BETRIEBLICHE ALTERSVORSORGE


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Hinter dem Begriff "Betriebliche Altersvorsorge" steckt ein Sammelsurium verschiedener Anlageformen. Es handelt sich um die zweite Säule der Altersversorgung mit interessanten Steuervergünstigungen. Zu unterscheiden sind fünf Durchführungswege, die Arbeitgeber- oder Arbeitnehmerfinanzierung, die Gehaltsumwandlung aus dem Brutto- oder dem Nettoeinkommen. Hier erfahren Sie im Detail, was Sie zur betrieblichen Altersvorsorge wissen sollten, welche Möglichkeiten Sie haben und wie die Beiträge und Versorgungsleistungen bei den einzelnen Durchführungswegen steuerlich behandelt werden.
Inhalt:
-   Die Betriebsrente als wichtige Stütze der Altersversorgung
-   Was ist eine betriebliche Altersvorsorge?
-   Verschiedene Wege für die betriebliche Altersvorsorge
-   Staatliche Förderung der betrieblichen Altersversorgung
-   Betriebliche Altersvorsorge durch Gehaltsumwandlung
-   Unverfallbarkeit und Wartezeit
-   Fortführung der betrieblichen Altersvorsorge mit Eigenbeiträgen
-   Übertragung von Anwartschaften bei Arbeitgeberwechsel (Portabilität)
-   Übertragung von Anwartschaften auf einen Pensionsfonds
-   Abfindung einer unverfallbaren Anwartschaft
-   Rückabwicklung von betrieblichen Anwartschaften
-   Betriebliche Altersvorsorge durch Zeitwertkonten
-   Sicherheit der Anwartschaften bei Arbeitslosengeld II-Bezug
-   Insolvenzsicherung von Betriebsrenten und -anwartschaften
-   Auskunftsanspruch des Arbeitnehmers
-   Bescheinigung über Versorgungsleistungen durch den Arbeitgeber
-   Krankenversicherungsbeiträge auf Betriebsrenten und Kapitalleistungen
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Eine neue EU-Richtlinie will Mobilitätshindernisse für Arbeitnehmer abbauen, die sich aus Regelungen zur betrieblichen Altersversorgung ergeben können. Begünstigt sind sowohl Beschäftigte, die innerhalb der EU-Staaten zu- oder abwandern, als auch Beschäftigte, die innerhalb Deutschlands den Arbeitgeber wechseln.
Inhalt:
-   Verkürzung der Unverfallbarkeitsfristen bei Betriebsrenten
-   Dynamisierung unverfallbarer Anwartschaften
-   Abfindung von Kleinstanwartschaften
-   Verbesserung der Informationspflichten
-   Änderung der Anpassungsregelungen
Eine besondere Steuervergünstigung gilt für Betriebsrentner, die zunächst eine Betriebsrente aufgrund Direktzusage oder aus Unterstützungskasse bezogen haben und der ehemalige Arbeitgeber dann seine Pensionsverpflichtungen auf einen Pensionsfonds übertragen hat. Da Bezüge aus dem Pensionsfonds steuerlich schlechter gestellt sind als die vorherige Betriebsrente, gibt's für Sie eine vorteilhafte Sonderregelung ganz besonderer Art (§ 52 Abs. 34c EStG).
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Im Rahmen der betrieblichen Altersvorsorge gewinnt die Gehaltsumwandlung zunehmend an Bedeutung. Eine Gehaltsumwandlung liegt vor, wenn Sie mit Ihrem Arbeitgeber vereinbaren, dass Teile Ihres Gehalts für eine betriebliche Altersversorgung verwendet werden und Sie dafür eine wertgleiche Anwartschaft auf Versorgungsleistungen erhalten. Die steuerlichen Vergünstigungen sind unterschiedlich, je nachdem, ob Sie eine Gehaltsumwandlung aus dem unversteuerten Bruttoeinkommen oder aus dem versteuerten Nettoeinkommen vereinbaren.
Inhalt:
-   Gehaltsumwandlung aus dem unversteuerten Bruttoeinkommen
-   Gehaltsumwandlung aus dem versteuerten Nettoeinkommen (Eigenbeiträge)
-   Was Sie zu den Steuervergünstigungen wissen sollten
-   Was Sie zur Gehaltsumwandlung wissen sollten
-   Gehaltsumwandlung bei Mini- und Midi-Jobs
-   Zusatzversorgung im öffentlichen Dienst
-   Die Gehaltsumwandlung im Überblick
