Steuervorteile

Geld 150"Nicht nur Bares ist Wahres..." Von einer Gehaltserhöhung bleibt nach Abzug von Steuern und Sozialabgaben häufig nicht einmal die Hälfte übrig. Mit den zahlreichen Tipps in dieser Rubrik können Sie den Nettoanteil Ihres Gehalts jedoch erheblich erhöhen. Und am Ende freuen sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer.

Von einer Gehaltserhöhung bleibt nach Abzug von Steuern und Sozialabgaben häufig nicht mal die Hälfte übrig. Da sollte man nach Wegen zu suchen, die dem Mitarbeiter einen größeren Nettonutzen bringen und den Arbeitgeber auch nicht mehr kosten: "Extras statt Gehalt". Ist der Arbeitgeber großzügig, lässt sich in vielen Fällen auch das Finanzamt nicht lumpen. Eine tolle Idee sind Benzingutscheine vom Arbeitgeber.

"Nicht nur Bares ist Wahres..." Von einer Gehaltserhöhung bleibt nach Abzug von Steuern und Sozialabgaben häufig nicht mal die Hälfte übrig. Da sollte man nach Wegen zu suchen, die dem Mitarbeiter einen größeren Nettonutzen bringen und den Arbeitgeber auch nicht mehr kosten: "Extras statt Gehalt". Ist der Arbeitgeber großzügig, lässt sich in vielen Fällen auch das Finanzamt nicht lumpen. Hier finden Sie eine Vielzahl von interessanten Anregungen für die nächste Gehaltsverhandlung.

Verschiedene Leistungen des Arbeitgebers sind steuerfrei oder steuerbegünstigt. Bei manchen davon gilt dies nur dann, wenn sie zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn gewährt werden; bei anderen wiederum gibt es keine weitere Bedingung. Die Frage ist, ob regulär besteuerter Arbeitslohn in solche steuerbegünstigten Leistungen umgewandelt und dadurch ein Steuervorteil erzielt werden kann.

Viele Arbeitgeber erleichtern ihren Mitarbeitern den täglichen Weg zur Arbeit - zumindest in finanzieller Hinsicht. Möglichkeiten hierzu sind Fahrtkostenzuschüsse, Benzingutscheine, Job-Tickets, kostenlose Sammelbeförderungen oder Freifahrtberechtigungen. Hier erfahren Sie, wie diese Arbeitgeberleistungen steuerlich behandelt werden und welche Auswirkungen sie auf Ihren Werbungskostenabzug haben.

Gar manche Firmen gewähren ihren Geschäftspartnern und Mitarbeitern Sachzuwendungen, z. B. Eintrittskarten zum Besuch sportlicher, kultureller oder musikalischer Veranstaltungen, Sachgeschenke, Incentive-Reisen oder Incentive-Events. Die Freude über solche Geschenke wird bei den Begünstigten aber dadurch getrübt, dass es sich hierbei grundsätzlich um steuerpflichtige Einnahmen handelt. Eigentlich müsste der gut meinende Arbeitgeber bzw. Unternehmer dem Beschenkten gleich eine Rechnung über den Wert des Geschenks mit überreichen, damit dieser die Gabe korrekt versteuern kann. Oh, wie peinlich! Doch seit 2007 gibt es hier eine passable Lösung: Die Pauschalversteuerung nach § 37b EStG.

Wo der Fiskus die Hand aufhalten kann, da tut er es. Jetzt hat er es auf Fahrräder abgesehen. Offenbar ist bekannt geworden, dass Firmen-Fahrräder von den Mitarbeitern privat genutzt werden oder dass Arbeitgeber ihren Mitarbeitern Fahrräder als Bestandteil des Gehalts überlassen. So muss auch für den Drahtesel statt des Daimlers ab 2012 die private Nutzung als geldwerter Vorteil versteuert werden.

Sachbezüge vom Arbeitgeber sind als Arbeitslohn steuerpflichtig. Für Waren und Dienstleistungen, die der Arbeitgeber herstellt oder erbringt, profitieren Sie von dem Personalrabatt-Freibetrag von 1.080 EUR im Jahr. Doch für andere Wohltaten gibt es eine weitere interessante Steuervergünstigung: die kleine Sachbezugsfreigrenze von 44 EUR pro Monat (§ 8 Abs. 2 Satz 11 EStG).

