Am 8.11.2007 hat der Bundestag das "Jahressteuergesetz 2008" verabschiedet. Nach dem umfangreichen Jahressteuergesetz 2007 mit seinen 231 Änderungen in 19 verschiedenen Gesetzen im vergangenen Jahr wurde nun wieder ein Omnibusgesetz gestrickt - wieder mit weit über 200 Änderungen in 29 Gesetzen. Neben allerlei kleineren Korrekturen enthält es aber auch einige gravierende Neuregelungen, mit denen das Steuergesetz wieder einmal weiter aufgebläht wird. Hier informieren wir über die wichtigsten Neuerungen.
Inhalt:
- Aufhebung der Zweijahresfrist für die Antragsveranlagung
- Erleichterung beim Nachweis von Kinderbetreuungskosten und haushaltsnahen Diensten
- Steuervergünstigung auch für haushaltsnahe Dienste und Handwerkerleistungen im Ausland
- Verbesserung beim Vorsorgeabzug für geringfügig Beschäftigte
- Verschlechterung beim Vorsorgeabzug für Künstler und Publizisten
- Verschlechterung beim Vorsorgeabzug für Gesellschafter-Geschäftsführer
- Einschränkungen beim Altersentlastungsbetrag
- Klarstellung beim Behinderten-Pauschbetrag
- Verschlimmbesserung bei der Abgeltungsteuer für Selbstständige und Vermieter
- Neue Veranlagungsoption für unternehmerische Beteiligungen bei der Abgeltungsteuer
- Besserstellung für Investmenterträge aus 2008 bei der Abgeltungsteuer
- Verschlechterung für Fondsanleger bei der Abgeltungsteuer
- Fortführung der Steuervergünstigung zur Altersteilzeit ab 2010
- Verbesserungen für Grenzpendler und Gastarbeiter
- Verbesserung für Personen mit Wohnsitz im EU-Ausland
- Einnahmen aus Energieerzeugung auf See für Ausländer steuerpflichtig
- Steuerverschärfung bei Vermögensübertragungen
- Klarstellung beim schuldrechtlichen Versorgungsausgleich
- Elektronische Meldung von Lohnersatzleistungen
- Ersatz der eTIN durch die neue Steuer-Identifikationsnummer
- Einführung der elektronischen Lohnsteuerkarte
- Vorerst kein neues Verfahren für Lohnsteuerabzug bei Ehegatten
- Beibehaltung des Lohnsteuer-Jahresausgleichs durch den Arbeitgeber
- Beschränkung des Entlastungsbetrages für Gewerbesteuer
- Kleine Nachbesserung bei der Gewerbesteuer für Gewerbetreibende
- Verzicht auf vorausgefüllte Steuererklärungen
- Ausnahmeregelung bei Rentenbezugsmitteilungen
- Einführung der elektronischen Kapitalertragsteueranmeldung für Banken
- Erschwerung des Steuermissbrauchs bei wirtschaftlichen Gestaltungen
- Verwendung von strafrechtlichen Erkenntnissen bei der Besteuerung
- Ausweitung von Spontanauskünften an ausländische Finanzbehörden