Ab 2005 sind die steuerlichen Regeln für Direktversicherungen - eine beliebte und einfache Form der betrieblichen Altersvorsorge - geändert: Nun bleiben die Beiträge steuerfrei, dafür müssen die Versorgungsleistungen voll versteuert werden. Für Altverträge besteht ein Wahlrecht. Hier erfahren Sie, wie künftig die Beiträge und Versorgungsleistungen bei neuen und bestehenden Direktversicherungen steuerlich behandelt werden.
Inhalt:
-   Was ist eine Direktversicherung?
-   Direktversicherungen mit Vertragsabschluss vor dem 1.1.2005
-   Direktversicherungen mit Vertragsabschluss ab dem 1.1.2005
-   Direktversicherung durch Gehaltsumwandlung aus dem Nettoeinkommen
Ebenso wie bereits bei der Altersvorsorge im Kapitaldeckungsverfahren wird ab 2008 auch die teilweise Steuerfreiheit für Arbeitgeberbeiträge an umlagefinanzierte Pensionskassen eingeführt (§ 3 Nr. 56 EStG). Ab dem 1.1.2008 beträgt der steuerfreie Höchstbetrag 1% der Beitragsbemessungsgrenze West in der gesetzlichen Rentenversicherung, und dieser Satz steigt stufenweise auf 4% im Jahre 2025.
Inhalt:
-   Zusatzversorgung im öffentlichen Dienst
-   Arbeitgeberbeiträge bei Umlagefinanzierung ab 2008 teilweise steuerfrei
-   Arbeitgeberbeiträge bei Umlagefinanzierung auch sozialversicherungsfrei?
-   Beiträge sowohl in umlagefinanzierte als auch in kapitalgedeckte Einrichtung
-   Sonderzahlungen bei Systemumstellung ab 24.8.2006 steuerpflichtig
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Angestellte und Arbeiter im öffentlichen Dienst erhalten zu ihrer gesetzlichen Rente eine Zusatzversorgung, eine sog. Versorgungsrente. Zum 1.1.2002 wurde die Zusatzversorgung vom bisherigen beamtenähnlichen Gesamtversorgungssystem auf ein Betriebsrentensystem in Form eines versicherungsmathematischen Punktemodells umgestellt. Das bisherige System der Gesamtversorgung wurde rückwirkend zum 31.12.2000 geschlossen.
Inhalt:
-   Die Versorgungseinrichtung als Pensionskasse
-   Steuerliche Behandlung der VBL-Beiträge im Abrechnungsverband West
-   Steuerliche Behandlung der VBL-Beiträge im Abrechnungsverband Ost
-   Neu ab 2008: Arbeitgeberbeiträge im Umlageverfahren teilweise steuerfrei
-   Neu ab 2007: Sonderzahlungen bei Systemumstellung steuerpflichtig
-   Wie die Versorgungsrente steuerlich behandelt wird
-   Eine andere Leistung: Die Versicherungsrente
-   Besondere Regelung bei der Zusatzversorgung in Hamburg
-   Zusatzversorgung der Angestellten Krankenkasse (DAK) und Techniker-Krankenkasse
-   Zusatzversorgung für Arbeitnehmer in der Land- und Forstwirtschaft (ZLA)
Zum 1.1.2009 wurden die gesetzlichen Rahmenbedingungen für Zeitwertkonten klarer als bisher gefasst und deutlich verbessert. Damit können Arbeitnehmer ihre Lebensarbeitszeit flexibler gestalten, beispielsweise abgesichert in den vorzeitigen Ruhestand gehen, eine Pflege- oder Elternzeit wahrnehmen, eine Teilzeitbeschäftigung ausüben oder eine berufliche Auszeit nehmen. Grundlage ist das "Gesetz zur Verbesserung der Rahmenbedingungen für die Absicherung flexibler Arbeitszeitregelungen" (Flexi-II-Gesetz) vom 21.12.2008.
Inhalt:
-   Was ist ein Zeitwertkonto?
-   Wie sind Zeitwertkonten zu verwalten?
-   Womit können Zeitwertkonten aufgebaut werden?
-   Wofür können Zeitwertkonten verwendet werden?
-   Was sind die besonderen Vorteile des Zeitwertkontos?
-   Verbesserter Insolvenzschutz für Zeitwertkonten
-   Übertragung von Zeitwertkonten bei Beendigung der Beschäftigung
-   Übertragung von Zeitwertkonten in die betriebliche Altersversorgung
-   Zeitwertkonten auch für geringfügig Beschäftigte möglich
-   Zeitwertkonten für Geschäftsführer und Gesellschafter-Geschäftsführer
-   Gesetzliche Grundlagen

ALLGEMEIN


EIN SPRUCH

"Die meisten Minister bringen etwas mit. Beim Finanzminister aber muss man aufpassen, dass er nichts mitnimmt."
(Gerhard Stratthaus, ehem. Finanzminister
Baden-Württemberg,
am 17.3.2006 in Hemsbach)
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