Steuertipp

Woche für Woche erhalten Sie hier in aller Kürze wertvolle Tipps zur Senkung Ihrer Steuerlast. Schauen Sie einmal hinein und sicherlich werden auch Sie die eine Steuergestaltung finden, die für Sie umsetzbar ist.

Bei hohen Sommertemperaturen sorgen mobile Klimageräte oder Ventilatoren für die nötige Abkühlung im häuslichen Arbeitszimmer, damit das Arbeiten leichter fällt. Doch wie werden die Ausgaben dafür in der Steuererklärung geltend gemacht? Lesen Sie dazu den nachfolgenden Steuertipp der Woche.

Beliebt sind Aushilfstätigkeiten, wie Ferienjob, Saisonarbeit, Erntehilfe, Urlaubs- oder Krankheitsvertretung. Der große Vorteil liegt darin, dass in dieser kurzen Zeit beliebig viel Geld verdient werden darf, ohne Sozialabgaben bezahlen zu müssen. Zudem kann der Verdienst pauschal versteuert werden. Auch muss der Arbeitgeber hier - anders als bei einem Minijob - keine Pauschalbeiträge an die Minijobzentrale entrichten. Eine solche kurzfristige Beschäftigung liegt vor, wenn die Tätigkeit von vornherein begrenzt ist, und zwar auf längstens 3 Monate oder 70 Arbeitstage innerhalb eines Kalenderjahres (dies gilt noch bis 31.12.2018) und nicht berufsmäßig ausgeübt wird, falls das Entgelt 450 Euro im Monat übersteigt (§ 8 Abs. 1 Nr. 2 SGB IV).

Aus leider aktuellem Anlass: Noch läuft die Fußball-WM, und der eine oder andere - zunächst - Glückliche konnte Tickets ergattern. Doch manch enttäuschte Fußballfreunde können wohl spätestens seit dem Ausscheiden des deutschen Teams der Versuchung nicht widerstehen, ihre Tickets - legal oder gegen die FIFA-Statuten - weiterzuverkaufen. Und hier stellt sich die Frage, ob der Verkauf der Tickets durch Privatpersonen der Einkommensteuer unterliegt. Natürlich besteht das gleiche Problem beim Verkauf von Karten anderer Sportveranstaltungen oder von Konzertkarten.

Werden Immobilien innerhalb von zehn Jahren an- und wieder verkauft, so liegt ein steuerpflichtiges privates Veräußerungsgeschäft vor (§ 23 Abs. 1 Nr. 1 EStG). Früher sprach man insoweit von Spekulationsgeschäften. Die Gewinne aus Veräußerungen innerhalb der Zehn-Jahres-Frist unterliegen der Einkommensteuer. Auch der Verkauf eines Gebäudes auf einem Erbbaugrundstück ("Bebautes" Erbbaurecht) ist ein privates Veräußerungsgeschäft, wenn der Zeitraum noch keine zehn Jahre beträgt zwischen Abschluss des Erbbaurechtsvertrags und der Veräußerung des "bebauten" Erbbaurechts oder zwischen Anschaffung und Veräußerung des "bebauten" Erbbaurechts (BMF-Schreiben vom 5.10.2000, BStBl. 2000 I S. 1383, Tz. 14). Aber es gibt eine interessante Ausnahme, die in einzelnen Fällen durchaus zur Steuergestaltung genutzt werden kann.

