BERUFLICHE AUSGABEN: Auswärtstätigkeit


Ab 2014 werden die Steuerregeln zu Reisekosten größtenteils im Gesetz festgeschrieben und können damit nicht mehr ständig von Finanzgerichten und Finanzverwaltung verändert werden. Manche Regeln dienen der Vereinfachung, andere bringen für die Arbeitnehmer erhebliche Nachteile, weil zahlreiche günstige BFH-Urteile außer Kraft gesetzt werden. Hier stellen wir Ihnen die Neuregelungen vor und vergleichen sie mit den Altregelungen.
Inhalt:
-   Fahrten zur Arbeit
-   Auswärtstätigkeit
-   Ausbildung und Fortbildung
-   Doppelte Haushaltsführung
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Ab 2014 wird das steuerliche Reisekostenrecht in verstärktem Maße gesetzlich geregelt und gleichzeitig ein wenig vereinfacht. Damit werden aber leider auch zahlreiche vorteilhafte BFH-Urteile über Bord geworfen. Grundlage für die Neuregelungen ist das "Gesetz zur Änderung und Vereinfachung der Unternehmensbesteuerung und des steuerlichen Reisekostenrechts" vom 20.2.2013. Hier erfahren Sie, wann eine steuerlich begünstigte Auswärtstätigkeit vorliegt.
Inhalt:
-   Auswärtstätigkeit: Tätigkeit außerhalb der "ersten Tätigkeitsstätte"
-   Was ist eine erste Tätigkeitsstätte?
-   Auswärtstätigkeit bei Arbeitnehmern mit mehreren Tätigkeitsstätten
-   Auswärtstätigkeit bei Arbeitnehmern mit weiträumigem Tätigkeitsgebiet
-   Auswärtstätigkeit bei Arbeitnehmern ohne erste Tätigkeitsstätte
-   Auswärtstätigkeit bei Ausbildung oder Fortbildung
-   Auswärtstätigkeit oder doppelte Haushaltsführung?
-   Auswärtstätigkeit oder Fahrt zwischen Wohnung und Arbeitsstätte?
-   Auswärtstätigkeit oder Incentive-Reise?
-   Auswärtstätigkeit mit privater Mitveranlassung
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Aufwendungen im Zusammenhang mit einer beruflich veranlassten Auswärtstätigkeit sind als Werbungskosten absetzbar. Dazu zählen Fahrt-, Übernachtungs- und Reisenebenkosten sowie Verpflegungspauschbeträge. Hier erfahren, was Sie nach neuem Reisekostenrecht ab 2014 bei einer Auswärtstätigkeit im Einzelnen alles steuerlich absetzen können.
Inhalt:
-   Fahrtkosten
-   Verpflegungspauschbeträge
-   Übernachtungskosten
-   Telefonkosten anstelle einer Zwischenheimfahrt
-   Reisenebenkosten
-   Unfallkosten
-   Diebstahl von Gegenständen
-   Gewährung von Mahlzeiten durch den Arbeitgeber
-   Besonderheiten bei Auswärtstätigkeit im Ausland
-   Anzurechnen: Erstattungen des Arbeitgebers
-   Wie Sie Ihre Reisekosten steuerlich geltend machen

