Kinder

In dieser Rubrik geht es um die vielfältigen Steuervergünstigungen für Kinder. Sie erfahren hier interessante Einzelheiten zu Elterngeld, Kinderbetreuungskosten, Entlastungsbetrag, Kindergeld, Kinderfreibetrag, BEA-Freibetrag und anderen kindbedingten Steuervergünstigungen. 

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Arbeitshilfen:
Antrag auf Steuerklassenwechsel bei Ehegatten
Merkblatt Kindergeld
Broschüre des BMFSFJ: Elterngeld und Elternzeit (PDF)
Weitere Informationen zum Kindergeld beim Bundeszentralamt für Steuern
Formulare für den Antrag auf Kindergeld
Rechner: Berechnung des Elterngeldes (Bundesministerium)
Vordruck: Erklärung zur Beantragung der Steuerklasse II - für Entlastungsbetrag
Die wichtigsten kindbedingten Steuervergünstigungen sind das Kindergeld oder stattdessen der steuerliche Kinderfreibetrag und der BEA-Freibetrag (für Betreuung, Erziehung und Ausbildung). Davon hängen eine Reihe weiterer Vergünstigungen ab.

Das Kindergeld wird während des Jahres monatlich gezahlt. Im Rahmen der Steuererklärung prüft das Finanzamt von Amts wegen, ob die Steuerersparnis aus dem Kinderfreibetrag und dem BEA-Freibetrag für Betreuung, Erziehung und Ausbildung günstiger ist. Ist dies der Fall, werden die beiden Steuerfreibeträge berücksichtigt und das erhaltene Kindergeld gegengerechnet. Hier erfahren Sie Wissenswertes zum Kindergeld.
Merkblatt Kindergeld
Formulare für den Antrag auf Kindergeld
Vordruck: Erklärung zur Beantragung der Steuerklasse II - für Entlastungsbetrag

Ein Ausbildungsfreibetrag - auch als Sonderbedarfsfreibetrag bezeichnet - wird für Kinder in Schul- und Berufsausbildung gewährt, die über 18 Jahre alt sind und außerhalb des elterlichen Haushalts leben. Hier erfahren Sie, was Sie zu dieser Steuervergünstigung wissen sollten.

Zum Ausgleich für den Wegfall des bisherigen Haushaltsfreibetrages erhalten "echt" alleinerziehende Mütter und Väter seit 2004 den Entlastungsbetrag (§ 24b EStG). Hier erfahren Sie alle Einzelheiten zu dieser Steuervergünstigung.

Kindergeld wird laufend während des Jahres gezahlt. Hingegen werden der Kinderfreibetrag und der BEA-Freibetrag (für Betreuung, Erziehung und Ausbildung) nur in der Einkommensteuerveranlagung berücksichtigt. Dies erfolgt aber nur dann, wenn die Steuerersparnis durch die Freibeträge höher ist als das ausgezahlte Kindergeld. Beides zusammen gibt?s nicht.

Beides zusammen gibt?s nicht: Als Eltern eines Kindes erhalten Sie entweder Kindergeld oder den steuerlichen Kinderfreibetrag und den BEA-Freibetrag. Allerdings haben Sie kein Wahlrecht, was Sie denn nun lieber haben möchten. Im Rahmen der Einkommensteuerveranlagung prüft das Finanzamt von Amts wegen, was für Sie günstiger ist: die Steuerersparnis aus dem Kinderfreibetrag und dem BEA-Freibetrag oder das Kindergeld.

Ab 2012 ist die steuerliche Absetzbarkeit von Kinderbetreuungskosten deutlich einfacher geregelt: Die Aufwendungen sind jetzt einheitlich nur noch als Sonderausgaben absetzbar, ohne dass es auf irgendwelche persönlichen Anspruchsvoraussetzungen ankommt. Weiterhin aber werden die Kosten nur zu zwei Drittel, begrenzt auf 4.000 Euro je Kind, anerkannt
(§ 10 Abs. 1 Nr. 5 EStG).

Geschiedene Väter und Väter nichtehelicher Kinder müssen Unterhalt an ihre Kinder zahlen, mit denen sie nicht in einem Haushalt zusammenleben. Ein wichtiger Maßstab bei der Bemessung des Unterhalts ist die sog. Düsseldorfer Tabelle.


Der Elternteil, der im ersten Lebensjahr des Kindes seine Erwerbstätigkeit unterbricht oder auf höchstens 30 Wochenstunden reduziert, erhält einen finanziellen Ausgleich für den Einkommensausfall - das Elterngeld. Ab 2013 wird die Berechnung des Elterngeldes durch die Pauschalierung von Steuern und Sozialabgaben vereinfacht. Hier erfahren Sie die Einzelheiten zum Elterngeld nach dem "Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz" (BEEG).

