Immer wieder ist in der Praxis zu erleben, dass Fotovoltaikanlagen dem einen oder anderen Vermieter steuerlich bitter auf die Füße fallen. Problematisch ist insbesondere der Fall, in dem eine GbR, die zum Beispiel aus zwei Geschwistern besteht, zunächst ein Mietshaus errichtet und anschließend auf dem Dach eine Fotovoltaikanlage installiert. Aus der Vermietung der Wohnungen in dem Haus erzielt die GbR zwar grundsätzlich Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung, während der Betrieb der Fotovoltaikanlage zu Einkünften aus Gewerbebetrieb führt. Allerdings kennt das Einkommensteuergesetz die so genannte Abfärbe- oder Infektionswirkung (§ 15 Abs. 3 Nr. 1 EStG). Das heißt: Schon geringe gewerbliche Einkünfte, die eine Personengesellschaft, also auch eine GbR, erzielt, "infizieren" die Vermietungseinkünfte. Folge: Alle Einkünfte der Gesellschaft werden zu gewerblichen Einkünften. Und viel wichtiger: Die Immobile ist auf alle Ewigkeit "steuerverhaftet", das heißt, ein Verkauf nach zehn Jahren ist nicht steuerfrei.

Beispiel:

Die Gebrüder Werner und Heinz Müller errichten ein Gebäude. Kurz nach der Fertigstellung installieren sie auf dem Dach des Gebäudes eine Fotovoltaikanlage mit Anschaffungskosten von 25.000 EUR. Die Brüder erzielen aufgrund der Fotovoltaikanlage insgesamt gewerbliche Einkünfte und müssen den Grund und Boden, das Gebäude und auch die Anlage als Betriebsvermögen ausweisen. Angenommen, das Grundstück wird nach 12 Jahren verkauft, ist der Veräußerungsgewinn zu versteuern.

Besonders misslich sind übrigens die Fälle, in denen lediglich geringe Herstellungskosten für das Gebäude gegeben sind, weil hohe Eigenleistungen erbracht worden sind. Bei der Ermittlung des Veräußerungsgewinns werden von dem Kaufpreis nämlich nur die tatsächlichen Herstellungskosten (abzgl. AfA) abgezogen.

Beispiel:

Im obigen Beispielsfall betragen die Anschaffungskosten des Grund und Bodens 100.000 EUR und die Herstellungskosten des Gebäudes 200.000 EUR. Die Brüder haben viele Arbeiten bei der Gebäudeerrichtung selbst erledigt. Tatsächlich hätte das Haus bei einer Komplett-Herstellung durch einen Generalbauunternehmer 350.000 EUR gekostet. Bei einer Veräußerung sind dem Verkaufspreis nur 100.000 EUR für den Grund und Boden und 200.000 EUR (abzgl. AfA) für das Gebäude gegenüberzustellen. Beträgt der Verkaufspreis 500.000 EUR, wären also 200.000 EUR zu versteuern.

Der Bundesfinanzhof hat im Jahre 2014 entschieden, dass gewerbliche Einkünfte nicht immer "abfärben" und diesbezüglich eine Bagatellgrenze geschaffen. Eine gewerbliche Tätigkeit führt nicht zur Abfärbung, wenn die Nettoumsatzerlöse 3 % der Gesamtnettoumsatzerlöse der Gesellschaft und den Betrag von 24.500 EUR im Veranlagungszeitraum nicht übersteigen (vgl z.B. BFH 27.8.2014, VIII R 16/11). Diese Grenze wird aber oftmals überschritten, so dass man sich darauf nicht verlassen sollte.

STEUERRAT:   Die Lösung für das Problem der "Abfärbung" ist bei rechtzeitiger Gestaltung einfach: Die Fotovoltaikanlage muss von einer zweiten, personenidentischen GbR angeschafft werden. Das heißt: Die erste Gesellschaft (Grundstückseigentümer-GbR) überlässt der zweiten Gesellschaft (Fotovoltaikanlagen-GbR) die Dachflächen unentgeltlich. Letztere installiert die Anlage und betreibt diese. Unabdingbare Voraussetzung für die Annahme einer zweiten Personengesellschaft ist, dass diese nach außen erkennbar geworden ist. Es müssen also getrennte Bankkonten und verschiedene Rechnungsvordrucke sowie eine eigenständige Buchführung vorhanden sein. Die zweite GbR muss tatsächlich als Besteller der Anlage auftreten (vgl. Bayerisches Landesamt für Steuern vom 30.7.2014, S 2240. 1. 1-4 St 32 unter Tz. 11.2.2).

Doch was ist zu tun, wenn das „Kind in den Brunnen gefallen“ ist, also bislang keine zweite GbR gegründet worden ist und die Anlage bereits betrieben wird?

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