KIRCHENSTEUER


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Endgültig berechnet und festgesetzt wird die Kirchensteuer im Einkommensteuerbescheid. Wie die Kirchensteuer ermittelt wird und was dabei für Besonderheiten gelten, wird hier im Einzelnen erläutert.
Inhalt:
-   Wie hoch ist die Kirchensteuer?
-   Wie werden Kinder berücksichtigt?
-   Kirchensteuer beim Halbeinkünfte- bzw. Teileinkünfteverfahren
-   Wie wird die Kirchensteuer bei Ehegatten berechnet
-   Kirchensteuer als Sonderausgaben absetzbar
-   Kirchensteuererlass bei außerordentlichen Einkünften
-   Mindestkirchensteuer
-   Kirchgeld
-   Einspruch und Klage wegen Kirchensteuer
Für die Zahlung von Kirchensteuer auf Kapitalerträge besteht die Wahl, ob die Kirchensteuer wie die Abgeltungsteuer ebenfalls an der Quelle einbehalten oder ob sie im Rahmen der Steuerveranlagung festgesetzt werden soll. Soweit die Theorie. In der Praxis machen zahlreiche Anleger von dem Wahlrecht keinen Gebrauch - mit der Folge, dass auf die Kapitalerträge eben keine Kirchensteuer gezahlt wird. Ab 2015 gilt für den Kirchensteuerabzug eine neue Regelung: der automatisierte Einbehalt.
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Auf die Kapitalertragsteuer für Kapitalerträge müssen Kirchenangehörige neben dem Solidaritätszuschlag auch noch Kirchensteuer zahlen. Dabei haben sie die Wahl, ob die Kirchensteuer wie die Abgeltungsteuer ebenfalls an der Quelle einbehalten oder im Rahmen der Steuerveranlagung festgesetzt werden soll. Doch ab 2014 stellen die Banken beim Bundeszentralamt die berühmte Gretchenfrage aus Goethe's Faust: "Wie hast Du's mit der Religion?"
Inhalt:
-   Wie die Kirchensteuer berechnet wird
-   Kirchensteuerabzug an der Quelle 2009 bis 2014: Antrag auf Einbehalt
-   Kirchensteuerabzug an der Quelle ab 2015: Automatisierter Einbehalt
-   Kirchensteuererhebung im Rahmen der Steuerveranlagung
-   Sonderausgabenabzug für Kirchensteuer
Das Bundesverwaltungsgericht hat am 26.9.2012 entschieden, dass man nicht aus der Kirche als Institution austreten kann, keine Kirchensteuern zahlt und dennoch aktives Mitglied der Glaubensgemeinschaft bleiben kann. Der Kirchenaustritt kann nicht auf die "Körperschaft des öffentlichen Rechts" beschränkt werden. Ein reiner "Kirchensteueraustritt" ist also nicht zulässig. Für Katholiken ist seit dem 24.9.2012 ein neues kirchenrechtliches Dekret zum Kirchenaustritt in Deutschland in Kraft.
Zusammen mit der Lohnsteuer muss der Arbeitgeber vom monatlichen Gehalt auch die Kirchensteuer einbehalten und an das Finanzamt abführen, wenn Sie Mitglied einer steuererhebenden Religionsgemeinschaft sind. Dabei können sich allerlei Fragen ergeben.
Inhalt:
-   Wie hoch ist die monatliche Kirchensteuer?
-   Die Eintragungen auf der Lohnsteuerkarte
-   Wie wird Kirchensteuer bei Ehegatten einbehalten?
-   Wie werden Kinder berücksichtigt?
-   Kirchensteuer auf sonstige Bezüge
-   Arbeits- und Wohnort in unterschiedlichen Bundesländern
-   Mindestkirchensteuer
Die tatsächlich gezahlte Kirchensteuer ist im Rahmen der Einkommensteuererklärung als Sonderausgaben abziehbar. Dabei müssen erhaltene Erstattungen im selben Jahr verrechnet werden. Besondere Fragen ergeben sich bei freiwilligen Zahlungen an die Religionsgemeinschaft, bei Kirchenaustritt, bei Kappung usw.
Inhalt:
-   Zahlungen an Religionsgemeinschaften, die Kirchensteuer erheben
-   Zahlungen an Religionsgemeinschaften, die keine Kirchensteuer erheben
-   Zahlungen an Religionsgemeinschaften, die keine Körperschaften des öffentlichen Rechts sind
-   Zahlungen an Religionsgemeinschaften im Ausland
Kirchensteuer müssen Sie zahlen, wenn Sie Mitglied einer steuererhebenden Religionsgemeinschaft sind und Ihren Wohnsitz in Deutschland haben. Hier werden diese beiden Voraussetzungen näher beleuchtet und Fragen geklärt.