Antrag auf Steuerklassenwechsel bei Ehegatten
Broschüre des BMFSFJ: Elterngeld und Elternzeit (PDF)
Rechner: Berechnung des Elterngeldes (Bundesministerium)
Vordruck: Erklärung zur Beantragung der Steuerklasse II - für Entlastungsbetrag

Für Kinder, die ab dem 1.1.2013 geboren werden, wird das Elterngeld anders als bisher berechnet. Der Wechsel in eine günstigere Steuerklassenkombination wird künftig nur noch dann anerkannt, wenn er mindestens 7 Monate vor dem Geburtsmonat erfolgt. Verheiratete, die Elternfreuden entgegensehen, sollten deshalb frühzeitig die Steuerklasse ändern, damit das Elterngeld später etwas höher ausfällt.

Für Kinder, die ab dem 1.7.2015 geboren werden, werden die Regelungen zum Elterngeld erweitert um ein neues ElterngeldPlus mit Partnerschaftsbonus. Davon sollen vor allem Eltern profitieren, die während des Elterngeldbezuges in Teilzeit arbeiten wollen. Mit den Neuregelungen soll es für Mütter und Väter künftig vorteilhafter werden, Elterngeldbezug und Teilzeitarbeit miteinander zu kombinieren.

Aufwendungen für den Privatschulbesuch oder die Internatsunterbringung eines Kindes sind grundsätzlich mit dem Kindergeld oder den steuerlichen Freibeträgen (Kinderfreibetrag und BEA-Freibetrag) sowie dem Ausbildungsfreibetrag abgegolten und daher nicht zusätzlich absetzbar. Doch es gibt Fälle, in denen die Kosten doch als außergewöhnliche Belastungen berücksichtigt werden.

Seit 2005 gibt es eine neue Leistung für Kinder: den Kinderzuschlag zusätzlich zum Kindergeld. Hoffnung darauf können sich aber nur Eltern mit einem sehr niedrigen Einkommen machen. Der Kinderzuschlag soll verhindern, dass Geringverdiener nur wegen ihrer Unterhaltspflichten für Kinder das Arbeitslosengeld II beziehen müssen. Spannend ist nun die Frage, wie hoch das Einkommen höchstens sein darf und mindestens sein muss, um den Kinderzuschlag zu erhalten, und wie dieses Einkommen ermittelt wird. Hier erfahren Sie die Einzelheiten.

Voraussetzung für das Elterngeld ist u.a., dass der Wohnsitz in Deutschland liegt. Aber auch Personen mit Wohnsitz im Ausland können in bestimmten Fällen Anspruch auf Elterngeld haben, wenn sie ein Beschäftigungsverhältnis in Deutschland haben. Was bedeuten diese Regeln nun für Grenzgänger, die in Deutschland oder im Ausland wohnen und arbeitstäglich zu ihrem Arbeitsplatz ins Nachbarland pendeln? Eine schwierige Frage.

Die Ermittlung des Einkommens war nach bisherigem Recht sehr aufwendig und verursachte einen hohen Verwaltungsaufwand. Ab 2013 wird dies einfacher, indem für Steuern und Sozialabgaben pauschale Abzüge vorgenommen werden. Die Regelungen zur Einkommensermittlung werden neu strukturiert und vereinfacht.

Es ist keine Seltenheit, dass Eltern die Hochzeitsfeier ihrer Kinder bezahlen. Die Kosten dafür sind oftmals hoch und für Sie gewiss eine "außergewöhnliche Belastung". Die Frage also ist, ob Sie das Finanzamt daran beteiligen können.

Eltern, die ihre Kinder im zweiten und dritten Lebensjahr nicht in einer Kindertagesstätte betreuen lassen, sondern zu Hause selber betreuen, haben ab dem 1. August 2013 Anspruch auf das neue Betreuungsgeld. Damit soll die besondere Erziehungsleistung der Eltern anerkannt werden. Begünstigt sind Kinder, die ab August 2012 geboren sind.

Für Pflegekinder besteht ebenso wie für leibliche Kinder ein Anspruch auf Kindergeld und die steuerlichen Vergünstigungen. Pflegekinder sind Personen, mit denen die Pflegeeltern in einer familienähnlichen, auf längere Dauer angelegten Beziehung wie zu einem eigenen Kind stehen. Voraussetzung dafür ist, dass sie das Kind in ihren Haushalt aufnehmen und das Obhuts- und Pflegeverhältnis zu den leiblichen Eltern nicht mehr besteht (§ 32 Abs. 1 Nr. 2 EStG).

Um ein "Ausbildungsdienstverhältnis" handelt es sich, wenn Sie eine Berufsausbildung im Rahmen eines Dienstverhältnisses absolvieren. Obwohl Ihre Aufwendungen auch in diesem Fall Ausbildungskosten darstellen, können Sie diese in voller Höhe als Werbungskosten absetzen.

Seit dem 1.7.1998 kennt das Gesetz keinen Unterschied mehr zwischen ehelichen und nichtehelichen Kindern. Offiziell wird ein nichteheliches Kind nun als "Kind nicht miteinander verheirateter Eltern" bezeichnet. Was kann in diesem Fall jeder Elternteil steuerlich geltend machen?

