KAPITALERTRÄGE: Geldanlagen


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Die Besteuerung von Investmentanlagen ist nicht einfach, sondern mittlerweile derart kompliziert und verwaltungsaufwendig, dass sie - so das Eingeständnis des Gesetzgebers - kaum mehr praktikabel ist. Deshalb sollen die Steuerregeln künftig deutlich einfacher werden. Das "Gesetz zur Reform der Investmentbesteuerung" (Investmentsteuerreformgesetz – InvStRefG) vom 19.7.2016 tritt am 1.1.2018 in Kraft. Für Anleger von Publikumsfonds kann es im Einzelfall zu steuerlichen Mehrbelastungen kommen.
Inhalt:
-   Neue Steuerregeln für Publikum-Investmentfonds
-   Wie die Besteuerung beim Anleger erfolgt
-   Übergangsregelungen für Alt-Investmentanteile
-   Teilfreistellung bei fondsgebundenen Lebensversicherungen
-   Ausschluss der Steuervermeidung mittels Bond-Stripping
-   Ausschluss der Steuervermeidung mittels Cum/Cum-Geschäften
-   Vermeidung der Pauschalbesteuerung bei intransparenten Auslandsfonds
-   Weniger Ärger mit thesaurierenden Auslandsfonds
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"Gold und Silber lieb ich sehr…" Seit Tausenden von Jahren fasziniert der Glanz des Goldes die Menschen, nicht nur als Schmuck, sondern auch als Wertaufbewahrungsmittel. Besonders in Zeiten von Wirtschafts- und Finanzkrisen sind die glänzenden Metalle ein beliebtes Mittel, um das finanzielle Eigentum zu sichern und vor Inflation zu schützen. Hier erfahren Sie, wie es um die steuerliche Behandlung von Gold und Silber steht.
Inhalt:
-   Physisches Gold: Goldbarren und Goldmünzen
-   Tresorgold: Anleihen mit Lieferanspruch auf Gold (XETRA-Gold)
-   Papiergold: Goldaktien, Goldfonds und Goldzertifikate
-   Umsatzsteuer
-   Erbschaft- und Schenkungsteuer
-   Vermögensteuer
-   Mitnahme von Gold bei Reisen ins Ausland oder aus dem Ausland
-   Steuergestaltungsmodell mit An- und Verkauf von Gold im Ausland
Im März 2012 haben die Gläubiger Griechenlands auf Forderungen von rund 105 Mrd. Euro verzichtet - teilweise gezwungenermaßen freiwillig, teilweise zwangsweise. Der Forderungsverzicht bzw. Schuldenerlass beträgt 53,5% des investierten Geldes. Über den verbleibenden Betrag bekommen die Anleger neue Zinspapiere. Hier erfahren Sie, wie der Anleihetausch steuerlich behandelt wird und wie Sie das Finanzamt an den Verlusten beteiligen können.
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Zu den Zinsanlagen gehören Kapitalforderungen jeder Art, z. B. Guthaben und Einlagen bei Banken und Bausparkassen, Schuldverschreibungen (Anleihen, Pfandbriefe, Obligationen), Gewinnobligationen, Genussscheine als Renditepapier, Zertifikate sowie Finanzinnovationen. Ohne Unterschied unterliegen alle Erträge aus Zinsanlagen ab 2009 der Abgeltungsteuer.
Inhalt:
-   Zinsen
-   Stückzinsen
-   Zertifikate
-   Finanzinnovationen
-   Zerobonds
-   Floater, Reverse-Floater, Down-Rating-Anleihen
-   Wandelanleihen
-   Optionsanleihen
-   Aktienanleihen
-   Umtauschanleihen
-   Discount-Zertifikate (Vollrisiko-Zertifikate)
-   Niedrigverzinsliche Anleihen
-   Anleihen mit Erwerb unter oder über Nennwert
-   Genussscheine
-   Gewinnobligationen
-   Bausparen
-   Kapitalanlagen in Fremdwährung
-   Kapitalanlagen im Ausland
-   Tafelpapiere
-   Konten von losen Personengruppen
-   Schadensersatzleistungen
-   Zinsen auf Steuererstattungen
-   Anleihen von supranationalen Organisationen
-   Weitere Anlagen
Wer seinen Steuerbescheid später als 15 Monate nach dem Steuerjahr erhält, bekommt einerseits auf eine Steuererstattung zusätzlich Zinsen (sog. Erstattungszinsen), muss andererseits bei einer Steuernachzahlung zusätzlich Zinsen zahlen (sog. Nachzahlungszinsen). Und zwar jeweils 0,5 % je vollen Monat. Das ist die sog. Vollverzinsung (§ 233a AO).
