Steueränderungen 2022

Was wird sich im Jahre 2022 steuerlich ändern? Worauf müssen Sie reagieren? Welche neue Gestaltungen zur Senkung der Steuerlast gibt es? Und welche neue Steuerfallen hat der Gesetzgeber geschaffen? Hier erfahren Sie es. In der nachfolgenden Rubrik finden Sie bereits einen Überblicksbeitrag und in Kürze auch spezielle Aufsätze für Arbeitnehmer, Rentner, Vermieter usw.

Die Jahre 2020 und 2021 standen ganz im Zeichen der Coronapandemie. Daher gab es enorm viele Neuerungen und Änderungen, die das Steuerrecht und angrenzend auch das Sozialversicherungsrecht betrafen. Doch auch Regelungen im Bereich des Klimaschutzes strahlten ins Steuerrecht hinein und haben zu vielen Änderungen geführt. Und wie sieht es mit dem Jahr 2022 aus? Die Coronakrise ist noch lange nicht vorbei, eine neue Bundesregierung wurde gewählt und das Thema "Klimaschutz" steht neben "Corona" ganz oben auf der Agenda. Aktuell zwingen die hohen Energiepreise die Bundesregierung zu weiterem Handeln. Von daher wird es auch in 2022 zahlreiche steuerliche Neuregelungen geben. Einige Punkte sind bereits verabschiedet worden, andere sind in der Planung oder bedürfen noch des Feinschliffs. Nachfolgend stellen wir Ihnen - auf über 100 Seiten - die wichtigsten Änderungen und Gesetzesmaßnahmen vor. Sie betreffen weitestgehend das Jahr 2022 und die Folgejahre; einige Änderungen gelten jedoch auch rückwirkend für das Jahr 2021. Der Überblick wird kontinuierlich ergänzt. Übrigens sind die aktuellen Beschlüsse zur Entlastung der Pendler bereits in dem Beitrag eingearbeitet. Ausfürliche Informationen zur Neuregelung der Grundsteuer finden Sie in dem Beitrag Immobilieneigentümer: Die Reform der Grundsteuer .

Wer im Jahr 2022 in den Ruhestand tritt und erstmals Rente, Betriebsrente oder Pension bezieht, kann leider seinen Steuerordner noch nicht beiseite stellen, sondern muss sich nun mit den speziellen Regeln der neuen Rentenbesteuerung beschäftigen. Wir machen es Ihnen einfach, indem wir Ihnen hier die für Sie konkret maßgebenden Regelungen und Steuerbeträge aufzeigen. Steuertipps zur Minderung der Steuerlast im Jahr des erstmaligen Bezugs der Rente runden den Beitrag ab.

Die Grundsteuer basiert bislang auf den so genannten Einheitswerten. Diese Werte stammen aus dem Jahr 1964, soweit sie die alten Bundesländer betreffen, und aus dem Jahr 1935, sofern es um Immobilien in den neuen Bundesländern geht. Die tatsächliche Wertentwicklung des Grundbesitzes wird durch diese alten Werte nicht widergespiegelt und gleichartiger Grundbesitz wird unterschiedlich behandelt. Deshalb hat das Bundesverfassungsgericht die bisherige Berechnungsmethode für verfassungswidrig erklärt. Zugleich forderte das Bundesverfassungsgericht eine gesetzliche Neuregelung zur Grundsteuer bis Ende 2019. Die Neuregelung liegt vor und auf die Immobilieneigentümer kommt nun Arbeit zu: Sie müssen in Kürze eine Feststellungserklärung zur Ermittlung des Grundsteuerwerts auf den 1. Januar 2022 abgeben.

Die aufgrund der Corona-Pandemie verordneten Einschränkungen sind eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung. Sowohl Bürger als auch Unternehmen engagieren sich für den gesellschaftlichen Zusammenhalt, für die Eindämmung der Ausbreitung der Pandemie und für diejenigen, für die die Erledigungen des Alltags plötzlich mit zuvor nie dagewesenen Gefährdungen verbunden sind. Das Bundesfinanzministerium will das gesamtgesellschaftliche Engagement bei der Corona-Hilfe unterstützen und gewährt dazu "steuerliche Maßnahmen zur Förderung der Hilfe für von der Corona-Krise Betroffene". Diese galten zunächst für die Zeit vom 1.3.2020 bis 31.12.2020 (BMF-Erlass vom 9.4.2020, BStBl. 2020 I S. 498), wurden verlängert bis zum 31.12.2021 (BMF-Erlass vom 18.12.2020, BStBl. 2021 I S. 57) – und werden nun abermals verlängert bis zum 31.12.2022 (BMF-Schreiben vom 15.12.2021, IV C 4-S 2223/19/10003:006).