basisversorgung

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Zur ersten Schicht der Altersversorgung, der Basisversorgung, gehören die Bezüge, die während der Ansparphase aus unversteuertem Einkommen aufgebracht wurden und somit steuerfrei gestellt waren. Die Renten werden mit dem Besteuerungsanteil versteuert. Dies sind
-   gesetzliche Rente,
-   Rürup-Rente,
-   berufsständische Versorgung.

Altersvorsorge und neue Rentenbesteuerung ab 2005

Zum 1.1.2005 wurde die Besteuerung von Alterseinkünften und der Sonderausgabenabzug für Vorsorgeaufwendungen mit dem Alterseinkünftegesetz vollkommen neu geregelt. Dieses neue Gesetz birgt eine Dynamik wie kein anderes Gesetz zuvor, denn es beschert uns über eine Generation hinweg alljährlich neue Steuerregeln:
  • In den kommenden 35 Jahren (!) werden für jeden neuen Rentnerjahrgang der Besteuerungsanteil für Renten neu und höher berechnet, der Versorgungsfreibetrag und ein neuer Zuschlag für Pensionen und Betriebsrenten neu und niedriger festgesetzt sowie der Altersentlastungsbetrag für andere Alterseinkünfte neu und geringer angesetzt.

  • In den kommenden 20 Jahren (!) ändern sich jedes Jahr der abzugsfähige Höchstbetrag für Altersvorsorgeaufwendungen bei allen Erwerbstätigen und die Vorsorgepauschale bei Angestellten und Versorgungsempfängern.