Beim Geld hört bekanntlich die Freundschaft auf. Dennoch kommt es häufig vor, dass Angehörige einander Darlehen gewähren - manchmal unverzinslich, meistens jedoch zu einem günstigeren oder gar marktüblichen Zinssatz. Die vereinnahmten Zinsen sind steuerpflichtig. Hier erfahren Sie, wie die Zinsen aus einem Darlehen an nahestehende Personen zu versteuern sind und was genau nahestehende Personen sind.
Der Tod ist nicht billig, denn er kostet das Leben. Und die Grabpflege für viele Jahre hat auch ihren Preis. Um die Dauerpflege des Grabes nach dem Tod sicherzustellen, treffen viele ältere Menschen bereits zu Lebzeiten entsprechende Vorsorge und richten ein Grabpflegekonto ein. Werden dabei bestimmte Bedingungen beachtet, gibt's steuerliche Vergünstigungen.
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Zu den Beteiligungen gehören Aktien, GmbH-Anteile, Genossenschaftsanteile sowie Genussscheine als Dividendenpapier. Bei Beteiligungen im Privatvermögen fallen das bisherige Halbeinkünfteverfahren für Dividenden und Veräußerungsgewinne sowie die Steuerfreiheit nach Ablauf der Spekulationsfrist weg, sodass nun laufende Erträge und Veräußerungsgewinne unterschiedslos der Abgeltungsteuer unterliegen.
Inhalt:
-   Dividenden
-   Veräußerungsgewinne und -verluste
-   Aufwendungen
-   Staffelkäufe von Aktien
-   Verrechnung von Altverlusten
-   Wesentliche Beteiligungen
-   Unternehmerische Beteiligung im Privatvermögen
-   Aktien und GmbH-Anteile im Betriebsvermögen
-   Ausländische Aktien im Depot in Deutschland
-   REIT-Aktien
-   Berichtigungsaktien (Gratisaktien)
-   Treue- oder Bonusaktien
-   Bezugsrechte und junge Aktien
-   Aktiensplit
-   Aktientausch
-   Arbeitnehmer-Aktienoptionen (stock options)
-   Belegschaftsaktien und Genossenschaftsanteile
-   Abfindung von Minderheitsaktionären (Squeeze-out)
-   Genussscheine
-   Spin-Off-Dividenden
-   Aktienderivate: ADRs und GDRs
-   Verkauf und anschließender Wiederkauf gleichartiger Wertpapiere
-   Streubesitzdividenden
Die Hapimag AG als ein im Jahre 1963 gegründetes Unternehmen mit Sitz in der Schweiz ist ein Anbieter von Ferienwohnrechten (Ferienhäuser und Ferienapartments) in 16 Ländern. Das Geschäftsmodell der Hapimag sieht den Verkauf eigener Aktien vor, wobei die Aktionäre keine Dividende, sondern Wohnrechtspunkte erhalten.
Mit Leerverkäufen wetten Spekulanten und Anleger auf fallende Kurse. Sie verkaufen Aktien, die sie gar nicht besitzen. Sie setzen darauf, dass die Papiere im Kurs fallen und sie diese später zu einem günstigeren Preis einkaufen können. Gewinn ist dann der Unterschiedsbetrag zwischen dem Leerverkauf und dem nachfolgendem Eindeckungsgeschäft. Was Sie hierzu wissen sollten.
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Erträge aus Investmentfonds sind ab 2009 von verschiedenen Änderungen betroffen. Grundsätzlich wird das bisherige Fondsprivileg für Privatanleger - die Steuerfreiheit ausgeschütteter Gewinne aus Veräußerungen von Wertpapieren, Termingeschäften und Bezugsrechten - nicht mehr fortgeführt. Alle Erträge unterliegen nun der Abgeltungsteuer. Gleichwohl sind gerade Investmentfonds steuerlich kompliziert, weil dem Anleger oft nicht ersichtlich ist, was wo wie besteuert werden muss.