In vielen Firmen können Mitarbeiter von ihrem Arbeitgeber zinslose oder zinsverbilligte Darlehen erhalten, die sie oft als "goldene Fessel" an das Unternehmen binden. Den Zinsvorteil will das Finanzamt natürlich als sog. geldwerten Vorteil versteuert haben. Sie sollten Bescheid wissen, wie dieser Vorteil zutreffend ermittelt wird und welche Vergünstigungen Sie dabei in Anspruch nehmen können. Allerdings gelten für Bankmitarbeiter und Beschäftigte anderer Unternehmen unterschiedliche Regelungen.

"Ja, ist denn heut' scho' Weihnachten?" Zur Förderung des Betriebsklimas und als Dank für gute Arbeit laden Arbeitgeber ihre Mitarbeiter zu Weihnachtsfeiern, Sommerfesten und Betriebsausflügen ein. Ist der Arbeitgeber großzügig, zeigt sich auch der Fiskus nicht kleinlich. Denn die Zuwendungen des Arbeitgebers bleiben für die Mitarbeiter steuer- und sozialversicherungsfrei, sofern bestimmte Bedingungen beachtet werden. Sonst sitzt das Finanzamt mit am Gabentisch.

Außerordentliche Einkünfte sind nach der sog. Fünftelregelung steuerbegünstigt. Dadurch soll die Progressionswirkung des Steuertarifs infolge Zusammenballung von Einkünften etwas abgemildert werden (§ 34 EStG). Doch was genau ist und bewirkt diese Fünftelregelung?

Erhalten Sie vom Arbeitgeber neben Ihrem Gehalt freie oder verbilligte Verpflegung und Unterkunft oder eine Wohnung, so ist der geldwerte Vorteil steuer- und sozialversicherungspflichtig. Für diesen Zweck werden jedes Jahr in der Sozialversicherungsentgeltverordnung sog. Sachbezugswerte verbindlich vorgegeben. Diese Werte erscheinen - gemessen am allgemeinen Preisniveau - vergleichsweise niedrig.

Von einer Gehaltserhöhung bleibt nach Abzug von Steuern und Sozialabgaben häufig nicht mal die Hälfte übrig. Da sollte man nach Wegen zu suchen, die dem Mitarbeiter einen größeren Nettonutzen bringen und den Arbeitgeber auch nicht mehr kosten: "Extras statt Gehalt". Ist der Arbeitgeber großzügig, lässt sich auch der Fiskus nicht lumpen. Hier zeigen wir Ihnen eine vorteilhafte Möglichkeit: Menüschecks oder Restaurantschecks.

Steuerberatungskosten sind seit 2006 nicht mehr als Sonderausgaben absetzbar. Während private Steuerberatungskosten nun als Kosten der Lebensführung überhaupt nicht mehr anerkannt werden, können Steuerberatungskosten, die im Zusammenhang mit der Einkunftserzielung stehen, weiterhin als Werbungskosten oder Betriebsausgaben bei der jeweiligen Einkunftsart abgesetzt werden. Folglich müssen die Aufwendungen aufgeteilt werden in einen abzugsfähigen und in einen nicht abzugsfähigen Teil.

Die meisten Arbeitgeber geben jeden Monat ein paar Euro extra, und der Staat legt meist noch was drauf: Mit vermögenswirksamen Leistungen und der Arbeitnehmer-Sparzulage sollen Sie als Arbeitnehmer nämlich Vermögen bilden können. Wenn Sie es geschickt anstellen, kommen Sie dabei in den Genuss einer zweifachen und sogar dreifachen staatlichen Förderung.

Sachbezüge vom Arbeitgeber sind als Arbeitslohn steuerpflichtig. Als Sachbezüge gelten auch Rabatte und Vergünstigungen auf Waren und Dienstleistungen, die Sie vom Arbeitgeber verbilligt oder kostenlos erhalten. Solche Preisvorteile sind als geldwerter Vorteil zu versteuern, doch es gibt hierfür es eine interessante Steuervergünstigung - den Personalrabatt-Freibetrag (§ 8 Abs. 3 EStG).

"Nett serviert, schon abkassiert". Trinkgelder für freundlichen Service blieben in Deutschland früher nicht in der Tasche von Kellnern, Friseurinnen, Zimmermädchen, Krankenpflegern, Taxifahrern usw., sondern gelangten zum Teil auch in die Tasche des Finanzministers. Das aber ist jetzt erfreulicherweise anders.