Der Staat hat eine neue Einnahmequelle entdeckt: Studenten, die BAföG beantragt und erhalten haben, werden im Nachhinein überprüft. So mussten über 63.000 BAföG-Bezieher aus den Jahren 2000 bis 2002 insgesamt 251,7 Millionen Euro zurückzahlen. In 13.105 Fällen wurden Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet und 16.711 Vorgänge an die Staatsanwaltschaft abgegeben. Der Grund: Die BAföG-Bezieher hatten ihr Geldvermögen unzutreffend angegeben, das höchstens 5.200 EUR betragen durfte. Da der Bezug von BAföG steuerlich von Bedeutung ist, stellt sich die Frage, wie sich nun die Rückzahlung steuerlich bei Kind und Eltern auswirkt.

Für Kinder, die arbeitslos sind, erhalten Sie Kindergeld oder die steuerlichen Freibeträge sowie die damit verbundenen kindbedingten Steuervergünstigungen bis zum 21. Lebensjahr (§ 32 Abs. 4 Nr. 1 EStG). Danach aber besteht die Möglichkeit, eine Steuerermäßigung für Unterhaltsleistungen zu bekommen (§ 33a Abs. 1 EStG).

Die leidgeprüften Eltern eines drogenabhängigen Kindes können Anspruch auf Kindergeld oder die steuerlichen Freibeträge sowie auf die daran anknüpfenden Steuervergünstigungen haben.

Wenn Kinder Wehrdienst freiwillig oder als Soldat auf Zeit leisten, wollen die Eltern wissen, ob sie in dieser Zeit Anspruch auf Kindergeld oder die steuerlichen Freibeträge sowie auf andere kindbedingte Steuervergünstigungen haben. Sie werden staunen, wann Sie begünstigt sein können.

Zum 1.1.2007 wurde eine neue Sozialleistung für Familien eingeführt: das Elterngeld. Diese Leistung können Eltern für Kinder erhalten, die ab dem 1.1.2007 geboren werden. Der Elternteil, der im ersten Lebensjahr des Kindes seine Erwerbstätigkeit unterbricht oder auf höchstens 30 Wochenstunden reduziert, erhält einen finanziellen Ausgleich für den Einkommensausfall. Hier erfahren Sie Einzelheiten zu den neuen Regelungen des "Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetzes" (BEEG) vom 5.12.2006.

Offenbar gibt es viele Fälle, in denen der Papa nicht der biologische Vater eines Kindes ist. "Kuckuckskinder" sind Kinder, die einen anderen Vater haben, als von der Mutter behauptet wird. Für die Scheinväter bringt das neue Gesetz zur Vaterschaftsfeststellung seit dem 1.4.2008 und ein neues BGH-Urteil vom 16.4.2008 erhebliche Verbesserungen. Kommt es zur Aufdeckung, hat dies nicht nur unterhaltsrechtliche, sondern auch steuerliche Auswirkungen, und zwar sowohl für den Scheinvater wie auch für den biologischen Vater.

Zum 1.7.2011 wurde die Wehrpflicht ausgesetzt - und damit auch die Pflicht zur Ableistung des Grundwehrdienstes. Stattdessen gibt es jetzt einen neuen freiwilligen Wehrdienst für Männer und Frauen. Der freiwillige Wehrdienst besteht aus 6 Monaten Probezeit und bis zu 17 Monaten anschließendem zusätzlichen Wehrdienst. Hier erfahren Sie, welche Leistungen für Sie bereit stehen.


Zur Sanierung des Bundeshaushalts werden mit dem "Haushaltsbegleitgesetz 2011" auch Einschnitte beim Elterngeld vorgenommen. So wird das Elterngeld ab einem Einkommen von 1.200 EUR moderat abgesenkt, für Spitzenverdiener ganz gestrichen, bei erwerbslosen Hartz IV-Beziehern als schädliches Einkommen angerechnet, für Aufstocker und Geringverdiener mit Kinderzuschlag ein Elterngeldfreibetrag eingeführt.

Berufstätige Eltern können Kinderbetreuungskosten seit 2006 in größerem Umfang steuerlich geltend machen als bisher. Damit sollen die Vereinbarkeit von Familie und Beruf verbessert und die privaten Haushalte als Feld für neue Beschäftigungsmöglichkeiten steuerlich gefördert werden. Auch für nicht erwerbstätige Eltern ändern sich die Abzugsregeln grundlegend. Einen Wermutstropfen aber hat die Neuregelung: Sie ist in außergewöhnlicher Weise kompliziert geraten. Mit den folgenden Erläuterungen bringen wir Licht ins Dunkel und zeigen Ihnen, was geht und wie es geht.

Für die Betreuung eines Kindes entstehen oft erhebliche Kosten. Hier erfahren Sie, welche Steuerentlastungen es dafür gibt.

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