Steuergrundlagen

In dieser Rubrik lernen Sie die Grundlagen der Einkommensteuererklärung kennen. Hier geht es um allgemeine Fragen rund um die Steuererklärung, um Pflichtveranlagung und Antragsveranlagung, um die Berechnung und Höhe der Einkommensteuer, zuständiges Finanzamt usw. In den weiterführenden Menüpunkten erhalten Sie Informationen nach Themen sortiert. Folgende Arbeitshilfen sind sicherlich interessant:

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Rechner: Steuerberechnung mittels Programm des Bundesfinanzministeriums
Brutto-Netto-Gehaltsrechner
Personen mit Wohnsitz in Deutschland haben vom Grundsatz her für das abgelaufene Kalenderjahr eine Einkommensteuererklärung abzugeben (§ 25 Abs. 3 EStG). Doch dieser Grundsatz gilt nicht uneingeschränkt. Während Arbeitnehmer und Pensionäre nur in bestimmten - gesetzlich festgelegten - Fällen eine Steuererklärung abgeben müssen, sind Rentner und andere Nicht-Arbeitnehmer bereits bei Überschreiten einer bestimmten Einkunftsgrenze dazu verpflichtet.

Wer nicht zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet ist, sollte überlegen, ob er eine solche freiwillig abgibt. Dies ist immer empfehlenswert, wenn Sie Steuervergünstigungen in Anspruch nehmen wollen oder wenn Sie während des Jahres vermeintlich zu viel Steuern gezahlt haben und diese anrechnen lassen wollen. Kurzum: wenn Sie die Möglichkeit einer Steuererstattung sehen. Es gibt viele Fälle, in denen sich eine freiwillige Steuererklärung lohnt!

Nachfolgend finden Sie einen Überblick über die wesentlichen steuerlichen Frei-, Pausch- und Höchstbeträge der Jahre 2017 und 2018. 

 Nachfolgend finden Sie einen Überblick über die wesentlichen steuerlichen Frei-, Pausch- und Höchstbeträge der Jahre 2016 und 2017. 

Belege und Aufzeichnungen spielen im Steuerrecht eine wichtige Rolle. Keine Steuervergünstigung ohne entsprechenden Nachweis und keine Buchung ohne Beleg! Das Finanzamt traut nur dem, was schwarz auf weiß geschrieben steht. Doch nach Erledigung der Steuererklärung ist die Frage: Aufbewahren oder Vernichten?

Der Wohnsitz entscheidet darüber, ob Sie in Deutschland unbeschränkt oder nur beschränkt einkommensteuerpflichtig sind. Nachfolgend finden Sie dazu §§ 8 und 9 des AO-Anwendungserlasses (BStBl. 1998 I S. 632).

Es gab einmal einige Staaten, die noch so etwas wie ein Bankgeheimnis hatten und dem deutschen Fiskus nicht die gewünschten Auskünfte in Steuersachen erteilten. So blieben dem Fiskus gar manche Euros bei ausländischen Banken verborgen und damit auch die entsprechenden Kapitalerträge in der Steuererklärung .... Dieses schöne Märchen hat ganz wesentlich der deutsche Finanzminister Steinbrück beendet. Er hatte den sog. Steueroasen den Kampf angesagt und diesen Kampf letztlich beim Weltfinanzgipfel der G 20-Staaten in London im April 2009 gewonnen. Trotzdem baut er mit dem "Steuerhinterziehungsbekämpfungsgesetz" vom 29.7.2009 noch zusätzlich eine gewaltige Drohkulisse auf und führt verschärfte Prüfungs- und Aufbewahrungspflichten für wohlhabende Steuerzahler ein.

Gar mancher möchte im Vorhinein wissen, wie hoch die Einkommensteuer ist und wie sie berechnet wird. Doch die Berechnung ist in bestimmten Fällen kompliziert, und verwirrend sind manchmal die Begriffe: tarifliche Einkommensteuer - festzusetzende Einkommensteuer - zu zahlende Einkommensteuer. Hier erfahren Sie, was Sie letztendlich zu zahlen haben.

Wo sollen Sie Ihre Einkommensteuererklärung abgeben? Bei dem Finanzamt, in dessen Bezirk Sie im Zeitpunkt der Steuererklärung Ihren Wohnsitz haben. Fachleute nennen es das Wohnsitzfinanzamt. Nicht maßgebend ist das Finanzamt, in dessen Bezirk Sie am 31.12. des betreffenden Steuerjahres gewohnt haben (§ 19 AO).

Die gesetzliche Grundlage für die Berechnung der Einkommensteuer ist § 32a des Einkommensteuergesetzes. Die Steuerformeln zeigen, wie der Steuerbetrag berechnet wird und wie er sich zusammensetzt.