Überlässt der Arbeitgeber seinen Mitarbeitern verbilligt oder unentgeltlich Vermögensbeteiligungen in Form von Kapitalbeteiligungen oder Darlehensforderungen, ist der geldwerte Vorteil in bestimmter Höhe steuerfrei. Ab dem 1.4.2009 gelten neue Regelungen und ein höherer Steuerfreibetrag (§ 3 Nr. 39 EStG).

Viele Firmen laden bestimmte Mitarbeiter zu mehrtägigen Seminaren und Tagungen an touristisch interessante Orte meist im Ausland ein. Diese Veranstaltungen sollen zum einen der beruflichen Fortbildung dienen, zum anderen das bessere Kennenlernen fördern und zugleich auch eine Belohnung für die geleistete Arbeit sein (Incentive- bzw. Belohnungsreise). Der Schönheitsfehler an diesen Reisen war bislang, dass die Begünstigten die Kosten als Arbeitslohn versteuern müssen. Doch ein neues BFH-Urteil bringt erhebliche Erleichterung.

Viele Mitarbeiter erhalten arbeitstäglich verbilligte oder kostenlose Mittagsmahlzeiten oder aber einen Zuschuss zu den Kosten des Mittagessens. Hier erfahren Sie, wie der Fiskus Ihre Verköstigung sponsert.

Wie heißt es so schön: Vor dem Gesetz sind alle gleich. Doch vor dem Steuergesetz sind Vertreter, die das Volk vertreten, offenbar gleicher als das Volk, das sie vertreten. Bundestagsabgeordnete erhalten ohne Vorlage von Nachweisen eine steuerfreie Kostenpauschale von über 50.000 Euro jährlich, während sich der gemeine Bürger mit einem Arbeitnehmer-Pauschbetrag von läppischen 1.000 Euro begnügen muss. Entweder ist die Abgeordneten-Pauschale verfassungswidrig zu hoch oder der Arbeitnehmer-Pauschbetrag verfassungswidrig zu niedrig. Diese Frage sollte vom Bundesfinanzhof geklärt werden - doch die Richter haben gekniffen! Und auch das Bundesverfassungsgericht hat die hohen Erwartungen in die Behebung dieses Missstandes zutiefst enttäuscht.

"Schnöde ist der Mammon, edel der Geist." Damit sich Forschende nicht mit dem Finanzamt rumquälen müssen, bleiben Stipendien unter gewissen Bedingungen steuerfrei. Stipendien sind Geldleistungen an Studenten, Doktoranden und Wissenschaftler, mit denen insbesondere Studium, Promotion, Habilitation und Forschungsvorhaben finanziert werden.

Auch das gibt es noch in der Praxis: Firmen richten Kindergärten oder Krabbelstuben ein oder übernehmen die Kosten für die Kinderbetreuung in betriebsfremden Einrichtungen. Dies ist eine ideale Möglichkeit, den Mitarbeitern etwas Gutes zukommen zu lassen, ohne dass das Finanzamt gleich mitkassiert.

Ein eher seltener Fall: Sollten Sie im Besitz von schutzwürdigen Kulturgütern sein, sind Aufwendungen für Erhaltungsmaßnahmen besonders steuerbegünstigt. Dies betrifft Gegenstände, die weder zur Einkunftserzielung noch zu eigenen Wohnzwecken genutzt werden, z. B. Mobiliar, Kunstgegenstände, Kunstsammlungen, wissenschaftliche Sammlungen, Bibliotheken oder Archive.

Aufwendungen für die Schulausbildung von Kindern sind im Allgemeinen mit dem Kindergeld bzw. dem Kinderfreibetrag und ggf. dem Ausbildungsfreibetrag steuerlich abgegolten. Doch wenn Sie für den Schulbesuch Schulgeld zahlen müssen, gibt es hierfür einen Steuervorteil. Ab 2008 wird die Steuervergünstigung einerseits erheblich ausgeweitet und andererseits der Höhe nach gedeckelt.

