Sachbezüge, die ein Arbeitgeber einem Arbeitnehmer gewährt, bleiben steuerfrei, wenn deren Wert insgesamt 44 EUR im Kalendermonat nicht übersteigt. Wenn Vorteile von vornherein für einen längeren Zeitraum gewährt werden, also zum Beispiel Jobtickets, kann nicht einfach unterstellt werden, dass der hingegebene Vorteil durch 12 zu dividieren ist. Das heißt. Erhält ein Arbeitnehmer im Januar ein Jobticket für ein ganzes Jahr im Wert von 480 EUR, gilt der volle Betrag grundsätzlich auch im Januar als zugeflossen. Folge: Die 44 EUR-Grenze ist überschritten und der Betrag ist zu versteuern. Von daher ist darauf zu achten, dass der Arbeitnehmer den Sachbezug tatsächlich nur monatlich erhält (vgl. SteuerSparbrief 7-8/2018 zu Jahresverträgen von Fitnessstudios). AKTUELL hat das Sächsische Finanzgericht entschieden, dass auch Benzingutscheine immer in dem Zeitpunkt als zugeflossen gelten, in dem sie den Arbeitnehmern hingegeben werden.

Werden einem Arbeitnehmer also Tankgutscheine für mehrere Monate im Voraus zugewendet, so ist ihm der gesamte Sachbezug bereits bei Erhalt der Gutscheine und nicht erst bei Einlösung des jeweiligen Gutscheines an der Tankstelle zugeflossen. Das gilt auch, wenn der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer ein Merkblatt zum Einlösen der Gutscheine aushändigt, wonach pro Monat immer nur ein Gutschein im Gesamtwert von maximal 44 EUR eingelöst werden darf (Urteil vom 9.1.2018, 3 K 511/17).

STEUERRAT:   Statt der Ausgabe von Benzin- oder Warengutscheinen kann es sinnvoll sein, Guthabenkarten zu erwerben und diese an die Mitarbeiter zu verteilen. Das kann das "Handling“ im Betrieb erleichtern und auch die Akzeptanz bei den Mitarbeitern fördern. Besonders beliebt sind diesbezüglich Prepaid-Guthabenkarten (Telefon, itunes u. Ä.) und neuerdings auch Kreditkarten, bei denen eine Barauszahlung nicht möglich ist.

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