  • In den kommenden 15 Jahren (!) wird die Berechnung der abzugsfähigen Vorsorgeaufwendungen deutlich erschwert, weil die beiden neuen Höchstbeträge für Altersvorsorgeaufwendungen und andere Vorsorgeaufwendungen mit dem "alten" Vorsorgehöchstbetrag des Jahres 2004 im Rahmen einer sog. Günstigerrechnung verglichen werden und der günstigere Betrag berücksichtigt wird.
Die neuen Steuerregeln betreffen wahrlich alle Bürger: die jetzigen und künftigen Rentner und Pensionäre, denn jeder Rentnerjahrgang muss mehr versteuern, ebenso die aktiv Beschäftigten, denn sie können jedes Jahr mehr für die Altersvorsorge absetzen. Die neuen Regeln wirken sich also für jeden sowohl im Erwerbsleben als auch im Ruhestand in finanzieller Hinsicht aus. Deshalb lohnt es sich, über diesen wichtigen Aspekt der Altersvorsorge und Altersbesteuerung Bescheid zu wissen.
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Seit 2012 wird die Regelaltersgrenze für die Altersrente schrittweise von 65 auf 67 Jahre angehoben. Gleichwohl bestehen Möglichkeiten, die Altersrente in bestimmten Fällen bereits vorzeitig in Anspruch zu nehmen. Seit dem 1.7.2014 können Versicherte mit mindestens 45 Beitragsjahren die vorgezogene Altersrente statt mit 65 Jahren bereits mit 63 Jahren ohne Rentenabschläge beantragen.
Inhalt:
-   Die vorgezogene Altersrente für besonders langjährig Versicherte ab 63
-   Die vorgezogene Altersrente für besonders langjährig Versicherte ab 65
-   Die vorgezogene Altersrente für langjährig Versicherte
-   Die vorgezogene Altersrente für Schwerbehinderte
-   Vorgezogene Altersrente: Zwangsverrentung für Hartz IV-Bezieher
Die Erziehung eines Kindes wird in der gesetzlichen Rentenversicherung, die vom Generationenvertrag lebt, zwar nicht allzu üppig honoriert. Aber es gibt doch einige Vorteile: für die älteren in Form einer eigenständigen Rente, für die anderen in Form von Gutschriften auf dem Rentenkonto, die zu einer höheren Rente führen.
Inhalt:
-   Das gilt für Mütter und Väter der Jahrgänge ab 1921
-   Das gilt für Mütter der Jahrgänge vor 1921
-   Erweiterung der anrechenbaren Kindererziehungszeiten 2014 (Mütterrente)
-   Kinderzuschüsse zur Rente
-   Kinderzuschläge zur Pension bei Beamten
-   Zuschlag wegen Kindererziehung bei der Witwen-/Witwerrente
-   Erziehungsrente
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Vor dem Hintergrund steigender Lebenserwartung und sinkender Geburtenzahlen wird das Renteneintrittsalter ab dem Jahr 2012 schrittweise von 65 auf 67 Jahre angehoben. Damit soll langfristig die Finanzierung des Rentensystems sichergestellt und der Rentenbeitrag für die aktiv Beschäftigten bis 2020 unter 20% und bis 2030 unter 22% des Bruttogehalts gehalten werden. Hier bekommen Sie einen Überblick über die Neuregelungen bei den verschiedenen Rentenarten durch das "RV-Altersgrenzenanpassungsgesetz" vom 20.4.2007.
Inhalt:
-   Regelaltersrente
-   Altersrente für besonders langjährig Versicherte
-   Altersrente für langjährig Versicherte
-   Altersrente für Schwerbehinderte
-   Altersrente für langjährig unter Tage beschäftigte Bergleute
-   Altersrente wegen Arbeitslosigkeit oder nach Altersteilzeitarbeit
-   Altersrente für Frauen
-   Rente wegen verminderter Erwerbsfähigkeit
-   Rente für Bergleute wegen bergbaulicher Berufsunfähigkeit
-   Große Witwenrente und Witwerrente
-   Hinterbliebenenrenten und Erziehungsrente
-   Folgeänderungen in anderen Bereichen
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Die Altersrente aus der gesetzlichen Rentenversicherung gehört zur ersten und wichtigsten Schicht der Altersversorgung, der Basisversorgung. Zum 1.1.2005 wurde für diese Renten die sog. nachgelagerte Besteuerung eingeführt. Das bedeutet, dass in zunehmendem Maße bis 2040 die Renten steuerpflichtig und bis 2025 die Rentenbeiträge steuerfrei gestellt werden. Hier erfahren Sie, wie Sie ab 2005 Ihre Rentenbeiträge absetzen können und Ihre Rentenbezüge versteuern müssen.
Inhalt:
-   Wie Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung gefördert werden
-   Wie Renten aus der gesetzlichen Rentenversicherung besteuert werden
