VERDIENST: Minijobs, Midijobs, Aushilfsjobs


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Die Regelungen zur geringfügigen Beschäftigung (Minijobs) sind in ihrer Gesamtheit alles andere als einfach. Aber für Arbeitnehmer sind Minijobs leicht zu verstehen: Damit können sie unkompliziert etwas hinzuverdienen, ohne dafür Steuern und Sozialabgaben bezahlen zu müssen. Die folgenden Erläuterungen sollen Ihnen helfen, die Spielregeln für Minijobs besser zu verstehen und zu Ihrem Vorteil zu nutzen.
Inhalt:
-   Geringfügige Beschäftigung im gewerblichen Bereich
-   Geringfügige Beschäftigung im Haushaltsbereich
-   Rentenversicherungspflicht mit Befreiungsmöglichkeit
-   Pauschalbeitrag zur Krankenversicherung
-   Ausüben mehrerer Beschäftigungen
-   Besteuerung der geringfügigen Beschäftigung
-   Minijob beim selben Arbeitgeber der Hauptbeschäftigung
-   Was der Arbeitgeber beachten muss
Bei der geringfügigen Beschäftigung geht es zwar nur um "kleines" Geld, doch die Regelungen dazu sind eine wahre Wissenschaft geworden. Hier erfahren Sie weitere Einzelheiten und Besonderheiten.
Inhalt:
-   Überschreiten der Arbeitslohngrenze
-   Aufstockungsoption beim Arbeitnehmer
-   Erhöhte Einkommensgrenze bei Familienversicherung
-   Besonderheiten bei Arbeitslosen
-   Besonderheiten bei Übungsleitern, Ausbildern, Erziehern usw.
-   Besonderheiten bei Studenten und Praktikanten
-   Besonderheiten bei Rentnern
-   Besonderheiten bei Beamten
-   Besonderheiten bei Auszubildenden
-   Sozialversicherungsausweis bei geringfügig Beschäftigten
-   Gehaltsumwandlung zur betrieblichen Altersvorsorge
-   Die Minijobrente für Minijobber
-   Abfindungen bei Minijobbern definitiv steuerpflichtig
-   Flexible Arbeitszeitregelungen, Wertguthabenvereinbarungen
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Zum 1.1.2013 wurde bei Minijobs die bisherige "Rentenversicherungsfreiheit mit Aufstockungsoption" umgewandelt in eine "Rentenversicherungspflicht mit Befreiungsmöglichkeit". Das bedeutet: Grundsätzlich ist nun jeder Minijobber von vornherein in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversichert, kann sich aber auf Antrag davon befreien lassen.
Inhalt:
-   Rentenversicherungspflicht ab 2013
-   Wie hoch ist der Arbeitnehmeranteil zur Rentenversicherung?
-   Vorteile der Rentenversicherung für Minijobber
-   Befreiung von der Rentenversicherungspflicht
-   Hoher Bürokratieaufwand für alle Beteiligten
-   Bestandsschutz- und Übergangsregelungen
-   Wie die Entgeltpunkte für die Rente ermittelt werden
-   Pauschalbeitrag und Eigenanteil als Vorsorgeaufwendungen absetzbar?
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Bei Beschäftigung einer Haushaltshilfe mit einem Verdienst unter 450 EUR gibt es für den Privathaushalt als Arbeitgeber eine wesentliche Erleichterung: Zur Anmeldung und Beitragszahlung kann - und muss! - der Arbeitgeber den sog. Haushaltsscheck verwenden. Hier erfahren Sie, wie das Haushaltsscheckverfahren funktioniert.
Inhalt:
-   Was ist der Haushaltsscheck?
-   Problem: Wenn die Haushaltshilfe weitere Beschäftigungen ausübt
-   Welche Angaben enthält der Haushaltsscheck?
-   Welche Beiträge werden über den Haushaltsscheck abgerechnet?
-   Umlagen nach dem Aufwendungsausgleichsgesetz
-   Beitrag zur gesetzlichen Unfallversicherung
-   Aufstockung des pauschalen Rentenversicherungsbeitrages
-   Welche Arbeitgeberpflichten haben Sie?
Bei geringfügiger Beschäftigung mit einem Monatsverdienst unter 450 EUR (Minijob) muss der Arbeitgeber Pauschalbeiträge an die Minijobzentrale abführen, u. a. zur gesetzlichen Rentenversicherung in Höhe von 15 % im gewerblichen Bereich und 5 % im Haushaltsbereich. Hier erfahren Sie, ob und wie die Beiträge als Vorsorgeaufwendungen berücksichtigt werden.
Inhalt:
-   Wie Altersvorsorgeaufwendungen berücksichtigt werden
-   Regelung bei geringfügiger Beschäftigung bis 2007
-   Regelung bei geringfügiger Beschäftigung ab 2008
-   Regelung bei weiterbeschäftigten Rentnern und Pensionären
Arbeitgeber, auch Privathaushalte, sind verpflichtet, den Lohn ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Krankheitsfall und bei Mutterschaft weiter zu zahlen. Das stellt vor allem für kleine Betriebe und Privathaushalte oftmals erhebliche Belastungen dar. Diese Belastungen werden jedoch über das Ausgleichsverfahren - die sog. Arbeitgeberversicherung - verringert. Dazu müssen Arbeitgeber die Umlagen U1 und U2 an die Minijobzentrale abführen.
Viele Ruheständler üben noch einen Minijob aus, um so ihre Rente aufzubessern oder um sich die Zeit zu vertreiben. Denn Sie können ab 2013 immerhin bis zu 450 Euro im Monat brutto für netto hinzuverdienen. Damit Sie von diesem Geld tatsächlich nichts an das Finanzamt abgeben müssen, sollten Sie dem Arbeitgeber Ihre Lohnsteuerabzugsmerkmale nicht freigeben - auch wenn der Arbeitgeber dies verlangt.
