Private Ausgaben

Private Ausgaben sind als Kosten der Lebensführung im Allgemeinen steuerlich ohne Belang. Doch in bestimmten Fällen können Sie Ihre Aufwendungen als Sonderausgaben oder als außergewöhnliche Belastung steuerlich absetzen.  

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Sonderausgaben sind private Ausgaben, die in ganz bestimmten Fällen steuerlich absetzbar sind. Diese Aufwendungen sind ausdrücklich und abschließend im Gesetz aufgeführt. Es gibt im Wesentlichen zwei Gruppen von Sonderausgaben: Die Vorsorgeaufwendungen und die anderen Sonderausgaben.

Private Aufwendungen sind in bestimmten schwierigen Lebenssituationen als außergewöhnliche Belastungen absetzbar. Dabei ist zwischen außergewöhnlichen Belastungen besonderer Art und solchen allgemeiner Art zu unterscheiden. Erstere sind der Höhe nach entweder mit Pauschbeträgen oder bis zu bestimmten Höchstbeträgen abziehbar. Hingegen sind außergewöhnliche Belastungen allgemeiner Art der Höhe nach unbegrenzt absetzbar, wobei jedoch ein zumutbarer Eigenanteil angerechnet wird.

 Private Aufwendungen sind in bestimmten schwierigen Lebenssituationen als außergewöhnliche Belastungen absetzbar. Die außergewöhnlichen Belastungen allgemeiner Art sind der Höhe nach unbegrenzt absetzbar, wobei das Finanzamt davon jedoch einen bestimmten Eigenanteil - die sog. zumutbare Belastung - abzieht.

Aufwendungen für ein Erststudium als Erstausbildung sollen nach dem Gesetz nur begrenzt als Sonderausgaben absetzbar. Der Bundesfinanzhof hat jedoch im Juli 2011 zugunsten der Studierenden für die unbegrenzte Absetzbarkeit als Werbungskosten entschieden. Doch schon im Oktober 2011 wird mittels einer Gesetzesänderung die alte Rechtslage wieder hergestellt, nach der die Studienkosten rückwirkend ab 2004 nur im Rahmen der Sonderausgaben berücksichtigt werden. Jetzt wird die Einschränkung vom Bundesverfassungsgericht geprüft.
Musterschreiben: Einspruch wegen Studienkosten (PDF)

Um Rechtsansprüche durchzusetzen oder abzuwehren, bleibt oftmals nur der Gang vor Gericht. Und da dort Anwaltszwang besteht, ist die Hilfe eines Rechtsanwalts erforderlich. Sind aber deshalb die Prozesskosten auch "zwangsläufig", sodass sie als außergewöhnliche Belastung steuerlich absetzbar sind?

Hausrat und Kleidung sind typische Gegenstände der Lebensführung und deshalb für die Steuererklärung eigentlich ohne Belang. Wenn aber Hausrat oder Kleidung durch ein "unabwendbares Ereignis" verloren ging oder beschädigt wurde, können Sie die Kosten für deren Wiederbeschaffung bzw. Reparatur steuerlich geltend machen.

Die Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung reichen nicht aus, um im Fall der Pflegebedürftigkeit die tatsächlichen Kosten zu decken. Daher ist eine private Pflegezusatzversicherung eine notwendige und sinnvolle Ergänzung. Zur Verbreitung solcher Versicherungen gibt es ab 2013 eine staatliche Förderung in Form eines Zuschusses.

Über Sprachkurse gibt es immer wieder Streit mit den Finanzämtern, die Fremdsprachenkenntnisse als Allgemeinbildung werten und deshalb die Kosten gern ablehnen. Um dann nicht klein beigeben zu müssen, sollten Sie einige erfreuliche neuere Entwicklungen kennen.

Die Tilgung von eigenen oder fremden Schulden betrifft viele Menschen und stellt für sie eine außergewöhnliche Belastung dar. So stellt sich häufig die Frage, ob solche Zahlungen auch steuerlich als außergewöhnliche Belastungen gelten und der Fiskus die Last tragen hilft.

Beiträge zu einer Rechtsschutzversicherung sind - im Gegensatz zu anderen Versicherungsbeiträgen - nicht als Sonderausgaben absetzbar. Doch in bestimmten Fällen können die Beiträge zumindest teilweise als Werbungskosten abgezogen werden.

Möbel, die aus Spanplatten gefertigt sind, können mit Formaldehyd belastet sein. Hier kommt es dann zu nachträglichen Formaldehyd-Ausgasungen und zu einer Schadstoffbelastung in der Raumluft, die gesundheitsschädlich ist. Als Lösung bleibt nur der Austausch der schadstoffbelasteten Möbel. Einen Teil der Kosten können Sie dem Finanzamt in Rechnung stellen.

Aufwendungen für das Wohnen gehören zur normalen Lebensführung und sind daher steuerlich nicht absetzbar. Doch von diesem Grundsatz hat der Bundesfinanzhof eine Ausnahme zugelassen und bei Unbewohnbarkeit der Hauptwohnung die Mietkosten für eine Ersatzwohnung als außergewöhnliche Belastungen anerkannt.

Tiere werden aus Liebhaberei, aus Tierliebe, zur Unterhaltung und zum Vergnügen gehalten. Deshalb ist die Tierhaltung dem privaten Lebensbereich zuzurechnen, sodass die Kosten für Anschaffung und Unterhalt steuerlich leider nicht absetzbar sind. Die Frage ist, ob es nicht doch Ausnahmen von diesem Grundsatz gibt.

Immer wieder kommt es vor, dass private Gegenstände während der Arbeitszeit beschädigt oder gestohlen werden oder aus beruflichen Gründen verloren gehen. Die Frage ist, ob Sie den nicht ersetzten Schaden in diesem Fall wenigstens mit dem Finanzamt teilen können.

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