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Ab 2008 wird das steuerliche Reisekostenrecht einfacher: Statt nach Dienstreise, Einsatzwechseltätigkeit und Fahrtätigkeit zu unterscheiden, werden diese künftig einheitlich als "Auswärtstätigkeit" bezeichnet und hinsichtlich der Reisekosten gleich behandelt. Hier erfahren Sie, wann eine Auswärtstätigkeit vorliegt. Die Ausführungen gelten für den Zeitraum 2008 bis 2013.
Aufwendungen im Zusammenhang mit einer beruflich veranlassten Auswärtstätigkeit sind als Werbungskosten absetzbar. Dazu zählen Fahrt-, Übernachtungs- und Reisenebenkosten sowie Verpflegungspauschbeträge. Diese Reisekosten sind für die gesamte Dauer der Auswärtstätigkeit abzugsfähig, während Verpflegungspauschbeträge lediglich drei Monate lang gewährt werden. Hier erfahren, was Sie bei einer Auswärtstätigkeit im Einzelnen alles steuerlich absetzen können. Die Ausführungen gelten für den Zeitraum 2008 bis 2013.
Bei Auswärtstätigkeiten im Ausland gelten steuerlich einige Besonderheiten. Insbesondere können Sie hier erheblich höhere Verpflegungspauschbeträge geltend machen. Und diese Pauschbeträge sind je nach Land unterschiedlich hoch.
Inhalt:
-   Wie werden Auswärtstätigkeiten im Ausland steuerlich berücksichtigt?
-   Besonderheiten bei Verpflegungspauschbeträgen
-   Besonderheiten bei Übernachtungskosten
-   Auswärtstätigkeiten mit dem Flugzeug
-   Auswärtstätigkeiten mit dem Schiff
Der Arbeitgeber kann für Auswärtstätigkeiten die Reisekosten grundsätzlich bis zu der Höhe steuerfrei erstatten, in der diese als Werbungskosten abziehbar wären. Die steuerfreie Erstattung müssen Sie auf Ihre Reisekosten anrechnen und dürfen nur den verbleibenden Differenzbetrag als Werbungskosten geltend machen.
Inhalt:
-   Gesamtrechnung für die Reisekostenerstattung
-   Gehaltsverzicht gegen Reisekostenvergütung
-   Wenn die Reisekostenerstattung höher ist als der abzugsfähige Betrag
-   Erstattung von Fahrtkosten
-   Erstattung von Verpflegungspauschbeträgen
-   Wenn der Arbeitgeber Mahlzeiten gewährt oder bezahlt
-   Erstattung von Übernachtungskosten
-   Erstattung von Reisenebenkosten
Mit der Bahncard 25 oder 50 können Fahrausweise der Deutschen Bahn AG zu einem ermäßigten Preis erworben werden. Inhaber der BahnCard 100 können sogar ein ganzes Jahr lang in Deutschland mit der Deutschen Bahn fahren - wohin sie wollen, wann sie wollen, so oft sie wollen - ohne dafür Fahrkarten zu lösen. Hier erfahren Sie, ob Sie die Kosten für die BahnCard steuerlich absetzen können und ob der Arbeitgeber Ihnen eine BahnCard steuerbegünstigt überlassen kann.
Inhalt:
-   Ausgaben für die BahnCard als Werbungskosten
-   Kostenerstattung des Arbeitgebers
-   Überlassung einer BahnCard vom Arbeitgeber
-   Überlassung einer BahnCard an Bahn-Mitarbeiter
Zum 1.1.2010 wurde der Mehrwertsteuersatz für die Übernachtung in Hotels und Pensionen von 19 % auf 7 % abgesenkt, für das Frühstück und andere Nebenleistungen jedoch bei 19 % belassen. Dies bringt erhebliche Verkomplizierungen insbesondere für Geschäftsreisende mit sich, führt wegen des niedrigeren Vorsteuerabzugs nicht nur zu einer Mehrbelastung für Unternehmen, sondern auch zu Mehrkosten für Arbeitnehmer. Zur Glättung der Wogen lässt das Bundesfinanzministerium einige Vereinfachungen zu.
Inhalt:
-   Unterschiedliche Mehrwertsteuersätze für Übernachtungen und Nebenleistungen
-   Wie Übernachtungskosten bei Auswärtstätigkeiten behandelt werden
-   Das BMF-Schreiben vom 5.3.2010
Die Zahl der Leiharbeitnehmer wird - leider - immer größer. Leiharbeitnehmer sind Arbeitnehmer ohne feste Arbeitsstätte beim Arbeitgeber, die gewöhnlich an wechselnden Tätigkeitsstätten eingesetzt werden. Viele arbeiten oftmals über lange Zeit bei demselben Kunden ihres Arbeitgebers. Die Frage ist dann, ob eine solche Tätigkeit als Auswärtstätigkeit oder als Tätigkeit an einer regelmäßigen Arbeitsstätte anzusehen ist.
Viele Firmen laden bestimmte Mitarbeiter zu mehrtägigen Seminaren und Tagungen an touristisch interessante Orte meist im Ausland ein. Diese Veranstaltungen sollen zum einen der beruflichen Fortbildung dienen, zum anderen das bessere Kennenlernen fördern und zugleich auch eine Belohnung für die geleistete Arbeit sein (Incentive-Reise). Der Schönheitsfehler an diesen Reisen ist, dass die Begünstigten die Kosten als Arbeitslohn versteuern müssen. Doch ein neues BFH-Urteil bringt eine erhebliche Erleichterung.
Bei Fortbildungsveranstaltungen, Seminaren, Tagungen, Verkaufsveranstaltungen usw. werden die Teilnehmer im Allgemeinen auch auf Kosten des Arbeitgebers beköstigt, entweder vom Arbeitgeber direkt oder auf dessen Veranlassung von einem Dritten, z. B. dem Tagungshotel oder einem Cateringunternehmen. Der geldwerte Vorteil dieser kostenlosen Mahlzeiten muss versteuert werden. Und dafür gibt es zwei Möglichkeiten.
Inhalt:
-   Sie erhalten die Mahlzeiten vom Arbeitgeber oder von einem Dritten
-   Sie bekommen Ihre Auslagen für die Mahlzeiten erstattet
-   Sie erhalten Mahlzeiten im betrieblichen Interesse des Arbeitgebers
-   Sie erhalten Mahlzeiten von anderen ohne Mitwirkung des Arbeitgebers

AKTUELL


AUSLANDSSÄTZE

Hier finden Sie die länderspezifischen Verpflegungs- und Übernachtungspauschbeträge für alle Länder:

EIN SPRUCH

"Tagegeld wird in vollem Umfang erst bei zwölfstündiger Abwesenheit vom Dienstort fällig, weshalb abends die Wirtshäuser in den Nachbarorten überfüllt sind"
(Manfred Rommel, 1928-2013)
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"Stirbt ein Bediensteter während einer Dienstreise, so ist damit die Dienstreise beendet."
(Kommentar zum Bundesreisekostengesetz)
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