Der Online-Handel von "vermeintlichen Privatpersonen" über Ebay und Amazon führt immer wieder zu einem bösen steuerlichen Erwachen. Mal führt der Verkauf einer - angeblich geerbten - Sammlung zur Einkommensteuer- und Umsatzsteuerpflicht (vgl. BFH vom 12.08.2015, XI R 43/13 und FG Köln v. 4.3.2015, 14 K 188/13). Mal wird die Kleinunternehmergrenze - unbewusst - überschritten (vgl. zum Beispiel FG Köln vom 13.7.2016, 5 K 1080/13). Aktuell hat sich das Finanzgericht (FG) Baden-Württemberg mit der Frage befasst, wem Umsätze aus Verkäufen über Ebay zuzurechnen sind, wenn nach außen hin zwar Eheleute bzw. einmal der Ehemann und einmal die Ehefrau auftreten, das Ebay-Konto tatsächlich aber nur auf den Namen des Ehemannes lautet. Die Antwort auf diese Frage ist relevant, weil davon abhängt, ob die Kleinunternehmergrenze von 17.500 EUR einmal, zweimal oder sogar dreimal zum Tragen kommt. Das heißt: Bis zu welcher Höhe können Eheleute ihre Waren über Ebay ohne Umsatzsteuer verkaufen?

Einmal erlassene Steuerbescheide können zu Ihrem Nachteil nur in engen Grenzen geändert werden. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn der Steuerbescheid vorläufig oder unter dem Vorbehalt der Nachprüfung ergangen ist. Wenn ein solcher Vorbehalt oder eine Vorläufigkeit aber nicht vorliegen, versuchen die Finanzämter zuweilen, eine Änderung damit zu begründen, dass eine neue Tatsache vorliegen würde, die dem zuständigen Finanzbeamten erst jetzt bekannt geworden sei. Dies ermögliche eine Änderung nach § 173 der Abgabenordnung (AO). In vielen Fällen hat die Finanzverwaltung damit auch durchaus Erfolg - aber nicht immer!

Angehörigen steht es frei, ihre Rechtsverhältnisse untereinander so zu gestalten, dass sie für sie steuerlich möglichst günstig sind. Daher werden auch Darlehensverträge grundsätzlich anerkannt. Gewähren also die Eltern dem Sohn oder der Tochter einen verzinslichen Kredit für den Kauf einer vermieteten Wohnung oder eines Mietwohngebäudes, so kann das Kind die Darlehenszinsen, die es an die Eltern zahlt, als Werbungskosten bei den Vermietungseinkünften geltend machen. Voraussetzung ist allerdings, dass der Vertrag einem Fremdvergleich standhält. Zwar dürfen keine überzogenen Anforderungen an diesen Fremdvergleich gestellt werden und auch Abweichungen vom Üblichen führen nicht immer zur Streichung des Werbungskostenabzugs. Allerdings muss doch ein gewisses Mindestmaß eingehalten werden.

Bei Ferienwohnungen, die teilweise vermietet und teilweise eigengenutzt werden, sind die Werbungskosten oftmals über viele Jahre höher als die Einnahmen. Die Finanzämter lehnen die Anerkennung der Verluste daher wegen "Liebhaberei" häufig ab. Die Praxis der Finanzämter sieht so aus, dass die Verluste zunächst über mehrere Jahre anerkannt werden, die Steuerbescheide aber vorläufig ergehen. Nach einigen Jahren prüft das Finanzamt, wie sich die Einnahmen und Ausgaben entwickelt haben. Entstehen weiterhin Verluste und ist im Rahmen einer Prognoserechnung nicht davon auszugehen, dass ein so genannter Totalüberschuss erwirtschaftet werden kann, liegt eine so genannte „Liebhaberei“ vor. Das Finanzamt wird in diesem Fall die Verluste streichen - und zwar auch rückwirkend. Allerdings sind der rückwirkenden Prüfung Grenzen gesetzt.