Wer aus beruflichen Gründen in größerem Umfang Dienstleistungen von Fluggesellschaften, Hotelketten, Mietwagen- und Kreditkartenunternehmen u. a. nutzt, kann dafür häufig Bonusleistungen zum persönlichen Vorteil kostenlos in Anspruch nehmen. Das bekannteste dieser Kundenbindungsprogramme ist das Vielfliegerprogramm "Miles & More" der Lufthansa bzw. des Luftfahrtbündnisses Star Alliance. Die gewährten Sachprämien möchte der Fiskus als geldwerten Vorteil versteuern. Doch es gibt hier eine Steuervergünstigung.

Von einer Gehaltserhöhung bleibt nach Abzug von Steuern und Sozialabgaben häufig nicht mal die Hälfte übrig. Da sollte man nach Wegen zu suchen, die dem Mitarbeiter einen größeren Nettonutzen bringen und den Arbeitgeber auch nicht mehr kosten: "Extras statt Gehalt". Ist der Arbeitgeber großzügig, lässt sich auch der Fiskus nicht lumpen. Hier zeigen wir Ihnen eine vorteilhafte Möglichkeit: Sach-Gutscheine.

Werksangehörige von Automobilunternehmen erhalten beim Kauf von neuen Fahrzeugen hohe Personalrabatte. Diesen Preisvorteil müssen die Beschäftigten als geldwerten Vorteil versteuern. Bereits seit 2009 ist die Finanzverwaltung bei der Ermittlung des geldwerten Vorteils kulanter und lässt einen größeren Anteil des Rabattes steuerfrei. Und aufgrund neuer BFH-Urteile ist die Besteuerung ab 2012 noch großzügiger.

Nicht nur bei Pflichtversicherten muss der Arbeitgeber die Hälfte der Sozialversicherungsbeiträge übernehmen, auch bei freiwillig und privat Krankenversicherten hat er einen Beitragszuschuss zur Kranken- und Pflegeversicherung zu leisten. Diese Zuschüsse sind nach § 3 Nr. 62 EStG steuerfrei. Hier erfahren Sie, wie hoch die Zuschüsse des Arbeitgebers sein müssen.

Am 1. April 2009 tritt das "Gesetz zur steuerlichen Förderung der Mitarbeiterkapitalbeteiligung" vom 7.3.2009 in Kraft. Damit will die Bundesregierung die Mitarbeiterbeteiligung an Unternehmen, dem sog. Produktivvermögen, ausweiten. Leider aber werden die steuerlichen Rahmenbedingungen nur geringfügig verbessert, sodass die Anreize immer noch wenig attraktiv sind. So wird die Erhöhung der Arbeitnehmer-Sparzulage um 8 Euro und die nur marginale Anhebung der Einkommensgrenzen kaum zum erhofften Durchbruch führen.

Verbilligte oder unentgeltliche Flüge, die Fluggesellschaften ihren Mitarbeitern gewähren, sind als Sachbezug steuerpflichtig. Bewertet wird der geldwerte Vorteil für sog. "Produktflüge" nach der Rabattregelung und für "Stand-by-Flüge" nach Durchschnittswerten, die von der Finanzverwaltung für diesen Zweck festgesetzt werden.

Anlässlich eines runden Dienst- oder Firmenjubiläums gewähren großzügige Arbeitgeber eine besondere Zuwendung. Nachdem hierfür der Steuerfreibetrag 1999 gestrichen wurde, ist doch noch eine Steuervergünstigung möglich.

Viele Unternehmen versuchen, Gesundheitsprävention für ihre Mitarbeiter attraktiv zu gestalten und so die Ausfallzeiten zu verringern. Doch wenn Arbeitgeber ihren Mitarbeitern zur Gesundheitsförderung "etwas Gutes tun" wollen, hält das Finanzamt gleich die Hand auf und will die Leistungen als geldwerten Vorteil versteuert haben. Ab 2008 bleiben Arbeitgeberleistungen zur Verbesserung des allgemeinen Gesundheitszustandes und der betrieblichen Gesundheitsförderung bis zu 500 EUR je Mitarbeiter und Jahr steuer- und sozialversicherungsfrei (§ 3 Nr. 34 EStG).

Gar manche Unternehmen bieten ihren Mitarbeitern als erfolgsabhängige Vergütungskomponente sog. Aktienoptionen (Stock options) an. Für das Unternehmen sind Aktienoptionen meist preiswert, doch für die Mitarbeiter können sie durch die Besteuerung teuer werden. Die Frage ist, wann und wie der geldwerte Vorteil zu versteuern ist.

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