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Um eine konfessionsverschiedene Ehe handelt es sich, wenn beide Ehegatten verschiedenen steuererhebenden Religionsgemeinschaften angehören. In diesem Fall sollten Sie wissen, wie die Kirchensteuer berechnet wird und welche besonderen Regelungen es gibt.
Inhalt:
-   Berechnung nach dem Halbteilungsgrundsatz
-   Besondere Regelung in Bayern, Bremen und Niedersachsen
-   Wenn ein Ehegatte aus der Kirche austritt
Um eine glaubensverschiedene Ehe handelt es sich, wenn nur ein Ehegatte einer steuererhebenden Religionsgemeinschaft angehört und der andere Ehegatte entweder konfessionslos oder Mitglied einer nicht-steuererhebenden Religionsgemeinschaft ist. Was muss in diesem Fall an Kirchensteuer gezahlt werden?
Inhalt:
-   Kirchensteuer vom Einkommen
-   Das besondere Kirchgeld
-   Vergleichsberechnung Kirchensteuer
-   Besonderes Kirchgeld
-   Fragen und Antworten zum besonderen Kirchgeld
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Je höher die Einkommensteuer ist, um so höher ist auch die Kirchensteuer. Um den Progressionseffekt zu beschränken, sehen die meisten Kirchensteuergesetze bei hohem Einkommen eine Kappung der Kirchensteuer vor. Die Kappung bedeutet eine Begrenzung der Kirchensteuer auf einen bestimmten Prozentsatz des zu versteuernden Einkommens.
Inhalt:
-   Wie hoch ist der Kappungssatz?
-   Wo liegt die Kappungsschwelle?
-   Wird die Kappung automatisch oder nur auf Antrag gewährt?
-   Kappung in glaubensverschiedener Ehe
Abfindungen und Veräußerungsgewinne werden nach der Fünftelregelung gemäß § 34 EStG ermäßigt besteuert. Da die Steuerermäßigung allerdings sehr bescheiden ist und bei höheren Einnahmen gegen Null geht, fällt für diese Einkünfte ein erklecklicher Betrag an Kirchensteuer an. In diesem Fall aber gibt's eine ganz besondere Vergünstigung, die von den Kirchen nicht "an die große Glocke" gehängt wird.
Mit dem Austritt aus einer steuererhebenden Religionsgemeinschaft endet die Mitgliedschaft und damit auch die wesentliche Voraussetzung für die Kirchensteuerpflicht. Eine wichtige Frage ist, wie die Kirchensteuer für das Austrittsjahr berechnet wird.
Inhalt:
-   Wie lange ist Kirchensteuer zu zahlen?
-   Wie hoch ist die Kirchensteuer im Jahr des Austritts?
-   Wenn Sie nach dem Kirchenaustritt Sonderzahlungen erhalten
-   Wenn nur ein Ehegatte aus der Kirche austritt
-   Ist die Gebühr für die Kirchenaustrittserklärung rechtens?
-   Kirchenaustritt allein zum Steuern sparen nicht zulässig
-   Keine Beratungspflicht des Steuerberaters zum Kirchenaustritt
In bestimmten Fällen kann der Arbeitgeber die Lohnsteuer mit einem Pauschsteuersatz erheben. Dann wird auch die Kirchensteuer pauschaliert. Lesen Sie, was Sie als Arbeitnehmer hierzu wissen sollten.
Inhalt:
-   Wann ist eine Pauschalierung der Lohnsteuer möglich?
-   Nachweisverfahren
-   Vereinfachungsregelung
-   Aufteilung der pauschalierten Kirchensteuer
-   Zusätzliche Hinweise
Zu den steuerbegünstigten Zwecken gehören auch kirchliche und religiöse Zwecke. Für diese Zwecke sind Spenden und Mitgliedsbeiträge im Rahmen der Sonderausgaben steuerlich absetzbar.

AKTUELL


EIN SPRUCH

"Wenn so oft an Gott man dächte
als man an die Steuer denkt,
wär uns, glaub ich, längst zu rechte
Fried und Ruh von Gott geschenkt."
(Friedrich von Logau,
1604 - 1655)
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"So gebt dem Kaiser,
was des Kaisers ist,
und Gott, was Gottes ist."
(Matthäus 22, 21)
Ob damit der Evangelist Matthäus der Schutzpatron der Finanzbeamten ist?
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"Es gehört zu den Mysterien meines Christseins, dass mein Glaube immer schwächer wird und die Kirchensteuer laufend höher."
(Nikolaus Cybinski)
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