Steuertipp der Woche Nr. 193: So machen Sie Kosten nachträglich geltend

Steuerbescheide können innerhalb eines Monats nach ihrer Bekanntgabe per Einspruch angefochten werden. Im Rahmen des Einspruchs können Sachverhalte nachgetragen oder Belege nachgereicht werden. Von einigen Ausnahmen abgesehen dürfen auch bestimmte Anträge nachträglich gestellt werden. Doch ist die Einspruchsfrist von einem Monat abgelaufen, so gelten die Steuerbescheide als bestands- oder rechtskräftig und sie können nur in besonderen Fällen geändert werden. Das gilt sowohl zugunsten als auch zuungunsten der Steuerzahler. Die Bestandskraft und damit die Rechtssicherheit sind hohe Güter. Doch manchmal erkennen Steuerbürger, dass sie vergessen haben, eine bestimmte Ausgabe steuerlich geltend zu machen. Oder es wird ein Antrag auf eine gewisse Steuerbegünstigung versehentlich nicht gestellt. Oder ein anderer Steuerzahler hat ein positives Urteil erstritten, das auch auf den eigenen Fall passen würde und dessen Rechtsfolge man gerne im Nachhinein bei der eigenen Steuerfestsetzung sehen würde. Wie kann hier eine Änderung des Steuerbescheides nach Ablauf der Einspruchsfrist erreicht werden?
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