Bei der Steuer ist man nicht veranlagt, sondern man wird veranlagt. "Veranlagung" heißt das Verfahren des Finanzamtes, in dem auf der Basis der Steuererklärung die Besteuerungsgrundlagen ermittelt und die Steuer festgesetzt wird. Und diese Steuerermittlung kann 'einsam, zweisam oder gemeinsam' erfolgen. Hier lernen Sie die verschiedenen Veranlagungsarten kennen und erfahren, wann die getrennte Veranlagung gegenüber der Zusammenveranlagung vorteilhafter sein kann. 

Für den Laien ist es oft schwer, die feinen Unterschiede zwischen Einnahmen, Einkünften, Einkommen und zu versteuerndem Einkommen zu erkennen. Für die Berechnung der Einkommensteuer jedenfalls kommt es auf das "zu versteuernde Einkommen" an. Hier sehen Sie, in welchem Zusammenhang die Begriffe stehen und wie das alles entscheidende "zu versteuernde Einkommen" ermittelt wird.

Artikel 26 des OECD-Musterabkommens von 2005 verpflichtet Staaten zum Austausch von Informationen, die für Zwecke der Besteuerung von Bedeutung sind. Die Auskunftserteilung hat nicht nur bei konkreter Steuerhinterziehung, sondern bereits im einfachen Besteuerungsverfahren zu erfolgen. Erforderlich ist nur, dass ein steuerlicher Sachverhalt aufzuklären ist und dass die erbetenen Auskünfte und Unterlagen für die Besteuerung voraussichtlich relevant sind und dies vom anfragenden Staat dargelegt wird.

Was dieser Superbundesfinanzminister namens Lafontaine in seiner nur viermonatigen Amtszeit um die Jahreswende 1998/99 angerichtet hat, beschäftigt bis heute die Gerichte: Er hat das sog. "Steuerentlastungsgesetz 1999/2000/2002" zu verantworten, das - anders als der Name vermuten lässt - eine Vielzahl von Steuerverschärfungen enthielt, die die Bürger viel Geld gekostet haben. Zahlreiche Regelungen wurden inzwischen als verfassungswidrig beurteilt und wieder abgeschafft. Eine dieser Vorschriften hält der Bundesfinanzhof jetzt allein wegen ihrer Kompliziertheit und Unverständlichkeit für verfassungswidrig und sogar für nichtig. Ein bisher einmaliger Vorgang!

Angehörigen steht es frei, ihre Rechtsverhältnisse untereinander so zu gestalten, dass sie für sie steuerlich möglichst günstig sind. So die erfreuliche Maxime des Bundesfinanzhofs. Doch die Finanzämter prüfen Verträge unter Angehörigen besonders gründlich, weil sie hier Scheingeschäfte und damit einen steuerlichen Missbrauch vermuten. Daher sollten Sie die fiskalischen Anforderungen an die Vertragsgestaltung kennen und auch einhalten, damit das Finanzamt Ihnen keinen Strich durch die Rechnung machen kann.

Wer über ein hohes Einkommen verfügt, wird vom Fiskus zunehmend belastet. Seit 2007 gibt es die sog. Reichensteuer, ein Steuerzuschlag von 3 Prozentpunkten für Bestverdiener. Seit 2010 sind gut betuchte Angestellte, Vermieter und Kapitalanleger zur Aufbewahrung von steuerlichen Unterlagen verpflichtet und müssen mit Außenprüfungen rechnen. Wohlhabende Bürger geraten nun verstärkt ins Visier des Fiskus.

Die Überwachung wird immer dichter und die Kontrolle immer strenger - alles mit dem Argument der Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung. Erweitert werden zunehmend die zu überwachenden Geschäftsfälle, die überwachenden Berufsgruppen und die Überwachungspflichten.

Der Solidaritätszuschlag wird sowohl im Einkommensteuerbescheid als auch in der monatlichen Gehaltsabrechnung als Zuschlag zur Einkommensteuer bzw. Lohnsteuer erhoben.

In bestimmten Fällen werden Steueransprüche verzinst: So können Sie auf eine Steuererstattung vom Finanzamt zusätzlich Zinsen bekommen, oder Sie müssen auf einen Steuerzahlbetrag obendrein noch Zinsen bezahlen. Hier erfahren Sie, wann solche Steuerzinsen in Betracht kommen und welche steuerlichen Nebenleistungen es sonst noch gibt.

In einer umfangreichen Veröffentlichung äußert sich das Bayerische Landesamt für Steuern zu Einzelheiten bei der Festsetzung von Verspätungszuschlägen, zu den tatbestandlichen Voraussetzungen, zu formalen Fragen des Verspätungszuschlags sowie zu den Grundsätzen der Ermessensausübung (Bayerisches Landesamt für Steuern vom 25.2.2008, S 0323 - 7 St 41 M).