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Bei der Basis-Rente bzw. "Rürup"-Rente handelt es sich um eine kapitalgedeckte private Leibrentenversicherung - oder einen Bank- oder Fondssparplan - mit extrem restriktiven Bedingungen, die der gesetzlichen Rentenversicherung nachgebildet sind und die noch schärfer sind als bei der "Riester"-Rente: Der Vertrag darf nur lebenslängliche Rentenzahlungen vorsehen, die nicht vor Vollendung des 60. Lebensjahres beginnen, und die Ansprüche dürfen nicht vererblich, nicht übertragbar, nicht beleihbar, nicht veräußerbar und nicht kapitalisierbar sein.
Inhalt:
-   Allgemeines zur Basis- oder "Rürup"-Rente
-   Wie die Beiträge steuerlich behandelt werden
-   Wie die Renten besteuert werden
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Nach dem Drei-Schichten-Modell der Altersvorsorge gehören zur ersten Schicht der Basisversorgung auch Renten aus berufsständischen Versorgungseinrichtungen. Solche Versorgungswerke gibt es beispielsweise für Ärzte, Zahnärzte, Tierärzte, Apotheker, Steuerberater, Rechtsanwälte, Notare, Architekten, Ingenieure. Die Beiträge dazu sind grundsätzlich als Sonderausgaben absetzbar, und die Renten müssen - wie gesetzliche Renten - mit dem hohen Besteuerungsanteil versteuert werden. Doch hier gibt es eine Besonderheit.
Inhalt:
-   Was sind berufsständische Versorgungswerke?
-   Wie die Beiträge steuerlich behandelt werden
-   Wie die Renten steuerlich behandelt werden
-   Wie Kapitalzahlungen besteuert werden
-   Öffnungsklausel: Ertragsanteilsbesteuerung bei hohen Beiträgen
-   Öffnungsklausel: Die Höchstbeiträge in der Rentenversicherung
Wer aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr oder nur eingeschränkt arbeiten kann, bekommt von der gesetzlichen Rentenversicherung oder einer privaten Berufsunfähigkeitsversicherung unter bestimmten Voraussetzungen eine Rente. Berufs- und Erwerbsunfähigkeitsrenten sowie Erwerbsminderungsrenten werden seit 2005 unterschiedlich versteuert, je nachdem, ob sie aus der gesetzlichen Rentenversicherung oder aus einer privaten Berufsunfähigkeitsversicherung stammen.
Inhalt:
-   Besteuerung nach neuem Recht ab 2005
-   Drastische Besteuerung bei Erwerbsminderungsrenten verfassungsgemäß
-   Rentenabschläge vor dem 60. Lebensjahr verfassungsgemäß
-   Rente wegen Erwerbsminderung (Rentenbeginn ab 2001)
-   Rente wegen Berufs- oder Erwerbsunfähigkeit (Rentenbeginn vor 2001)
-   Rente mit 67: Erhöhung des Referenzalters ab 2012
-   Verlängerung der Zurechnungszeit ab 1.7.2014
-   Rückwirkende Bewilligung einer Erwerbsminderungsrente
-   Riester-Förderung auch bei voller Erwerbsminderung
-   Hinzuverdienstgrenzen bei Bezug einer Erwerbsminderungsrente
-   Fortbestand der Beschäftigung mit Erwerbsminderungsrente
Wenn ein Ehepartner stirbt, hat der andere einen Anspruch auf die Witwen- oder Witwerrente. Diese Rente hat die Funktion eines Unterhaltsersatzes oder eines Unterhaltszuschusses und soll so die finanziellen Einbußen der Hinterbliebenen abmildern. Zu unterscheiden ist zwischen der kleinen und der großen Witwen- bzw. Witwerrente. Hier erfahren Sie wissenswerte Einzelheiten zu dieser Hinterbliebenenrente.
Inhalt:
-   Witwen- oder Witwerrente
-   Witwen- oder Witwerrente nach dem vorletzten Ehegatten
-   Witwen- oder Witwerrente an den geschiedenen Ehegatten
-   Witwen- oder Witwerrente in eingetragener Lebenspartnerschaft
-   Witwen- oder Witwerrente im Sterbevierteljahr
-   Abfindung der Witwen- oder Witwerrente wegen Wiederheirat
-   Anrechnung eigenen Einkommens
-   Rentensplitting
Wenn Vater, Mutter oder beide Eltern sterben, ist dies für Kinder und Jugendliche ein schwerer Schicksalsschlag. Um sie in dieser Situation finanziell zu unterstützen, gibt es die Waisenrente. Die Waisenrente wird als Halbwaisenrente oder als Vollwaisenrente gewährt.
Viele Geschiedene mit minderjährigen Kindern wissen nicht, dass sie nach dem Tode des Ex-Gatten Anspruch auf eine spezielle Rente haben: Die Erziehungsrente. Diese Rentenart ist ein Mauerblümchen unter den gesetzlichen Renten, weithin unbekannt und doch im Bedarfsfall so hilfreich. Sie soll vor allem geschiedenen Frauen, die Kinder großziehen, nach dem Tod des ehemaligen Ehepartners die wegfallenden Unterhaltszahlungen ausgleichen.