Der Abgeltungsteuer unterliegen Gewinne aus der Veräußerung von Aktien. Auch Verluste aus Aktienverkäufen werden erfasst und dürfen mit Gewinnen aus entsprechenden Veräußerungen verrechnet werden. Fraglich war allerdings lange Zeit, was in den Fällen geschieht, in denen eine Aktie einfach wertlos geworden ist. Die Finanzverwaltung will Verluste aufgrund Forderungsausfalls nicht steuermindernd anerkennen, weil die Wertminderungen der privaten Vermögensebene und nicht der Ertragsebene zuzuordnen seien (BMF-Schreiben vom 9.10.2012, BStBl 2012 I S. 953, Tz. 60). Daher haben Anleger in der Vergangenheit häufig zu einer Strategie gegriffen: Sie haben ihre wertlos gewordenen Aktien zu einem mehr oder weniger symbolischen Preis veräußert, denn Veräußerungsverluste sind nun einmal abziehbar. Aktuell hat das Finanzgericht München entschieden, dass auch eine gegenseitige Veräußerung wertloser Anteile zwischen fremden Dritten kein Gestaltungsmissbrauch ist. Dementsprechend können die Verluste verrechnet werden (Urteil vom 17.7.2017, 7 K 1888/16 EFG 2017 S. 1792 Nr. 22).

Immer wieder ist in der Praxis zu erleben, dass Fotovoltaikanlagen dem einen oder anderen Vermieter steuerlich bitter auf die Füße fallen. Problematisch ist insbesondere der Fall, in dem eine GbR, die zum Beispiel aus zwei Geschwistern besteht, zunächst ein Mietshaus errichtet und anschließend auf dem Dach eine Fotovoltaikanlage installiert. Aus der Vermietung der Wohnungen in dem Haus erzielt die GbR zwar grundsätzlich Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung, während der Betrieb der Fotovoltaikanlage zu Einkünften aus Gewerbebetrieb führt. Allerdings kennt das Einkommensteuergesetz die so genannte Abfärbe- oder Infektionswirkung (§ 15 Abs. 3 Nr. 1 EStG). Das heißt: Schon geringe gewerbliche Einkünfte, die eine Personengesellschaft, also auch eine GbR, erzielt, "infizieren" die Vermietungseinkünfte. Folge: Alle Einkünfte der Gesellschaft werden zu gewerblichen Einkünften. Und viel wichtiger: Die Immobile ist auf alle Ewigkeit "steuerverhaftet", das heißt, ein Verkauf nach zehn Jahren ist nicht steuerfrei.

Ältere Menschen ziehen oftmals wegen aufkommender Demenz oder wegen anderer Krankheiten in eine altengerechte Wohnanlage für betreutes Wohnen. So haben sie die Möglichkeit, in eigener Häuslichkeit eine autonome Lebensführung aufrecht zu erhalten und ihr Leben solange wie möglich eigenständig und nach ihren individuellen Bedürfnissen zu führen. Hier können sie im Bedarfsfall einen Pflegedienst, ambulante soziale Dienstleistungen, Hausnotruf, Unterstützung und Pflege bei Krankheit u.Ä. in Anspruch nehmen. Der Betreuungsumfang ist meist in einem Servicevertrag geregelt. Die Frage ist, ob die Kosten der Unterbringung in der Wohnanlage für betreutes Wohnen steuerlich als außergewöhnliche Belastungen absetzbar sind.

Das ab 2014 geltende neue Reisekostenrecht hält zuweilen einige Kuriositäten bereit. Insbesondere die Zuordnung der ersten Tätigkeitsstätte bei Arbeitnehmern, die in mehreren Betrieben oder Filialen arbeiten, kann zu interessanten Ergebnissen führen. In der Praxis wird oftmals der Fehler begangen, bei den steuerlichen Auswirkungen aufgrund der Zuordnung der Tätigkeitsstätte nur ein einziges Jahr zu betrachten. Dabei sollten Effekte unbedingt über mehrere Jahre berücksichtigt werden. Denn auch wenn die Steuerersparnis aufgrund einer bestimmten Zuordnung im Erstjahr nur gering erscheinen mag, lassen sich in den Folgejahren bei geschickter Gestaltung einige hundert Euro Steuern zusätzlich sparen.