Inhalt:
-  
Ausschüttende Fonds
-   Thesaurierende Fonds
-   Offene Immobilienfonds
-   Fondssparpläne
-   Dachfonds
-   Steueroptimierte Geldmarktfonds
-   Spezialfonds, insbesondere luxemburger Herkunft
-   Strafbesteuerung bei Fonds
-   Fonds als Riester- oder Rürup-Vertrag
-   Fondsgebundene Kapitallebens- und Rentenversicherungen
-   Geschlossene Immobilienfonds
-   Schiffsfonds
-   Leasing-Fonds
-   Containerfonds
-   Übersicht zur Besteuerung von Investmenterträgen
Es gibt Investmentfonds, die ihre Erträge nicht jährlich an die Anleger ausschütten, sondern sie gleich wieder reinvestieren. Bei solchen "thesaurierenden Fonds" gelten die sog. ausschüttungsgleichen Erträge mit Ablauf des Kalenderjahres, in dem sie vom Fonds vereinnahmt werden, als fiktiv zugeflossen und müssen vom Anleger jährlich versteuert werden. Probleme aber gibt es bei Verkauf oder Rückgabe der Fondsanteile. Und bei Auslandsfonds heißt es: Besonders aufpassen!
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Bei Lebensversicherungen ist zwischen Alt- und Neuverträgen zu unterscheiden. Bei Neuverträgen wiederum ist zu differenzieren nach Fälligkeit vor oder nach dem 60. Lebensjahr. In diesen beiden Fällen wird Kapitalertragsteuer einbehalten, doch im letzten Fall hat sie keine abgeltende Wirkung. Hier erfahren Sie, wie Lebensversicherungen in ihren verschiedensten Gestaltungen steuerlich behandelt werden.
Inhalt:
-   Neue Kapitallebensversicherung: Auszahlung vor dem 60. Lebensjahr
-   Neue Kapitallebensversicherung: Auszahlung nach dem 60. Lebensjahr
-   Alte Lebensversicherungen mit Vertragsabschluss vor 2005
-   Kündigung einer Lebensversicherung
-   Verkauf einer Lebensversicherung
-   Entgeltlicher Erwerb einer Lebensversicherung
-   Steuervergünstigung für Beitragszahlungen
-   Lebensversicherungen mit Beitragsdepot
-   Risikoversicherungen
-   Private Rentenversicherungen
-   Fondsgebundene Lebens- und Rentenversicherungen
-   Riester-Verträge
-   Rürup-Verträge
-   Lebensversicherungen als Direktversicherung
-   Ausländische Lebensversicherungen
-   Lebensversicherungen mit individueller Vermögensverwaltung
-   Versicherungsmodelle gegen fremdfinanzierten Einmalbetrag
-   Lebensversicherung bei Vermietung und Verpachtung
-   Fonds mit gebrauchten Lebensversicherungen
-   Policendarlehen
-   Lebensversicherung in der Elternzeit
-   Steuerliche Auswirkungen von Vertragsänderungen
-   Berücksichtigung von Abschluss- und Vermittlungskosten
-   Absenkung des Garantiezinses
-   Anhebung der Altersgrenze bei Neuverträgen
-   Einführung von Unisex-Tarifen
Die anhaltenden Niedrigzinsen erschweren es den Lebensversicherungsunternehmen, die garantierten Zinsen und möglichst auch noch eine Überschussbeteiligung zu erwirtschaften. Gleichzeitig steigen wegen des niedrigen Zinsniveaus die Kurse von Wertpapieren, sodass hohe Bewertungsreserven entstehen, die zur Hälfte an ausscheidende Kunden auszuzahlen sind. Ein Dilemma, das mit dem "Lebensversicherungsreformgesetz" 2014 gelöst werden soll. Betroffen sind aber nicht nur die Versicherungsnehmer, sondern auch die Versicherungsunternehmen und ihre Anteilseigner.
Zu den Lebensversicherungen werden auch Rentenversicherungen gerechnet. Für die Besteuerung hängt es von der Art und Ausgestaltung des Versicherungsvertrages ab, ob die Rentenzahlungen tatsächlich mit dem günstigen Ertragsanteil als "sonstige Einkünfte" oder mit dem Unterschiedsbetrag nach § 20 Abs. 1 Nr. 6 EStG als Kapitalertrag zu versteuern sind.