Wer eine geringfügige Beschäftigung mit einem Monatsverdienst unter 450 Euro ausübt, ist seit 2013 grundsätzlich in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversichert und hat deshalb auch Anspruch auf die staatliche Förderung bei der privaten Altersvorsorge (sog. Riester-Förderung). Hier erfahren Sie, wie Sie mit geringen Beiträgen eine stattliche Staatszulage bekommen können.
Bei geringfügiger Beschäftigung muss der Arbeitgeber stets die Pauschalabgabe zur Renten- und Krankenversicherung abführen. Dies gilt auch für Minijobber, die in der gesetzlichen Krankenversicherung freiwillig versichert sind. Die Frage ist, ob dann für diesen Mini-Verdienst auch noch eigene Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung zu zahlen sind. Die Antwort wird Sie freuen.
Es kommt häufig vor, dass Minijobber einen weiteren Minijob bei einem anderen Arbeitgeber ausüben, ohne dass beide Arbeitgeber davon Kenntnis haben. Wenn dann die Verdienstgrenze von 450 EUR im Monat überschritten wird, liegt keine "geringfügige Beschäftigung" mehr vor. Die Folge: Jeder Arbeitgeber muss "normale" Sozialabgaben abführen.
Als Arbeitgeber haben Sie eine Fülle von Arbeitgeberpflichten und eine ganze Reihe von bürokratischen Vorschriften zu beachten. Das gilt auch für geringfügige und kurzfristige Beschäftigungsverhältnisse und sogar für die Beschäftigung einer Haushaltshilfe.
Inhalt:
-   Arbeitgeberpflichten zum Arbeitsrecht
-   Arbeitgeberpflichten zum Sozialversicherungsrecht
-   Arbeitgeberpflichten zum Steuerrecht
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Ein Midijob ist ein Beschäftigungsverhältnis mit einem Monatsverdienst zwischen 450 und 850 EUR. Wegen Überschreitens der Minijob-Grenze von 450 EUR besteht Versicherungspflicht in der Renten-, Arbeitslosen-, Kranken- und Pflegeversicherung. Doch in dieser sog. Gleitzone werden die Sozialabgaben nach einer besonderen Berechnungsformel ermittelt, nämlich von einer ermäßigten Bemessungsgrundlage. Diese Vergünstigung hat aber auch wieder ihren Preis: Sie ist sehr kompliziert zu berechnen.
Inhalt:
-   Welche Sonderregelung gilt für die Gleitzone?
-   Wie die ermäßigte Bemessungsgrundlage ermittelt wird
-   Welche Sozialabgaben Arbeitgeber und Arbeitnehmer zahlen müssen
-   Wenn mehrere Beschäftigungen ausgeübt werden
-   Wie der Midi-Job besteuert wird
-   Aufstockungsoption für den Arbeitnehmer
-   Umlagen nach dem Aufwendungsausgleichsgesetz
-   Steuervorteil für Midi-Jobs in Privathaushalten
-   Gehaltsumwandlung für eine betriebliche Altersversorgung
-   Gesetzliche Grundlagen
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Beliebt sind Aushilfstätigkeiten, wie Saisonarbeit, Erntehilfe, Urlaubs- oder Krankheitsvertretung, Ferienjob. Der große Vorteil liegt darin, dass in dieser kurzen Zeit beliebig viel Geld verdient werden darf, ohne Sozialabgaben bezahlen zu müssen.
Inhalt:
-   Was ist eine kurzfristige Beschäftigung?
-   Wenn Sie mehrere kurzfristige Beschäftigungen ausüben
-   Kurzfristige Beschäftigung neben anderer Tätigkeit
-   Pauschalbesteuerung bei kurzfristiger Beschäftigung
-   Pauschalbesteuerung bei Aushilfstätigkeit in der Land- und Forstwirtschaft
-   Individualbesteuerung nach Lohnsteuerkarte
-   Kurzfristige Beschäftigung bei Arbeitslosen
-   Was der Arbeitgeber beachten muss
Von der Geringfügigkeitsgrenze in Höhe von 450 EUR zu unterscheiden ist die sog. "Geringverdienergrenze", die 325 EUR beträgt und nur bei Auszubildenden zur Anwendung kommt. Hier erfahren Sie, welche Bedeutung und Auswirkungen diese Grenze hat.
In einem zweiten Beschäftigungsverhältnis mit Steuerklasse VI schlägt die Steuer rigoros zu: Schon ab dem ersten Euro wird Lohnsteuer fällig. Doch dies können Sie ändern: Nutzen Sie die verbleibenden Pausch- und Freibeträge aus dem ersten Beschäftigungsverhältnis beim zweiten Beschäftigungsverhältnis, indem Sie sich beim Finanzamt einen Freibetrag in Ihren ELStAM eintragen lassen.
Inhalt:
-   Für wen kommt die Vergünstigung in Betracht?
-   Wie der Freibetrag für die Zweitbeschäftigung ermittelt wird
-   Wie Sie den Freibetrag eintragen lassen
-   Wie sich Freibetrag und Hinzurechnungsbetrag auswirken

AKTUELL


EIN SPRUCH

"Abgesehen davon ist das Steuerrecht so unübersichtlich und kompliziert und von so vielen Sonderregelungen bestimmt, dass es immer schwieriger wird, Grundzüge eines Gesetzes festzustellen."
(FG Berlin vom 18.3.1986, EFG 1987 S. 114)
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