Geldanlagen

Die Besteuerung von Investmentanteilen, Aktien, Lebensversicherungen, Schiffsbeteiligungen und anderen Geldanlagen ist zunehmend komplizierter geworden. Die folgenden Beiträge bringen Licht in den Dschungel der steuerlichen Vorschriften.

Kryptowährungen, wie Bitcoin, Etherium, Litecoin, IOTA u.a., sind digitale, anonyme, notenbankunabhängige Währungen. Viele wissen nicht wirklich, was genau das ist und wie sie funktionieren. Was allerdings weithin wahrgenommen wird, sind Pressemeldungen über extreme Wertsteigerungen und drastische Wertverluste. Die Frage ist, wie Gewinne und Verluste aus dem Handel mit Bitcoins und anderen Kryptowährungen steuerlich zu beurteilen sind. 

Die Besteuerung von Investmentanteilen ist nicht einfach, sondern mittlerweile derart kompliziert und verwaltungsaufwendig, dass sie - so das Eingeständnis des Gesetzgebers - kaum mehr praktikabel ist. Deshalb sollen die Steuerregeln künftig deutlich einfacher werden. Das "Gesetz zur Reform der Investmentbesteuerung" (Investmentsteuerreformgesetz ? InvStRefG) vom 19.7.2016 tritt am 1.1.2018 in Kraft.Für Anleger von Publikumsfonds kann es im Einzelfall zu steuerlichen Mehrbelastungen kommen.

Mit dem Alterseinkünftegesetz sollte eigentlich die bisher unterschiedliche Besteuerung von Einkünften im Alter vereinheitlicht und auf eine nachgelagerte Besteuerung umgestellt werden. Doch mit den Neuregelungen wird nun auch das Steuerprivileg für Lebensversicherungen gekippt. Lesen Sie hier, welche Auswirkungen dies ab 2005 für laufende Altverträge und für Neuverträge hat.

Junge innovative Unternehmen sollen bei der Suche nach einem Kapitalgeber unterstützt und private Investoren - insbesondere Business Angels - angeregt werden, Wagniskapital für diese Unternehmen zur Verfügung zu stellen. Deshalb sind nun Zuschüsse für Wagniskapital steuerfrei gestellt. Bei Wagniskapitalfonds gibt es besondere Regelungen zur steuerlichen Behandlung des Carried Interest.

"Gold und Silber lieb ich sehr..." Seit Tausenden von Jahren fasziniert der Glanz des Goldes die Menschen, nicht nur als Schmuck, sondern auch als Wertaufbewahrungsmittel. Besonders in Zeiten von Wirtschafts- und Finanzkrisen sind die glänzenden Metalle ein beliebtes Mittel, um das finanzielle Eigentum zu sichern und vor Inflation zu schützen. Hier erfahren Sie, wie es um die steuerliche Behandlung von Gold und Silber steht.

Seit den 90er Jahren werden Versicherungsmodelle zur ergänzenden Altersversorgung angeboten, die sich durch Bankkredit und Steuerersparnisse angeblich selbst finanzieren. Wesentlicher Bestandteil ist eine Renten- oder Lebensversicherung gegen kreditfinanzierten Einmalbeitrag. Ab 2009 stürzt eine wichtige Säule dieser Modelle ein, denn nach Einführung der Abgeltungsteuer werden Schuldzinsen nicht mehr als Werbungskosten bei den Kapitaleinkünften anerkannt und Verluste aus Kapitalvermögen nicht mehr mit anderen Einkünften verrechnet.

Für das Bausparen gibt es drei verschiedene staatliche Förderungen: Überweist der Arbeitgeber vermögenswirksame Leistungen - auch aus eigenem Gehalt - auf einen Bausparvertrag, erhalten Sie dafür die Arbeitnehmer-Sparzulage. Zahlen Sie eigene Beiträge selber auf den Bausparvertrag ein, können Sie die Wohnungsbauprämie bekommen. Und zum dritten können Sie seit 2008 für eigene Beiträge in einen zertifizierten Bausparvertrag wahlweise auch die Riester-Förderung beanspruchen.

Zu den Lebensversicherungen werden auch Rentenversicherungen gerechnet. Für die Besteuerung hängt es von der Art und Ausgestaltung des Versicherungsvertrages ab, ob die Rentenzahlungen tatsächlich mit dem günstigen Ertragsanteil als "sonstige Einkünfte" oder mit dem Unterschiedsbetrag nach § 20 Abs. 1 Nr. 6 EStG als Kapitalertrag zu versteuern sind.

Handelsschiffe im internationalen Verkehr können von der günstigen Tonnagebesteuerung profitieren. Ebenfalls profitieren davon die beteiligten Anleger. Beim Wechsel eines Schiffes von der normalen Gewinnermittlung zur Tonnagebesteuerung müssen die stillen Reserven des Schiffes aufgedeckt werden. Hierzu wird ein sog. Unterschiedsbetrag ermittelt und festgeschrieben. Bei Veräußerung des Schiffes oder der Beteiligung muss der anteilige Unterschiedsbetrag vom Anleger versteuert werden.