Um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu erleichtern, unterstützen viele Arbeitgeber ihre Mitarbeiter bei der Kinderbetreuung finanziell oder personell, indem sie ihnen Zuschüsse gewähren oder betriebliche Kindergärten zur Verfügung stellen. So können die Mitarbeiter nach der Elternzeit wieder schneller an ihren Arbeitsplatz zurückkehren. Zusätzliche Arbeitgeberleistungen zur Unterbringung und Betreuung von nicht schulpflichtigen Kindern des Arbeitnehmers in Kindergärten oder vergleichbaren Einrichtungen sind steuerfrei (§ 3 Nr. 33 EstG). Dazu gehören auch Leistungen für Unterkunft und Verpflegung. Voraussetzung ist aber, dass die Leistungen auch wirklich zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn erbracht werden. Die zweckbestimmte Leistung muss also zu dem Arbeitslohn hinzukommen, den der Arbeitgeber arbeitsrechtlich schuldet. Wird eine zweckbestimmte Leistung unter Anrechnung auf den arbeitsrechtlich geschuldeten Arbeitslohn oder durch dessen Umwandlung gewährt, liegt keine zusätzliche Leistung vor. Die Finanzverwaltung prüft die Voraussetzung sehr streng.

Für Einkünfte im „Rentenalter“, zum Beispiel Renten und Mieten, haben Steuerzahler nach Vollendung des 64. Lebensjahres Anspruch auf einen so genannten Altersentlastungsbetrag. Dieser wird zwar automatisch vom Finanzamt berücksichtigt. Bei Ehegatten, bei denen nur einer der beiden Partner Einkünfte bezieht, zeigt die Praxis aber leider, dass in allzu vielen Fällen ein Teil des Altersentlastungsbetrages ungenutzt bleibt und dadurch einige hundert Euro Steuern zu viel gezahlt werden. Dabei ist die optimale Ausnutzung des Altersentlastungsbetrages relativ einfach.

Hauseigentümern darf für das Verlegen eines Hauswasseranschlusses nur 7 Prozent Umsatzsteuer in Rechnung gestellt werden. Da in der Vergangenheit in vielen Fällen - im Einklang mit der Auffassung der Finanzverwaltung - jedoch 19 Prozent in Rechnung gestellt worden sind, sollten Betroffene ihre alten Rechnungen noch einmal prüfen und den ausführenden Unternehmer gegebenenfalls auffordern, diese zu berichtigen und die zu viel gezahlte Umsatzsteuer zu erstatten.

Einige Rentner durften sich in den vergangenen Jahren über ein schönes Steuergeschenk freuen: Wohl aufgrund eines technischen Versehens oder aufgrund eines Fehlers im „Betriebsablauf“ der Finanzverwaltung sind bei ihnen Renteneinkünfte nicht versteuert worden, und zwar trotz ordnungsgemäßer Erklärung. Natürlich versuchen die Finanzämter jetzt, die Einkommensteuer auf die Renten nachträglich doch noch festzusetzen. Dazu ändern sie die Steuerbescheide nach § 129 AO. Diese Vorschrift erlaubt ihnen eine Berichtigung von bestandskräftigen Steuerbescheiden bei so genannten offenbaren Unrichtigkeiten wie etwa Schreib- und Rechenfehlern. Im Falle der unterbliebenen Rentenbesteuerung hat der Fiskus aber eine empfindliche Niederlage erlitten. Die Rentner dürfen das "Geschenk" des Staates daher behalten.

Bei Auszahlung einer Kapitallebensversicherung, die nach 2005 abgeschlossen wurde, ist im Erlebensfall oder bei Rückkauf ein Teil der Versicherungsleistung als Kapitalertrag steuerpflichtig. Der Unterschiedsbetrag zwischen der Versicherungsleistung und der Summe der eingezahlten Versicherungsbeiträge unterliegt der 25 %-igen Abgeltungsteuer. Wird die Versicherungsleistung erst nach dem 60. Lebensjahr (bei Vertragsabschluss ab 2012: 62 Lebensjahr) und nach einer Vertragslaufzeit von mindestens 12 Jahren ausgezahlt, ist nur die Hälfte des Unterschiedsbetrages steuerpflichtig (§ 20 Abs. 1 Nr. 6 EStG), dann jedoch mit dem persönlichen Steuersatz. AKTUELL hat das Niedersächsische Finanzgericht ein sensationelles Urteil zu Gunsten der Steuerzahler gesprochen: "Es kann geboten sein, einem Steuerpflichtigen die Kapitalertragsteuer auf Kapitalerträge aus einer Kapitallebensversicherung nach § 227 AO zu erlassen, wenn dies zur Sicherung der Existenzgrundlage des Steuerpflichtigen im Alter erforderlich ist". Als erlassbedürftig gilt, wer dauerhaft weniger als den monatlich unpfändbaren Betrag gemäß § 850c ZPO zur Verfügung hat, derzeit 1.133,80 EUR monatlich (FG Niedersachsen vom 13.06.2017, 8 K 167/16).