Inhalt:
-   Rentenversicherung ohne Kapitalwahlrecht
-   Rentenversicherung mit Kapitalwahlrecht: Rentenzahlung
-   Rentenversicherung mit Kapitalwahlrecht: Kapitalauszahlung
-   Risikoversicherung mit Rentenzahlung
-   Kapitallebensversicherung mit Rentenwahlrecht
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Termin- und Optionsgeschäfte sind Geschäfte, bei denen Vertragsabschluss und Vertragserfüllung zeitlich auseinander liegen. Optionsprämien und Gewinne gehören ab 2009 nicht mehr zu den 'sonstigen Einkünften', sondern zu den Kapitaleinkünften und unterliegen der Abgeltungsteuer.
Inhalt:
-   Optionsprämien (Stillhalterprämien)
-   Altverluste aus Stillhaltergeschäften
-   Gewinne aus Termingeschäften
-   Optionsgeschäfte
-   Futures und Forwards
-   Devisentermingeschäfte
-   Zinsbegrenzungsvereinbarungen
-   Zinsswaps und Aktienswaps
-   Contract for Difference
-   Verfall von Optionsrechten
Mit Optionen und Optionsscheinen lassen sich mit geringem Einsatz hohe Gewinne erzielen. Gerade in Zeiten stark schwankender Aktienkurse können Anleger auch an fallenden oder seitwärts bewegenden Aktienkursen Geld verdienen.
Inhalt:
-   Was sind Optionsgeschäfte?
-   Kauf einer Kaufoption (long call)
-   Kauf einer Verkaufsoption (long put)
-   Verkauf einer Kaufoption (short call)
-   Verkauf einer Verkaufsoption (short put)
-   Kombinationsgeschäfte
-   Optionsanleihen
Außer Zinsanlagen, Beteiligungen, Investmentfonds und Lebensversicherungen gibt es noch weitere Fälle, in denen sich Fragen nach der Abgeltungsteuer stellen.
Inhalt:
-   Stille Beteiligungen und partiarische Darlehen
-   Hypotheken und Grundschulden
-   Erträge aus Anteilen an nicht steuerbefreiten Körperschaften
-   Betriebliche Altersvorsorge
-   Immobilien
-   Goldmünzen, Goldbarren, Xetra-Gold
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Die meisten Arbeitgeber geben jeden Monat ein paar Mark extra, und der Staat legt meist noch was drauf: Mit vermögenswirksamen Leistungen und der Arbeitnehmer-Sparzulage sollen Sie als Arbeitnehmer nämlich Vermögen bilden können. Wenn Sie es geschickt anstellen, kommen Sie dabei in den Genuss einer zweifachen und sogar dreifachen staatlichen Förderung.
Inhalt:
-   Wer erhält vermögenswirksame Leistungen?
-   Wer bekommt die Arbeitnehmer-Sparzulage?
-   Wie hoch ist die Arbeitnehmer-Sparzulage?
-   Welche Anlagemöglichkeiten sind begünstigt?
-   Wann dürfen Sie über Ihre Anlage verfügen?
-   Wie erhalten Sie die Arbeitnehmer-Sparzulage?
-   Was Sie bei der Verwendung zum Wohnungsbau direkt wissen sollten
Für das Bausparen gibt es mittlerweise drei verschiedene staatliche Förderungen: Überweist der Arbeitgeber vermögenswirksame Leistungen - auch aus eigenem Gehalt - auf einen Bausparvertrag, erhalten Sie dafür die Arbeitnehmer-Sparzulage. Zahlen Sie eigene Beiträge selber auf den Bausparvertrag ein, können Sie die Wohnungsbauprämie bekommen. Und zum dritten können Sie seit 2008 für eigene Beiträge in einen zertifizierten Bausparvertrag wahlweise auch die Riester-Förderung beanspruchen.
Inhalt:
-   Wie Bausparen staatlich gefördert wird
-   Wie hoch ist die Wohnungsbauprämie?
-   Wer kann die Wohnungsbauprämie beanspruchen?