Viele Steuerbescheide enthalten den Vermerk "Der Bescheid ist nach § 165 Abs. 1 AO teilweise vorläufig". Welche Bedeutung hat dieser Vorläufigkeitsvermerk und für welche Punkte gilt er?

In der Zeit vom 1.8. bis 31.12.2008 hat jeder Bürger in Deutschland vom Baby bis zum Greis ein eindeutiges Identifikationsmerkmal erhalten - die neue Steuer-Identifikationsnummer. Diese Nummer ist jetzt bei Anträgen, Erklärungen oder Mitteilungen gegenüber Finanzbehörden anzugeben. Die rechtliche Grundlage dafür wurde bereits im "Steueränderungsgesetz 2003" vom 15.12.2003 gelegt und in der Abgabenordnung verankert (§ 139b AO). Mit der neuen Steuer-ID werden Sie wiederum ein Stück gläserner und ein Teil kontrollierbarer - im Jahre 24 nach George Orwells Vision von '1984'. Big Brother is watching you.

In Deutschland haben wir bekanntlich die progressive Einkommensbesteuerung. Das bedeutet, dass nach Überschreiten des Grundfreibetrages jeder zusätzlich verdiente Euro höher besteuert wird als die vorhergehende. Und der zuletzt verdiente Euro wird am höchsten belastet.

Im Allgemeinen erkennt das Finanzamt die vertraglichen Gestaltungen an, die auch tatsächlich durchgeführt werden und einem Fremdvergleich standhalten. Ist jedoch einziger Zweck einer vertraglichen Gestaltung eine Steuervermeidung, erkennen die Finanzämter solche Konstruktionen nicht an. Denn Gestaltungen, die keinen weiteren Sinn verfolgen als die Vermeidung von Steuern, nennt das Gesetz einen "Missbrauch von rechtlichen Gestaltungsmöglichkeiten" (§ 42 Abgabenordnung).

Bei Flugreisen von deutschen Flughäfen ist seit 2011 eine Luftverkehrsteuer bzw. Flugsteuer zu zahlen. Wenngleich die neue Steuer in erster Linie die Fluggesellschaften betrifft, so wird sie doch auf die Flugpreise aufgeschlagen und so auf die Fluggäste überwälzt. Auch wenn Sie nur indirekt betroffen sind, wird Sie interessieren, wie hoch die Steuer ist, welche Flüge betroffen sind, wer davon befreit ist, wann sie zu zahlen ist und mehr. Hier gibt's die Antworten.

Wer vom Amt kommt, ist meistens klüger. Auch beim Finanzamt können Sie Auskünfte zu Steuerfragen bekommen, doch diese sind eher unverbindlich. Was aber nützt dies, wenn man bei wichtigen wirtschaftlichen Entscheidungen eine verlässliche Auskunft über die steuerlichen Auswirkungen zu komplizierten Sachverhalten benötigt? Eine vielfach unbekannte Möglichkeit hierzu ist die schriftliche Anfrage an das Finanzamt, auf die Sie schriftlich eine verbindliche Auskunft erwarten dürfen. Hier erfahren Sie, wann Sie diese Form nutzen können, was Sie dabei beachten müssen und was sie kostet.

Zur Bearbeitung von Anträgen auf Erteilung einer verbindlichen Auskunft hat die OFD Frankfurt einen ausführlichen Leitfaden herausgegeben (OFD Frankfurt vom 12.12.2007, S 0224 A - 3 - St 23).

Oftmals kommt es vor, dass steuerliche Sachverhalte kaum oder nur schwer aufgeklärt werden können. Erleichterung kann dann die sog. "tatsächliche Verständigung" bringen. Dies ist nichts anderes als ein "Kuhhandel" zwischen Finanzamt und Steuerbürger, mit dem aufwendige Ermittlungen und ein langer Rechtsstreit vermieden werden. Der "Deal" dient also der Effektivität der Besteuerung und dem Rechtsfrieden. Erstmals legt jetzt das Bundesfinanzministerium die Grundsätze für eine solche tatsächliche Verständigung fest (BMF-Schreiben vom 30.7.2008, BStBl. 2008 I S. 831).

Nachfolgend finden Sie einen Überblick über die wesentlichen steuerlichen Frei-, Pausch- und Höchstbeträge der Jahre 2015 und 2016.

Nachfolgend finden Sie einen Überblick über die wesentlichen steuerlichen Frei-, Pausch- und Höchstbeträge der Jahre 2014 und 2015.

Nachfolgend finden Sie einen Überblick über die wesentlichen steuerlichen Frei-, Pausch- und Höchstbeträge der Jahre 2013 und 2014.

Hier finden Sie zahlreiche Vordrucke und Berechnungshilfen zur Ermittlung Ihrer Steuerlast.

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