Bei einem Umzug aus beruflichen Gründen können Sie das Finanzamt an Ihren Umzugskosten beteiligen. Ihnen winkt eine schöne Steuerersparnis, wenn Sie Bescheid wissen, was Sie hier alles ansetzen dürfen.

Ist ein naher Angehöriger wegen Pflegebedürftigkeit in einem Pflegeheim, wegen Behinderung in einem Behindertenheim oder wegen Alters in einem Altenheim untergebracht, reicht das eigene Einkommen häufig nicht aus, um die Heimkosten zu bezahlen. Oftmals müssen dann die Kinder für die Eltern zahlen. Sofern Sie die Eltern finanziell unterstützen (müssen), möchten Sie wissen, ob und wie Sie den Fiskus daran beteiligen können. Nachfolgend erfahren Sie, wie Sie die Kosten steuerlich optimal geltend machen.

Die Grunderwerbsteuer kann manchmal zu fatalen Folgen führen. Vielen Erwerbern ist nicht bekannt, dass sich die Grunderwerbsteuer beim Erwerb eines unbebauten Grundstücks auch nach den Baukosten bemisst, wenn der Veräußerer in irgendeiner Weise an der anschließenden Errichtung des Gebäudes mitwirkt. Sie werden dann mit einer wesentlich höheren Grundsteuer belastet als zunächst angenommen. So gut wie unbekannt ist zudem, dass auch der Veräußerer - trotz vertraglicher "Abwälzung" der Grunderwerbsteuer auf den Erwerber - zur Kasse gebeten werden kann. Das heißt: Verkauft er ein unbebautes Grundstück, das der Erwerber bebaut, so kann er - notarieller Kaufvertrag hin oder her - mit der vollen Grunderwerbsteuer belastet werden. Wer diese Steuerfalle nicht kennt und entsprechend vorsorgt, kann sich unerwartet mit hohen Steuernachzahlungen konfrontiert sehen, die den Erlös aus dem Grundstücksverkauf sogar aufzehren können.

Bringt der Arbeitnehmer einen Werbeaufkleber des Arbeitgebers an seinem privaten Pkw an und erhält er dafür von seinem Arbeitgeber eine Vergütung, so handelt es sich nicht um Arbeitslohn, sondern um sonstige Einkünfte i.S. des § 22 Nr. 3 EStG. Diese sind steuerfrei, soweit sie weniger als 256 Euro im Jahr betragen. Dieses – sehr schöne und seit Jahren gängige – Steuermodell zur Nettolohnoptimierung wird nun allerdings von Seiten der Finanzverwaltung massiv angegriffen und steht vor dem „Aus“. Betroffene Arbeitnehmer und Arbeitgeber sollten daher reagieren und die vertraglichen Modalitäten auf den Prüfstand stellen. Nachfolgend erhalten Sie dazu nähere Informationen.