-   Was bei der Verwendung von Bausparverträgen zu beachten ist
-   Was alles wohnwirtschaftliche Zwecke sind
-   Wie die Wohnungsbauprämie beantragt wird
-   Andere Anlageformen mit Wohnungsbauprämie
-   Steuerliche Behandlung
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Neben Immobilienfonds gibt es nun eine neue Form der indirekten Immobilienanlage: die Beteiligung an Real Estate Investment Trusts (REITs). Dies sind Immobilien-Aktiengesellschaften, die steuerlich begünstigt sind und strengen Auflagen unterliegen. Die Gewinne der REIT-AG werden nicht auf Unternehmensebene besteuert, sondern erst bei Ausschüttung an die Anleger. Geregelt sind die REITs und die steuerlichen Vorschriften im "Gesetz zur Schaffung deutscher Immobilien-Aktiengesellschaften mit börsennotierten Anteilen" (REIT-Gesetz).
Inhalt:
-   Was sind REITs?
-   Besteuerung beim Anleger
-   Steuerbefreiung auf Unternehmensebene
Handelsschiffe im internationalen Verkehr können von der günstigen Tonnagebesteuerung profitieren. Ebenfalls profitieren davon die beteiligten Anleger. Beim Wechsel eines Schiffes von der normalen Gewinnermittlung zur Tonnagebesteuerung müssen die stillen Reserven des Schiffes aufgedeckt werden. Hierzu wird ein sog. Unterschiedsbetrag ermittelt und festgeschrieben. Bei Veräußerung des Schiffes oder der Beteiligung muss der anteilige Unterschiedsbetrag vom Anleger versteuert werden.
Inhalt:
-   Tonnagesteuer
-   Steuerlicher Unterschiedsbetrag
-   Lohnsteuer für Seeleute
-   Der Tonnagesteuererlass
Eine neue Form der Kapitalanlage sind seit einigen Jahren geschlossene Fonds, die in amerikanische "gebrauchte" Lebensversicherungen investieren. Sie erwerben Risikolebensversicherungen und Kapitallebensversicherungen, die von den Versicherten aus unterschiedlichen Gründen, z. B. wegen finanzieller Engpässe, Krankheit oder Wegfalls des Versorgungsbedarfs, nicht bis zum Ende durchgehalten und deshalb verkauft werden. Den Anlegern machte die Finanzverwaltung einen Strich durch die Rechnung, doch jetzt gibt es eine erfreuliche Wende.
Im Fall der Treuhandbeteiligung hatte die Finanzverwaltung im Jahre 2005 die Besteuerung bei Übertragung der Anteile durch Schenkung oder Erbschaft drastisch verschärft: Der Herausgabeanspruch musste mit dem anteiligen Marktwert - statt mit dem wesentlich geringeren Steuerwert - versteuert werden. Für gewerblich geprägte Fonds fielen die erheblichen Steuervergünstigungen weg. Dieser Treuhand-Erlass wurde jetzt kurzerhand aufgehoben.
Junge innovative Unternehmen sollen bei der Suche nach einem Kapitalgeber unterstützt und private Investoren - insbesondere Business Angels - angeregt werden, Wagniskapital für diese Unternehmen zur Verfügung zu stellen. Deshalb sind nun Zuschüsse für Wagniskapital steuerfrei gestellt. Bei Wagniskapitalfonds gibt es besondere Regelungen zur steuerlichen Behandlung des Carried Interest.
Seit den 90er Jahren werden Versicherungsmodelle zur ergänzenden Altersversorgung angeboten, die sich durch Bankkredit und Steuerersparnisse angeblich selbst finanzieren. Wesentlicher Bestandteil ist eine Renten- oder Lebensversicherung gegen kreditfinanzierten Einmalbeitrag. Ab 2009 stürzt eine wichtige Säule dieser Modelle ein, denn nach Einführung der Abgeltungsteuer werden Schuldzinsen nicht mehr als Werbungskosten bei den Kapitaleinkünften anerkannt und Verluste aus Kapitalvermögen nicht mehr mit anderen Einkünften verrechnet. Wie der Fiskus die Modelle beurteilt, erläutert ausführlich die OFD Rheinland in einer aktuellen Verfügung.

AKTUELL


FORMULAR


EIN SPRUCH

Nicht jeder, der spart, wird reich, aber fast alle, die nicht sparen, bleiben arm.
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"Geld allein macht nicht glücklich. Es gehören auch Beteiligungen, Gold und Grundstücke dazu."
(Danny Kaye, 1913-1987,
US-Komiker)

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"Watt fott is, is fott!"
(Kölsche Weisheit)
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"Beim Denken ans Vermögen
leidet oft das Denkvermögen."
(Karl Farkas, 1898-1971,
österr. Kabarettist)
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