Inhalt:
-   Wer hat Anspruch auf die Erziehungsrente?
-   Wie hoch ist die Erziehungsrente?
-   Wie wird die Erziehungsrente steuerlich behandelt?
-   Wie wird eigenes Einkommen angerechnet?
-   Ausschluss nichtehelicher Kinder verfassungswidrig?
Wer vor Erreichen der Regelaltersgrenze eine Altersrente aus der gesetzlichen Rentenversicherung in Anspruch nehmen will, muss Rentenabschläge in Kauf nehmen. Gleichwohl treten mehr als die Hälfte aller Neurentner eines Jahres vorzeitig in den Ruhestand. Für sie besteht die Möglichkeit, die Rentenkürzung durch eine freiwillige Kapitalzahlung auszugleichen. Doch die Frage ist: Lohnt sich das?
Inhalt:
-   Rentenabschläge bei vorzeitigem Rentenbeginn
-   Eigene Beitragszahlung zum Ausgleich der Rentenminderung
-   Beitragszahlung durch den Arbeitgeber
Die Altersrente wegen Arbeitslosigkeit oder nach Altersteilzeitarbeit kann bereits vor dem 65. Lebensjahr in Anspruch genommen werden, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind. Ab 2006 wird jedoch das frühestmögliche Renteneintrittsalter von bisher 60 Jahren schrittweise auf 63 Jahre angehoben.
Inhalt:
-   Voraussetzungen für die vorgezogene Altersrente
-   Änderungen des Renteneintrittsalters ab 2006
-   Künftige Möglichkeiten der vorzeitigen Inanspruchnahme von Altersrenten
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Wie predigte der damalige Bundesarbeitsminister Norbert Blüm noch bis 1998 unermüdlich? "Denn eins ist sicher: die Rente!" Vorausgesetzt, die Geburtenzahlen stimmen, die Löhne steigen, und es gibt genug Arbeit für alle. Das Dumme ist nur, dass genau diese Bedingungen seit langem nicht mehr zutreffen. Hier erfahren Sie einiges zu den Hintergründen, wie und warum die Rente "dahinsiecht".
Inhalt:
-   Das Dilemma der gesetzlichen Rentenversicherung
-   Nullrunden und Rentenanpassungen für Rentner
-   Was sind die Gründe für die Nullrunden bei der Rente?
-   Schutzklausel verhindert Rentenkürzungen
-   Ausgleichsbedarf, Ausgleichsfaktor und Anpassungsfaktor
-   Niveausicherungsklausel sichert ein Mindestniveau
-   Renteneinbuße für Akademiker durch Streichung von Ausbildungszeiten
-   Renteneinbuße durch Bezug von Arbeitslosengeld II
-   Renteneinbuße durch höhere Besteuerung der Renten ab 2005
-   Renteneinbuße durch Kaufkraftverlust
-   Renteneinbuße durch Förderung der betrieblichen Altersvorsorge
-   Weitere Maßnahmen mit Einbußen bei der Rente
Renten aus der gesetzlichen Rentenversicherung müssen seit 2005 zu 50 % und mehr und ab 2040 sogar in voller Höhe versteuert werden. Und das, obwohl die Beiträge häufig aus versteuertem Einkommen geleistet wurden. Die Frage ist daher, ob die neue Rentenbesteuerung zu einer Doppelbesteuerung führt, die verfassungswidrig sein müsste. Doch der Bundesfinanzhof bleibt dabei: Verfassungsmäßig in Ordnung.
Renten aus der gesetzlichen Rentenversicherung, aus berufsständischen Versorgungswerken und aus der Basis-Rentenversicherung (sog. Rürup-Rente) müssen ab 2005 in zunehmendem Maße und ab 2040 in voller Höhe versteuert werden. Die Beiträge werden allerdings nur begrenzt als Sonderausgaben anerkannt. Die Frage ist, ob die Beiträge in unbegrenzter Höhe als vorab entstandene Werbungskosten absetzbar sind. Der Bundesfinanzhof vermag keine verfassungsrechtlichen Bedenken zu erkennen, doch nun ist das Bundesverfassungsgericht gefragt.


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EIN SPRUCH

"Als ich jung war, glaubte ich, Geld sei das Wichtigste im Leben. Jetzt, wo ich alt bin, weiß ich, dass es das Wichtigste ist."
(Thomas von Aquin, 1225-1274, Theologe)
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"Wer mehr als die gesetzliche Rente haben will, der kann Lotto oder Balaleika spielen - oder eine Riester- oder Betriebsrente abschließen."
(Franz Müntefering, als Arbeits- und Sozialminister im Jahre 2007)
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