Insbesondere in Großstädten können die Kosten für einen Parkplatz erheblich sein. Aus lohnsteuerrechtlicher Sicht bietet es sich daher an, dass der Arbeitgeber Parkraum anmietet und diesen seinen Arbeitnehmern verbilligt oder unentgeltlich überlässt. Zwar gibt es immer wieder Bestrebungen einzelner Finanzbeamter, den Vorteil des Arbeitnehmers der Lohnsteuer zu unterwerfen. Allerdings sieht die Finanzverwaltung – soweit ersichtlich –  die Parkplatzgestellung an Arbeitnehmer (noch) nicht als steuerpflichtig an. Zu verweisen ist insbesondere auf eine Verfügung des Finanzministeriums Nordrhein-Westfalen vom 28.09.2006 (S 2334 - 61 - VB 3), die im Anschluss an ein – für Steuerzahler negatives – Urteil des Finanzgerichts Köln ergangen ist.

Auch Arbeitnehmer mit einem Monatslohn zwischen 450 EUR und 850 EUR, die so genannten Midijobber, können von einer Entgeltumwandlung profitieren. Doch auch für Arbeitgeber von Midijobbern bietet eine Entgeltumwandlung Vorteile. Lesen Sie dazu den nachfolgenden Steuertipp der Woche.

Falls Sie nicht in einer betriebseigenen Kantine zu Mittag essen können, sondern sich jeden Tag selbst verköstigen müssen, wissen Sie selber: Entweder ist das "tägliche Brot" auf Dauer zuwider, oder das Tagesessen in umliegenden Lokalitäten ziemlich teuer. Um nun das Essen schmackhafter und preiswerter zu machen, gewähren viele Arbeitgeber ihren Mitarbeitern Essensgeldzuschüsse oder Essenmarken. Eine elegante Methode zur finanziellen Unterstützung beim täglichen Mittagessen sind Restaurantchecks oder Menüschecks. Diese Gutscheine können Sie für Ihre arbeitstägliche Verköstigung in nahe gelegenen Gaststätten, Restaurants, Bäckereien, Metzgereien, Lebensmittel- und Feinkostgeschäften einlösen. Und dabei können Sie sogar von einer sehr vorteilhaften steuerlichen Regelung profitieren.

Gerade bei runden Geburtstagen stellt sich die Frage, ob diese zuhause oder doch lieber auswärts gefeiert werden sollten. Vielleicht kann nachfolgender kurzer Hinweis bei der Entscheidungsfindung helfen.

Bald ist es wieder soweit: Arbeitgeber und – leitende – Angestellte verhandeln über ihren Bonus. Vielleicht könnte das nachfolgend geschilderte Gestaltungsmodell dazu führen, dass der Bonus des einen oder anderen Angestellten im Jahre 2018 etwas höher als sonst ausfällt. Angestellten könnte anstelle eines Bonus in bar nämlich eine Kreditkarte hingegeben werden, auf dem sich bereits bis zu 10.000 Euro befinden. Der Arbeitgeber hat nun die Möglichkeit, diesen Betrag gemäß § 37b EStG mit 30 Prozent Einkommensteuer pauschal zu besteuern. Dadurch könnte sich „unterm Strich“ ein Steuervorteil von 1.266 Euro oder – je nach Berechnung – für den Arbeitgeber sogar ein Vorteil von 4.800 Euro ergeben.

Nehmen wir einmal folgenden Fall: Ein Steuerzahler möchte (oder muss) vorzeitig aus dem Berufsleben ausscheiden. Dafür winkt ihm eine hohe Abfindung, die er natürlich möglichst ermäßigt besteuert wissen möchte. Doch was tun? Hier könnte es helfen, wenn er zum Beispiel über eine Windkraft- oder Fotovoltaikanlage verfügt bzw. an dieser beteiligt ist und insoweit gewerbliche Einkünfte erzielt. Er könnte diese Anlage nämlich an seinen Ehepartner veräußern.

Ein Schattendasein im Bereich der steuerfreien Zusatzleistungen führt die Vorschrift des § 3 Nr. 30 Einkommensteuergesetz. Danach können Aufwendungen steuerfrei erstattet werden, die einem Arbeitnehmer durch die betriebliche Benutzung eigener Werkzeuge entstehen. Als Werkzeuge sind allgemein Handwerkzeuge anzusehen, die „zur leichteren Handhabung, zur Herstellung oder zur Bearbeitung eines Gegenstands verwendet werden“. Musikinstrumente und Datenverarbeitungsgeräte gehören allerdings nicht dazu. 