Die anhaltenden Niedrigzinsen erschweren es den Lebensversicherungsunternehmen, die garantierten Zinsen und möglichst auch noch eine Überschussbeteiligung zu erwirtschaften. Gleichzeitig steigen wegen des niedrigen Zinsniveaus die Kurse von Wertpapieren, sodass hohe Bewertungsreserven entstehen, die zur Hälfte an ausscheidende Kunden auszuzahlen sind. Ein Dilemma, das mit dem "Lebensversicherungsreformgesetz" vom 1.8.2014 gelöst werden soll. Betroffen sind aber nicht nur die Versicherungsnehmer, sondern auch die Versicherungsunternehmen und ihre Anteilseigner.

Die Lebensversicherung hat für die private Altersvorsorge immer noch eine herausgehobene Bedeutung, auch wenn die steuerliche Vergünstigung für Neuverträge ab 2005 abgeschafft wurde. Ab 2008 gibt es deutliche Verbesserungen für die Versicherungsnehmer bezüglich Anspruch auf Überschussbeteiligung, Beteiligung an stillen Reserven, Erhöhung des Rückkaufwerts und Transparenz der Abschlusskosten. Grundlage hierfür ist das neue Versicherungsvertragsgesetz vom 23.11.2007.

Der Tod ist nicht billig, denn er kostet das Leben. Und die Grabpflege über viele Jahre hat auch ihren Preis. Um die Dauerpflege des Grabes nach dem Tod sicherzustellen, treffen viele ältere Menschen bereits zu Lebzeiten entsprechende Vorsorge und richten ein Grabpflegekonto ein. Werden dabei bestimmte Bedingungen beachtet, gibt's steuerliche Vergünstigungen.

Für Lebensversicherungen, die nach dem 1.1.2005 abgeschlossen werden, ist das bisher beliebte Steuerprivileg abgeschafft. Nunmehr muss die Versicherungsleistung mit dem Unterschiedsbetrag gemäß § 20 Abs. 1 Nr. 6 EStG versteuert werden, und die Beiträge sind nicht mehr steuerlich absetzbar. Außerdem sind zwischenzeitlich mehrere steuerliche Verschärfungen eingeführt worden, und ab 2009 ist die Abgeltungsteuer zu beachten. Das alles macht die Lebensversicherung unter steuerlichen Gesichtspunkten zu einem immer komplizierten Gebilde. Hier erfahren Sie die Einzelheiten zu den neuen Steuerregeln für Neuverträge.

Im März 2012 haben die Gläubiger Griechenlands auf Forderungen von rund 105 Mrd. Euro verzichtet - teilweise gezwungenermaßen freiwillig, teilweise zwangsweise. Der Forderungsverzicht bzw. Schuldenerlass beträgt 53,5 % des investierten Geldes. Über den verbleibenden Betrag bekommen die Anleger neue Zinspapiere. Hier erfahren Sie, wie der Anleihetausch steuerlich behandelt wird und wie Sie das Finanzamt an den Verlusten beteiligen können.

Die Arbeitnehmer-Sparzulage müssen Sie jährlich beim Finanzamt beantragen. Dazu sind neuerdings zwei Verfahren zugelassen: Der Antrag im Rahmen dre Steuererklärung und das vereuinfachte Verfahren. Nachfolgend erfahren Sie Näheres. Ausführliche Informationen zu vermögenswirksamen Leistungen und der Arbeitnehmer-Sparzulage finden Sie darüber hinaus im Beitrag Vermögenswirksame Leistungen und Arbeitnehmer-Sparzulage.

Die Hapimag AG als ein im Jahre 1963 gegründetes Unternehmen mit Sitz in der Schweiz ist ein Anbieter von Ferienwohnrechten (Ferienhäuser und Ferienapartments) in 16 Ländern. Das Geschäftsmodell der Hapimag sieht den Verkauf eigener Aktien vor, wobei die Aktionäre keine Dividende, sondern Wohnrechtspunkte erhalten.

Lebensversicherungen sind unter bestimmten Voraussetzungen auf zweifache Weise steuerbegünstigt: Zum einen sind die Beiträge als Sonderausgaben absetzbar, zum anderen ist die Ablaufleistung steuerfrei. Die nachfolgenden Ausführungen gelten für Verträge, die vor dem 1.1.2005 abgeschlossen wurden.

Wenn Sie Aktien besitzen, kann es vorkommen, dass Ihnen sog. Bezugsrechte zugeteilt werden. In diesen Genuss kommen Sie, wenn die Aktiengesellschaft ihr Grundkapital gegen Einlage erhöhen möchte. Die Bezugsrechte können Sie dann ausüben und gegen Zuzahlung günstig junge Aktien erwerben. Sie können die Bezugsrechte aber auch verkaufen und weitere hinzukaufen. Und schließlich können Sie die jungen und die alten Aktien veräußern. Alle Vorgänge beinhalten steuerliche Fragen, die in diesem Beitrag geklärt werden.

Die Aktie ist in zweifacher Hinsicht interessant, lebt allerdings in beiden Fällen von der Hoffnung: Als Anleger profitieren Sie von Dividenden, die - hoffentlich - jährlich ausgeschüttet werden, und Sie profitieren - hoffentlich - von Wertsteigerungen, die jedoch nur bei Verkauf der Aktie in bare Münze verwandelt werden.

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