Fotovoltaik

Sonne, Strom und Steuern. Investitionen in Fotovoltaikanlagen auf dem Dach, an der Fassade des Hauses oder auf Freiflächen sind deshalb so beliebt, weil der Staat 20 Jahre lang sichere Einnahmen garantiert. Doch wie immer, wenn Einnahmen erzielt werden, ist auch das Finanzamt mit dabei. Hier erfahren Sie, was Sie als privater Betreiber einer Fotovoltaikanlage steuerlich beachten müssen.

abDas "Gesetz über den Vorrang erneuerbarer Energien" (EEG) verpflichtet die Netzbetreiber, selbst erzeugten Solarstrom aus privaten Fotovoltaikanlagen abzunehmen und den Anlagenbetreibern eine gesetzlich festgelegte Vergütung 20 Jahre lang zu zahlen. Diese Einspeisevergütung sinkt für Neuanlagen kontinuierlich. Bei Anlagen, die im Zeitraum 1.1.2009 bis 31.3.2012 neu installiert wurden, erhält der Anlagebetreiber sogar bei Eigenverbrauch eine Vergütung.

Der Betrieb einer Fotovoltaikanlage gilt steuerlich als Gewerbebetrieb. Damit verbunden sind steuerliche Pflichten wie Gewinnermittlung und Abgabe einer Einkommensteuererklärung. Sie sollten Bescheid wissen über Abschreibung, Sonderabschreibung und Investitionsabzugsbetrag. Aufgrund dieser Vergünstigungen ergibt sich in den ersten Jahren ein Verlust, der zu einer schönen Steuerersparnis verhilft. Hier erfahren Sie alles, was Sie zur ertragsteuerlichen Behandlung wissen müssen.

Mit der Lieferung des selbst erzeugten Stroms an den Netzbetreiber gelten Sie auch umsatzsteuerlich als Unternehmer. Sie erhalten im Allgemeinen vom Netzbetreiber Umsatzsteuer vergütet, führen diese ans Finanzamt ab, erstellen hierzu monatliche Umsatzsteuer-Voranmeldungen und am Jahresende eine Umsatzsteuererklärung. Großer Vorteil dieser Regelung ist, dass Sie die gezahlte Umsatzsteuer auf die Anschaffungskosten der Anlage vom Finanzamt erstattet bekommen. Hier zeigen wir Ihnen, was Sie dabei alles beachten müssen.

Die auf 20 Jahre garantierten Einnahmen aus der Fotovoltaikanlage stellen eine nette Form der zusätzlichen Altersversorgung dar. Diese tollen Einnahmen können jedoch zu einer Kürzung der vorgezogenen Altersrente oder Erwerbsminderungsrente führen oder als schädliches Einkommen auf Sozialleistungen angerechnet werden. Eine Lösung kann die Übertragung des Fotovoltaik-Betriebes auf eine andere Person sein.

Ein Blockheizkraftwerk in einem Gebäude dient der gleichzeitigen Erzeugung von Strom und Wärme (sog. Kraft-Wärme-Kopplung). Der selbst erzeugte Strom wird in der Regel in das öffentliche Netz eingespeist, soweit er nicht in dem Gebäude verbraucht wird. Zwei Verfügungen der OFD Niedersachsen und OFD Frankfurt erläutern, wie die Erlöse hinsichtlich der Einkommensteuer und Umsatzsteuer behandelt werden.

Wenn Sie die Anschaffung einer Fotovoltaikanlage planen, können Sie bereits im Vorjahr einen Investitionsabzugsbetrag bis zu 40 % der voraussichtlichen Anschaffungskosten steuermindernd geltend machen und so Steuern sparen (§ 7g Abs. 1 bis 4 EStG).

Hier finden Sie zahlreiche Vordrucke, Arbeitshilfen, Hinweise zu Broschüren rund um das Thema "Fotovoltaikanlagen".

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