Gemäß R 19.3 Abs. 1 Nr. 4 der Lohnsteuer-Richtlinien können Fehlgeldentschädigungen, die Arbeitnehmern im Kassen- und Zähldienst gezahlt werden, bis zu 16 Euro im Monat pauschal steuerfrei gezahlt werden. Darüber hinausgehende Entschädigungen sind als Arbeitslohn zu versteuern. In diesem Fall sollten sie einzeln abgerechnet werden, da dann steuerfreier Auslagenersatz vorliegt (BFH 11.07.1969, VI 68/65). 

Ab dem 1. Januar 2018 ist es so weit: Unternehmer, die Bareinnahmen erzielen, müssen jederzeit mit einer so genannten Kassennachschau rechnen. In erster Linie werden Gastronomen, Einzelhändler, Friseur- und Taxibetriebe betroffen sein. Das heißt: Finanzbeamte können ohne vorherige Ankündigung, aber während der üblichen Geschäfts- und Arbeitszeiten, Geschäftsräume von Unternehmern betreten und prüfen, ob Kasseneinnahmen und -ausgaben richtig aufgezeichnet worden sind.

Vielfach wird vergessen, dass auch Schenkungen unter Ehegatten, selbst wenn Sie "unbenannt" sind, Schenkungsteuer auslösen (siehe Risiko „Zuwendungen zwischen Ehegatten“). Wer aber rechtzeitig gestaltet, muss sich um die Schenkungsteuer eigentlich keine großen Sorgen machen, denn unter Ehegatten gibt es äußerst interessante Steuermodelle, mit denen sich - auf relativ einfache Art und Weise - locker mehrere tausend Euro sparen lassen. Wer vermögend ist und ein "Häuschen" auf Sylt oder am Tegernsee sein eigen nennt, kann sogar einige hunderttausend Euro sparen.

Die Kosten für ein Erststudium sind nicht als Werbungskosten abziehbar, sondern können – beschränkt – lediglich als Sonderausgaben bis zu 6.000 Euro im Jahr geltend gemacht werden. Das Bundesverfassungsgericht prüft derzeit, ob diese Abzugsbeschränkung mit unserem Grundgesetz in Einklang steht. Eltern studierender Kinder greifen aber bereits seit einiger Zeit zu einer Gestaltung, bei der sie die Abzugsbeschränkung nicht weiter interessiert: Sofern sie über eine Mietwohnimmobilie verfügen, aus der sie (hohe) Überschüsse generieren, räumen sie ihren Kindern einen zeitlich befristeten Zuwendungsnießbrauch an der Immobilie ein.

Interessanterweise wird ein eigentlich recht einfaches Steuersparmodell nur selten angewandt: Es geht um die Vorauszahlung von Beiträgen zur Kranken- und Pflegeversicherung, genauer gesagt zur Basisabsicherung. Vielfach sind so auf einfache Weise Steuerminderungen von 3.000 Euro möglich.

Zahnbehandlungen können teuer und vor allem auch langwierig sein. Die Kosten wirken sich steuerlich als außergewöhnliche Belastungen nur nach Abzug der zumutbaren Eigenbelastung aus, so dass die effektive Steuerermäßigung oftmals nur sehr gering ist. Von daher stellt sich die Frage, ob es aus steuerlichen Gründen sinnvoll sein kann, die Kosten für eine Heilbehandlung, die sich über den Jahreswechsel hinzieht, vorauszuzahlen, um den Steuerabzug zu erhöhen. Die Antwort hat das FG München mit Urteil vom 12.05.2014 (7 K 3486/11) gegeben. Danach ist ein Abzug einer Vorauszahlung möglich, wenn ein wirtschaftlicher vernünftiger Grund vorliegt.

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